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Am Stammsitz in Augsburg hat Renk den Produktionsstart für das 4.000ste HSWL-354-Getriebe gefeiert. Das hydromechanische Schalt-, Wende- und Lenkgetriebe gehört seit den 1980er-Jahren zur Antriebstechnik des Leopard 2 und kommt darüber hinaus in weiteren Fahrzeugen auf derselben Plattform zum Einsatz.
Der Meilenstein unterstreicht die langjährige Rolle des Unternehmens als Zulieferer der europäischen Verteidigungsindustrie. Die Leopard-2-Plattform wird von zahlreichen NATO- und Partnerstaaten genutzt und zählt zu den international am weitesten verbreiteten Kampfpanzersystemen.
Zum offiziellen Produktionsauftakt begrüßte Renk neben Mitarbeitern des Geschäftsbereichs Vehicle Transmissions Augsburg auch Brigadegeneral Stefan Wind, Abteilungsleiter Kampf im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Begleitet wurde der Termin von Vorstandschef Dr. Alexander Sagel und COO Dr. Emmerich Schiller.
„4.000 gefertigte Einheiten sind das Ergebnis hochqualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die mit Erfahrung, Präzision und großer Leidenschaft an diesem System arbeiten“, sagte Sagel.
Das HSWL-354 wird im Rahmen der langjährigen Zusammenarbeit mit KNDS gefertigt, dem Hersteller des Leopard 2. Die Partnerschaft besteht seit Jahrzehnten und zählt zu den etablierten Industriekooperationen im europäischen Verteidigungssektor.
Nach Angaben von Renk wird die Technologie kontinuierlich weiterentwickelt. Parallel zur laufenden Produktion arbeitet das Unternehmen an einer neuen Evolutionsstufe des Systems für künftige Leopard-2-Powerpacks mit höherer Leistungsfähigkeit.
Der Produktionsmeilenstein fällt in eine Phase steigender Verteidigungsausgaben in Europa. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine investieren zahlreiche NATO-Staaten verstärkt in die Modernisierung ihrer Streitkräfte. Davon profitieren auch Zulieferer wie Renk, die zentrale Komponenten für militärische Fahrzeuge und Antriebssysteme liefern.
Die Renk Group AG mit Hauptsitz in Augsburg erzielte im Geschäftsjahr 2025 einen Umsatz von rund 1,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen ist seit Februar 2024 an der Frankfurter Börse notiert und gehört seit März 2025 dem MDAX an.