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Hygiene ist ein wichtiger Teil der Arbeit im OP. Dazu gehörten auch die Reinigung und Desinfektion der chirurgischen Instrumente. Fachleute sprechen dabei von der Aufbereitung von Medizinprodukten. Die Wertachkliniken haben dafür am Standort Bobingen im Landkreis Augsburg eine komplett neue Aufbereitungseinheit für Medizinprodukte, kurz AEMP, eingerichtet. Rund eine Million Euro wurde in die neue Ausstattung investiert. Damit wurden zugleich Voraussetzungen für den weiteren Ausbau der Chirurgie geschaffen.
In Bobingen gibt es vier OP‑Säle. Die Zahl und Komplexität der Eingriffe hat zugenommen. Damit steigt auch der Bedarf an Instrumenten. Das erklärt Vorstand Martin Gösele. „Wir haben hochqualifizierte Ärzte, sowohl im Bereich der Wirbelsäulenchirurgie als auch in der Unfallchirurgie und in der Endoprothetik. Und mit der Komplexität der Operationen steigt der Bedarf an Instrumenten in unseren vier OP-Sälen in Bobingen“, sagt Gösele.
Die bisherigen Geräte waren für die wachsende Menge an Spezialinstrumenten laut Aussagen der Wertachkliniken kaum noch ausreichend. Die Aufbereitung konnte innerhalb der regulären Arbeitszeit teilweise nur schwer bewältigt werden. Zudem waren die Geräte älter und zunehmend störanfällig. Musste ein Prozess abgebrochen werden, musste die Aufbereitung teilweise komplett neu gestartet werden.
Die neue AEMP verfügt über moderne Reinigungs- und Desinfektionsgeräte, kurz RDGs. Sie bieten größere Kapazitäten als die bisherigen Geräte. Dadurch können die Instrumente schneller aufbereitet werden. Auch Überstunden sollen dadurch reduziert werden.
Für die Beschäftigten soll sich zudem die Arbeitsumgebung verbessern. Die neuen Geräte sollen leiser arbeiten.
Während des Umbaus nutzten die Wertachkliniken die Räume und Geräte der AEMP der Hessing-Klinik in Göggingen. Dafür wurde das OP-Instrumentarium aus Bobingen drei Monate lang dorthin gebracht. Das zeigt, wie gut die Krankenhäuser in der Region mit Blick auf das Allgemeinwohl zusammenarbeiten“, so Gösele. Auch die Mitarbeitenden der Wertachklinik mussten während dieser Zeit pendeln.
Auch für die Beschäftigten der AEMP gibt es eine Neuerung. Sie haben nun einen eigenen Ruheraum. Dort sollen sie sich während ihrer Pausen zurückziehen können. „Bei der Aufbereitung der Medizinprodukte muss jeder einzelne Schritt zuverlässig funktionieren, denn am Ende geht es um die Gesundheit unserer Patientinnen und Patienten“, erklärt Heidi Niedermayr, Leiterin der AEMP.