Inspiration & Innovation

Wie Christoph von Külmer Reisen und Arbeiten verbindet

Christoph von Külmer, Geschäftsführer und Gründer von SportBrain und Digital two, reist gerade drei Monate durch die Welt. Dabei hält er Ausschau nach neuen Innovationen und arbeitet nebenbei an Kundenprojekten. Wir haben bei ihm nachgefragt, was es mit seiner so genannten „Workation“ auf sich hat.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Hallo Christoph, du legst gerade eine kleine Verschnaufpause ein und reist für drei Monate durch die Welt. Erzähle uns doch mal, was Du genau unter dem Wort „Workation“ verstehst und wie es zu dieser Idee kam?

Christoph von Külmer: Hello aus Singapur. Nach 10 Jahren Selbstständigkeit mit SportBrain und Digital two ohne große Ruhepausen habe ich gespürt, dass es mal höchste Zeit zum Durchschnaufen und Aufladen der Akkus wird. Dafür reichen ein oder zwei Wochen Urlaub, den meine Frau und ich berufsbedingt normalerweise haben, einfach nicht aus. Darum haben wir uns für eine dreimonatige Auszeit nach unserer Hochzeit entschieden. Ich möchte diese Phase aber auch ganz intensiv nutzen, um mich weiterzuentwickeln, neue Inspirationen in anderen Ländern für Geschäftsideen aufzusaugen, Firmen und Start-Ups kennenzulernen und natürlich auch an unserer Unternehmensstrategie für 2020 zu arbeiten. Also eine schöne Verbindung aus Arbeit (Work) und Auszeit inklusive Flittern (Vacation), die wir deshalb „Workation“ genannt haben.

Was steht denn alles auf eurem Reiseplan? 

Auf unserer Route stehen Asien, Ozeanien und die USA mit ganz vielen digitale Hotspots, mit denen ich mich schon lange beschäftige, aber noch nie besucht habe. Wir starten gerade in Singapur, dann geht es weiter nach Brisbane, Sydney, Melbourne, Auckland und zum Abschluss ins Silicon Valley.

Drei Monate Reisen und nebenbei noch Arbeiten. Wir macht ihr das denn organisatorisch und welche Arbeitsgeräte hast Du dabei?

Jetzt wirst Du gleich schmunzeln aber wir sind als erfahrene Backpacker nur mit großen Rucksäcken unterwegs. In Australien und Neuseeland sind wir größtenteils nur mit einem kleinen gemieteten Camper als Selbstversorger unterwegs und ansonsten werden wir in AirBnB Wohnungen, Hütten oder kleinen Hotels schlafen. Meine Arbeitsgeräte sind Laptop, iPad, Notizbücher und natürlich mein Smartphone. Da wir eigentlich nur in Gegenden mit flächendeckendem Internet und vielen WLAN-Spots unterwegs sind, habe ich bestimmt perfekte Arbeitsbedingungen. 

Wie hat denn dein Team diese Idee aufgenommen? Gab es Verständnis oder eher Skepsis?

Es ist natürlich schon komisch, wenn der Chef mal ganze drei Monate nicht im Office ist. Aber durch die mittlerweile tollen digitalen Arbeitsmöglichkeiten sind wir hoffentlich fast täglich über unser Projektmanagementsystem, Chat, Telefon, Mail, WhatsApp etc. verbunden und tauschen uns aus. Dadurch hat sich die Skepsis schnell in Zustimmung gewandelt denn ich bin ja eigentlich gut erreichbar wenn ich es möchte. Ich kann auch nicht genug Danke sagen, denn nur durch die Eigenständigkeit und die tolle Arbeit meiner Teams ist mir diese Reise mit gutem Gewissen möglich. Die Kunden und Geschäftspartner haben es übrigens auch sehr positiv aufgenommen und wir werden auch in den drei Monaten im engen Kontakt stehen.

Weiterbildung steht ganz oben auf Deiner Liste. Wie stellst Du das denn an?

Viel lesen und hören!  Ja wirklich, ich möchte ganz viel lesen, Hörbücher anhören und alles aufsaugen. In letzter Zeit bin ich durch die viele Arbeit kaum dazugekommen und habe mich auch sehr einseitig nur mit Social Media Marketing und Chatbots beschäftigt. Jetzt will ich mich besonders um die Themen rund um Artificial Intelligence wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning kümmern. Aber auch Blockchain, Kryptowährungen oder Virtual Reality im Marketing interessieren mich sehr, da sie für mein Business sehr relevant sein werden. Dazu kommen Mobilität, Nachhaltigkeit, New Work oder Social Entrepreneurship.

Werdet ihr auch Kongresse, Veranstaltungen, Hubs oder Unternehmen besuchen? Das Silicon Valley bietet sich ja super an.

Ja klar, aber nicht nur in San Francisco werden wir aktiv. In Singapur habe ich mich schon für eine Chatbot Conference und einen Vortrag an der bekannten Universität NSU zum Thema Künstliche Intelligenz angemeldet. In Sydney und Melbourne möchten wir Start-Up Hubs besuchen und auch die weltweit anerkannten Universitäten interessieren uns. Im Silicon Valley dreht sich dann alles um Social Media und Digital Marketing, denn hier sitzen ja mit Facebook, Linkedin oder Twitter meine besten Kontakte. Vieles entscheiden wir ganz spontan vor Ort und hoffen auf viele Tipps und gute Bekanntschaften. Denn genau das macht ja den Unterschied aus zwischen Arbeit und Workation.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Hallo Christoph, du legst gerade eine kleine Verschnaufpause ein und reist für drei Monate durch die Welt. Erzähle uns doch mal, was Du genau unter dem Wort „Workation“ verstehst und wie es zu dieser Idee kam?

