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Steigende Spritpreise in Augsburg: Bringt der Tankrabatt was?
Preisexplosion

Steigende Spritpreise in Augsburg: Bringt der Tankrabatt was?

Symbolbild. Die Preise an Deutschlands Tankstellen verschlingen den Tankrabatt der Bundesregierung. Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de
Symbolbild. Die Preise an Deutschlands Tankstellen verschlingen den Tankrabatt der Bundesregierung. Foto: Timo Klostermeier / pixelio.de

Eine Marktanalyse des ADAC ergibt, dass der bundesweite Tankrabatt zunehmend seinen Zweck nicht erfüllt. Wie nun die Entlastung der Steuerzahler sichergestellt werden muss.

Nach dem Kriegsausbruch in der Ukraine folgte für Autofahrer der nächste Schock: Aufgrund von Abhängigkeiten stieg der Ölpreis schlagartig in zuvor unerreichte Höhen an. Die Tankbeträge an den Zapfsäulen sind in Deutschland seitdem so teuer wie noch nie. Durch den anhaltenden Konflikt hielt sich das Preisniveau und zwang die Bundesregierung zum Handeln. Als Ergebnis wurde ein Tankrabatt verabschiedet, welcher für finanzielle Entlastung unter Spritverbrauchern sorgen soll. Doch die Gegenmaßnahme verliert bereits nach einer Woche an Wirkung.


Spürbarer Effekt zum Start

Zum 1. Juni wurde der Beschluss in der Praxis umgesetzt. Die Energiesteuer ist seither für einen begrenzten Zeitraum auf das Mindestniveau der Europäischen Union reduziert. Eine Auswertung des ADAC bestätigt die Sinnhaftigkeit der Sonderregelung: Am ersten Tag sanken die Preise für Super E10 im Mittel um 27,3 Cent im Vergleich zum Vortag. So lag der Durchschnittspreis für den Kraftstoff durch den Tankrabatt bei 1,878 Euro pro Liter. Auch Diesel war dadurch schlagartig um 11,6 Cent günstiger. Der Verband prangert dennoch an, dass bei einer vollständigen Weitergabe der Steuersenkung die Vergünstigungen noch höher ausgefallen wären.


Effekt verpufft durch Preisanstiege

Eine Woche später sorgen die Marktpreise für Sprit bereits für Ernüchterung. Anhand von Super E10 zeige sich laut Analyse des ADAC, dass die Profiteure des Tankrabatts im Moment nicht die Bürger sind. Denn mit 1,948 Euro liegt der durchschnittliche Marktpreis sieben Cent höher als noch zum Beginn der Steuersenkung. Damit macht sich die finanzielle Entlastung an den Tankstellen derzeit kaum bemerkbar. In Summe soll die Preiskorrektur rund 15 Cent bei Benzin und 12 Cent bei Diesel hinter den Möglichkeiten des Rabatts zurückbleiben.


Wird die Krise ausgenutzt?

Der ADAC bemängelt daher eine ausbleibende Zweckerfüllung der politischen Hilfe. Der Spritpreis-Experte des größten europäischen Verkehrsclubs, Christian Laberer, nennt die Verantwortlichen dafür: „Die Preise sind nach wie vor stark überhöht. Das Kartellamt muss als neutrale Stelle feststellen, dass der Rabatt nicht ankommt, und die Politik sollte handeln. Denn im Moment fördert der Steuerzahler die Gewinne der Mineralölindustrie, die die Krisensituation offenbar auf Kosten der Verbraucher zur Gewinnmaximierung nutzt.“ Ab dem 1. September soll wieder der ursprüngliche Steuersatz gelten. Es bleibt offen, ob die Sonderregelung bis dahin Autofahrer spürbar entlastet.

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