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Eigentlich hatte die Toni GmbH & Co. KG für das Baufeld im Toni Park bereits eine Baugenehmigung. Doch 2024 entschied sich das Unternehmen, neu zu planen. Jetzt hat das „Gebäude G“ seine Baugenehmigung erhalten.
Das Gebäude soll flexibler genutzt werden können und nachhaltiger sein als die bestehenden Gebäude.
Der Neubau ist als „Low-Tech-Holzmodulbau“ geplant. Die Fassade besteht aus Holz, umlaufende Balkone sollen für Schatten sorgen und das Gebäude im Sommer vor Aufheizen schützen. Die Energieversorgung funktioniert über eine Grundwasserpumpe und eine Photovoltaikanlage.
Zudem reduziert der Toni Park die Gebäudetechnik: Das Raumklima wird nicht mehr automatisch gesteuert, sondern manuell von den Menschen, die in den Räumen arbeiten. Heißt: Mitarbeitende können die Fenster selbst öffnen, Heizung und Klimaanlage manuell steuern und auch die Jalousien nach Bedarf nutzen. „Dieser Ansatz basiert auch auf dem Feedback bestehender Mieter:innen, deren Erfahrungen gezeigt haben, dass einfache, nutzernahe Lösungen im Arbeitsalltag häufig effizienter sind als hochkomplexe Technik“, heißt es in der Mitteilung. Das soll auch die Betriebskosten senken.
Der Innenausbau ist zirkulär geplant, auf den Prinzipien der Kreislaufwirtschaft: Allgemein bedeutet das, dass so wenig Material verbraucht und Abfall produziert wird, wie möglich; Produkte, Materialien und Rohstoffe werden so lange wie möglich genutzt, recycelt, wiederverwendet oder repariert.
Im Falle des Toni Parks können die Heiz- und Kühlelemente, Innenwände, Glastrennwände und Böden wieder ausgebaut und umgebaut werden. Damit sind sie auch an anderer Stelle nutzbar. Laut dem Toni Park ist dadurch der Innenausbau flexibler. Gleichzeitig wird der Abfall bei Umbauten reduziert.
„Gebäude G steht für unsere Überzeugung, dass nachhaltiges Bauen nicht immer mehr Technik braucht, sondern oft bewusst weniger – und dass Gebäude langfristig funktionieren, sich flexibel nutzen lassen und den Menschen in den Mittelpunkt stellen müssen“, sagt Thomas Krafft, geschäftsführender Kommanditist, ppa., der Toni GmbH & Co. KG.
Die Außenanlagen werden naturnah gestaltet, etwa durch regionale Saatenmischungen, Blühwiesen, begrünte Dächer und Streuobstwiesen.
Der Neubau wird 10.000 Quadratmeter groß und richtet sich an Beratungsunternehmen, Dienstleister, Verwaltung, IT-Firmen und Kanzleien. Die Büroflächen sollen flexibel nutzbar sein.
Im zweiten oder dritten Quaratal 2027 soll der Bau beginnen, abhängig von der Vermietungsquote. Da das Gebäude aus drei Teilen besteht, kann es je nach Nachfrage abschnittsweise gebaut werden. Der Toni Park plant, dass das Gebäude 2027/ 2028 fertig ist.