Solarenergie

Solarenergie

Solarenergie auf Häuserdächern erzeugen; Bild: Fotolia

Augsburg gehört zu den Regionen, die für Photovoltaik am geeignetsten sind. Trotz der steigenden Anzahl an Photovoltaik-Anlagen wird die meiste Solarenergie jedoch nicht genutzt.

Augsburg wird von der Sonne begünstigt wie kaum ein anderer Standort in Deutschland. In Form von Sonnenstrahlen sendet die Sonne so viel Energie zur Erde wie sonst kaum wo in der Bundesrepublik. Und das bekanntermaßen völlig kostenfrei.

Photovoltaik: Augsburg ist ein Gunststandort

„Wir sind ein Gunststandort“, erklärt Umweltreferent Rainer Schaal. Bis 2030 könnte die Region Augsburg mehr als ein Drittel des Strombedarfs durch Solarenergie decken. Noch sind Wasserkraft und Biomasse die klaren Vorreiter in Augsburg. Schon jetzt wird mit diesen alternativen Energien in Augsburg viel Strom gewonnen. Doch bei der Energie-Erzeugung mit Hilfe der Sonne besteht noch Verbesserungsbedarf.

Solarenergie wird nicht ausreichend genutzt

Nach Angaben von Umweltreferent Schaal, komme nur etwa ein Prozent des Stroms von der Sonne. Nimmt man die Region mit den Landkreisen Aichach-Friedberg und Augsburg sind es zusammen immerhin vier Prozent.

Region Augsburg ist Vorreiter in Sachen Solarenergie

Glücklicherweise steigt die Anzahl der Photovoltaik-Anlagen rasant. Seit 2005 hat sich die mit Solarenergie erzeugte Strommenge verfünffacht. 2008 lieferten 367 Photovoltaik-Anlagen noch 3,7 Millionen Kilowattstunden Strom. 2009 waren es bereits  511 Photovoltaik-Anlagen, die 5,2 Millionen kWh erzeugten. Für 2010 erwartet das Umweltamt wieder ein Plus von rund 40 Prozent. Die Landkreise sind mit dieser Entwicklung  wahre Vorreiter. Sie tragen mit rund 170 Millionen Kilowattstunden den größten Anteil zur Solarenergie der Region bei.

Augsburg erzielt Spitzenwerte in puncto Solarenergie

„Das sind Spitzenwerte in Deutschland“, sagt Dr. Martin Demmeler von Green City Energy, das derzeit am regionalen Klimaschutzkonzept für die Stadt und die Landkreise arbeitet. Die Kluft zwischen Stadt und Land ist leicht erklärt: „Uns fehlen die großen Freiflächen für Photovoltaik-Anlagen“, sagt Umweltreferent Rainer Schaal. Im Solarkonzept der Stadt Augsburg sind nur zwei Areale für Solarzellen auf der grünen Wiese vorgesehen. Einmal am Autobahnsee und beim Schwabhof. Schaal hat einen anderen Plan.

Solar-Fassade am FCA-Stadion?

„Mein Ziel ist es, die Dachflächen von Industrie und Gewerbe zu aktivieren“, sagt der Umweltreferent. Zugleich räumt er aber ein, dass die Stadt derzeit noch nach der passenden Strategie sucht. Angedacht ist, Dächer von öffentlichen Gebäuden zu nutzen. Zudem denkt die Stadt über eine Solar-Fassade am Fußballstadion des FC Augsburg nach. Hierfür wären aber Zuschüsse im Rahmen der Energie-Wende nötig. Außerdem möchte die Stadt mehr eigene Dächer nutzen.So könnte wie auf der Abfall-Verwertungsanlage oder dem Stadtwerke-Busdepot Sonnenstrom oder auch Wärme zu erzeugt werden. Laut der Green City Energy könnte auch rund ein Viertel des Wärmebedarfs bis 2030 die Sonne liefern.

Die besten Solar-Standorte finden

Die Bürger der Region werden angehalten, im Internet nachzusehen, wie gut ihr Gebäude für Solarenergie geeignet ist. Nur in der Innenstadt ist die Nutzung von Solarenergie wegen des Denkmalschutzes eingeschränkt.  Derzeit sind, so Schaal, datenschutzrechtliche Bedenken jedoch hinderlich für das Projekt. Die Sorge: Solarfirmen könnten Eigentümer geeigneter Dächer mit Angeboten bestürmen.

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