Christoph von Külmer: Hello aus Singapur. Nach 10 Jahren Selbstständigkeit mit SportBrain und Digital two ohne große Ruhepausen habe ich gespürt, dass es mal höchste Zeit zum Durchschnaufen und Aufladen der Akkus wird. Dafür reichen ein oder zwei Wochen Urlaub, den meine Frau und ich berufsbedingt normalerweise haben, einfach nicht aus. Darum haben wir uns für eine dreimonatige Auszeit nach unserer Hochzeit entschieden. Ich möchte diese Phase aber auch ganz intensiv nutzen, um mich weiterzuentwickeln, neue Inspirationen in anderen Ländern für Geschäftsideen aufzusaugen, Firmen und Start-Ups kennenzulernen und natürlich auch an unserer Unternehmensstrategie für 2020 zu arbeiten. Also eine schöne Verbindung aus Arbeit (Work) und Auszeit inklusive Flittern (Vacation), die wir deshalb „Workation“ genannt haben.

Was steht denn alles auf eurem Reiseplan? 

Auf unserer Route stehen Asien, Ozeanien und die USA mit ganz vielen digitale Hotspots, mit denen ich mich schon lange beschäftige, aber noch nie besucht habe. Wir starten gerade in Singapur, dann geht es weiter nach Brisbane, Sydney, Melbourne, Auckland und zum Abschluss ins Silicon Valley.

Drei Monate Reisen und nebenbei noch Arbeiten. Wir macht ihr das denn organisatorisch und welche Arbeitsgeräte hast Du dabei?

Jetzt wirst Du gleich schmunzeln aber wir sind als erfahrene Backpacker nur mit großen Rucksäcken unterwegs. In Australien und Neuseeland sind wir größtenteils nur mit einem kleinen gemieteten Camper als Selbstversorger unterwegs und ansonsten werden wir in AirBnB Wohnungen, Hütten oder kleinen Hotels schlafen. Meine Arbeitsgeräte sind Laptop, iPad, Notizbücher und natürlich mein Smartphone. Da wir eigentlich nur in Gegenden mit flächendeckendem Internet und vielen WLAN-Spots unterwegs sind, habe ich bestimmt perfekte Arbeitsbedingungen. 

Wie hat denn dein Team diese Idee aufgenommen? Gab es Verständnis oder eher Skepsis?

Es ist natürlich schon komisch, wenn der Chef mal ganze drei Monate nicht im Office ist. Aber durch die mittlerweile tollen digitalen Arbeitsmöglichkeiten sind wir hoffentlich fast täglich über unser Projektmanagementsystem, Chat, Telefon, Mail, WhatsApp etc. verbunden und tauschen uns aus. Dadurch hat sich die Skepsis schnell in Zustimmung gewandelt denn ich bin ja eigentlich gut erreichbar wenn ich es möchte. Ich kann auch nicht genug Danke sagen, denn nur durch die Eigenständigkeit und die tolle Arbeit meiner Teams ist mir diese Reise mit gutem Gewissen möglich. Die Kunden und Geschäftspartner haben es übrigens auch sehr positiv aufgenommen und wir werden auch in den drei Monaten im engen Kontakt stehen.

Weiterbildung steht ganz oben auf Deiner Liste. Wie stellst Du das denn an?

Viel lesen und hören!  Ja wirklich, ich möchte ganz viel lesen, Hörbücher anhören und alles aufsaugen. In letzter Zeit bin ich durch die viele Arbeit kaum dazugekommen und habe mich auch sehr einseitig nur mit Social Media Marketing und Chatbots beschäftigt. Jetzt will ich mich besonders um die Themen rund um Artificial Intelligence wie Künstliche Intelligenz und Machine Learning kümmern. Aber auch Blockchain, Kryptowährungen oder Virtual Reality im Marketing interessieren mich sehr, da sie für mein Business sehr relevant sein werden. Dazu kommen Mobilität, Nachhaltigkeit, New Work oder Social Entrepreneurship.

Werdet ihr auch Kongresse, Veranstaltungen, Hubs oder Unternehmen besuchen? Das Silicon Valley bietet sich ja super an.

Ja klar, aber nicht nur in San Francisco werden wir aktiv. In Singapur habe ich mich schon für eine Chatbot Conference und einen Vortrag an der bekannten Universität NSU zum Thema Künstliche Intelligenz angemeldet. In Sydney und Melbourne möchten wir Start-Up Hubs besuchen und auch die weltweit anerkannten Universitäten interessieren uns. Im Silicon Valley dreht sich dann alles um Social Media und Digital Marketing, denn hier sitzen ja mit Facebook, Linkedin oder Twitter meine besten Kontakte. Vieles entscheiden wir ganz spontan vor Ort und hoffen auf viele Tipps und gute Bekanntschaften. Denn genau das macht ja den Unterschied aus zwischen Arbeit und Workation.

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