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Für 2026 erwarte ich für Bayerisch-Schwaben kein „Wunderjahr“, aber eine vorsichtige Stabilisierung mit Chancen für mutige Unternehmer. Die Region kommt aus mehreren Jahren Stagnation, und die IHK Schwaben beschreibt das sehr klar: Die Konjunktur liegt seit 2022 unter dem langjährigen Durchschnitt. Die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen stellen ein großes unternehmerisches Risiko dar. Gleichzeitig wächst der Druck am Arbeitsmarkt. Auf Bundesebene zeigen die Prognosen für 2026 erstmalig wieder ein positives Wachstum. Diese sind jedoch eher als „kleine Schritte nach vorn“ statt als großen Aufbruch zu sehen. Je nach Quelle liegen die Erwartungen für 2026 zwischen 0,8 und 1,3 Prozent. Die Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass Vorjahres-Prognosen nachträglich noch nach unten korrigiert werden mussten. Die bestehenden Risiken bleiben dabei unverändert: hohe Standortkosten, überbordende Bürokratie, geopolitische Unsicherheiten und ein weiterhin fragiles Investitionsklima. Ich sehe hier jedoch keinen Grund zur Resignation, sondern eine Aufforderung an alle Unternehmer, sich strategisch klarer und operativ robuster aufzustellen.
Der positive Twist: 2026 könnte genau das Jahr werden, in dem Investitionen wieder „sichtbarer“ anlaufen, weil mehrere Faktoren zusammenkommen: staatliche Infrastruktur- und Zukunftsinvestitionen - inklusive Rekordinvestitionen im Bundeshaushalt 2026 - sowie der Versuch, Verfahren zu beschleunigen und Bürokratie zu reduzieren. Für Bayerisch-Schwaben heißt das: Wer Modernisierung, Automatisierung und Digitalisierung ernst nimmt, kann in einem zähen Umfeld Marktanteile gewinnen, weil viele andere weiter abwarten.
Wir stellen uns 2026 so auf, dass wir in einem weiterhin anspruchsvollen Markt verlässlich liefern und gleichzeitig gezielt wachsen können. Dabei nehmen wir sehr bewusst Trends auf, die unsere Kunden umtreiben. Wenn Logistik- und Produktionskapazitäten ins Ausland verlagert oder international neu aufgebaut werden, gehen wir diesen Weg mit und begleiten unsere Kunden auch in internationalen Projekten. Unser Anspruch ist es, unsere Kunden entlang ihrer gesamten digitalen Lieferkette mit integrierten SAP-Logistik-Lösungen zu begleiten, unabhängig davon, in welchem Land diese betrieben werden. Gleichzeitig verfolgen wir einen klaren Wachstumskurs bis 2030, bei dem es uns vor allem um Substanz geht. Wir wollen neue Marktanteile sichern, indem wir dort investieren, wo andere zögern oder abwarten und unser SAP Digital Supply Chain Portfolio konsequent weiter ausbauen. Mit dem eingeschlagenen Kurs bedienen wir SAP-Kunden umfassend in den Bereichen Lagerlogistik, Transportlogistik und Produktionslogistik.
Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheit zeigt sich, wer bereit ist, Verantwortung zu übernehmen, Entscheidungen zu treffen und Zukunftsthemen wie Automatisierung, Künstliche Intelligenz, Transparenz und integrierte Prozesse aktiv voranzutreiben. Genau hier sehen wir unsere Stärke und unseren Beitrag für 2026 an der Seite unserer Kunden.
Persönlich blicke ich mit einem realistischen Optimismus auf 2026. Realistisch, weil die Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd bleiben. Wachstum ist eher moderat prognostiziert und keineswegs selbstverständlich. Denn strukturelle Themen in Deutschland und unserer Region können nicht über Nacht gelöst werden. Optimistisch, weil 2026 die Chance hat, ein Wendepunkt in der Stimmung im Land zu werden. Die Inflation dürfte sich weiter normalisieren – die Bundesbank erwartete für 2026 sogar einen vorübergehenden Rückgang der Teuerung. Dazu kommen hoffentlich spürbare Investitionssignale in Infrastruktur, Digitalisierung und Planungsbeschleunigung, die Unternehmen wieder in die Lage versetzen, Entscheidungen klar für Investitionen innerhalb Deutschlands zu treffen.
Mein persönlicher Kompass bleibt wie in den letzten Jahren: Krise ist nicht romantisch, aber sie ist ein Katalysator. Wer mutig modernisiert, Prozesse vereinfacht, Technologie richtig einsetzt und Menschen befähigt, kann 2026 Dinge erreichen, die in „bequemen Jahren“ gern vertagt werden. Und genau daran glaube ich weiterhin: dass wir hier in der Region genügend Substanz, Talent und Unternehmergeist haben, um uns nicht nur weiter “durchzuwurschteln”, sondern gestärkt aus wirtschaftlich schwierigen Zeiten hervorzugehen.