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Anfang Januar, rund 100.000 Menschen in Berlin sind tagelang von der Stromversorgung abgeschnitten. Was, wenn ein Anschlag wie der auf das Berliner Stromnetz, auf eine Klinik verübt wird? Geopolitische Spannungen, digitale Bedrohungen und die Verwundbarkeit kritischer Infrastruktur machen solch ein Szenario wahrscheinlicher. Das Augsburger Safety Camp, die erste Konferenz für medizinische Sicherheit, hat Cybersicherheit, Patientensicherheit und Krisenresilienz zusammengedacht. Daraus ist ein Handlungsplan entstanden.
„Das Safety Camp war kein Debattenraum für abstrakte Forderungen, sondern eine Plattform, auf der Medizin, Politik, Wissenschaft und Industrie gemeinsam tragfähige Lösungsansätze erarbeiten“, sagt Prof. Dr. Klaus Markstaller, Ärztlicher Direktor des Universitätsklinikums Augsburg und Initiator der Konferenz. „Ziel ist es, voneinander zu lernen und konkrete Handlungsoptionen für mehr Sicherheit im medizinischen Alltag zu entwickeln und weiterzutragen.“
In den kommenden Wochen wird die „Safety Camp Declaration 2026“ für mehr Sicherheit in der Medizin erarbeitet. Diese soll Leitgedanken, Lösungsansätze und strategische Empfehlungen, die auf der Konferenz entwickelt wurden, bündeln.
Das Safety Camp wurde von dem Universitätsklinikum Augsburg und der Augsburger Allgemeinen veranstaltet. Rund 800 Menschen aus Medizin, Politik und Industrie haben an der „Augsburger Sicherheitskonferenz“ teilgenommen. Darunter auch internationale Gäste wie Joe Kiani, Gründer des Global Patient Safety Movement, oder Ronni Gamzu, ehemaliger Geschäftsführer des Tel Aviv Medical Centers und Generaldirektor des israelischen Gesundheitsministeriums.
„Das Safety Camp hat gezeigt, dass hochwertige inhaltliche Auseinandersetzung, journalistische Verantwortung und gesellschaftliche Relevanz zusammengehören“, sagt Andreas Schmutterer, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Augsburger Allgemeinen. „Unser Anspruch war es, einen Raum zu schaffen, in dem Sicherheit in der Medizin ganzheitlich gedacht und konstruktiv weiterentwickelt wird.“
Auf der Konferenz wurde Joe Kiani für seine jahrzehntelangen, nachhaltigen Verdienste um die weltweite Patientensicherheit und seinen Einsatz für eine internationale Sicherheitskultur in der Medizin mit dem ersten Safety Camp Award ausgezeichnet. „Veranstaltungen wie diese erinnern uns daran, dass jeder Fortschritt in der Pflege, jede Verbesserung der Sicherheitskultur und jedes Leben, das wir schützen, das Ergebnis mutiger Zusammenarbeit, unermüdlicher Neugier und unerschütterlicher Mitmenschlichkeit ist“, bedankte sich Kiani für die Auszeichnung. Für Kiani ist Patientensicherheit mehr als eine Mission. „Sie ist eine moralische Verpflichtung, die mutiges Handeln von Gesundheitssystemen, Klinikern, politischen Entscheidungsträgern und Innovatoren auf der ganzen Welt erfordert.“
Das Safety Camp in Augsburg soll auch 2027 wieder stattfinden.