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Platz für Kräne gesucht: Brunnhuber Krane muss umziehen
Standortsuche

Platz für Kräne gesucht: Brunnhuber Krane muss umziehen

Noch ist Brunnhuber Krane hier in Augsburg-Oberhausen. Doch bis Ende 2027 muss der Kranhersteller umziehen und sucht einen neuen Standort. Foto: Brunnhuber Krane GmbH
Noch ist Brunnhuber Krane hier in Augsburg-Oberhausen. Doch bis Ende 2027 muss der Kranhersteller umziehen und sucht einen neuen Standort. Foto: Brunnhuber Krane GmbH

Der Augsburger Kranhersteller Brunnhuber braucht einen neuen Standort. Denn der Mietvertrag in Oberhausen wurde nicht verlängert. Der Vermieter will dort neu bauen.

Erst vor fünf Jahren ist Brunnhuber Krane auf das aktuelle Areal in der Hofer Straße in Augsburg-Oberhausen gezogen. Wie zunächst die Augsburger Allgemeine berichtete, muss das Unternehmen nun bis Ende 2027 erneut umziehen – und vorher noch einen Standort finden. Denn der Vermieter will laut dem Unternehmen am aktuellen Standort bauen und hat den befristeten Vertrag nicht verlängert. Brunnuber ist seit 125 Jahren in Augsburg.

Brunnhuber Krane sucht Standort in Augsburg

Dort will das Unternehmen auch bleiben, doch die Standortsuche gestaltet sich als herausfordernd. „Da unsere Anforderungen sehr speziell sind und wir eine Schwerlast taugliche Halle brauchen mit hohen Decken und breiten Toren, gestaltet sich die Suche als sehr schwer“, erklärt Julia Teichmann, Personalleiterin bei Brunnhuber Krane.

Das Unternehmen sucht 4.000 Quadratmeter Fertigungsfläche und Platz für Bürogebäude. Brunnhuber will im Stadtgebiet Augsburg bleiben, auch eine Anbindung an die Autobahn ist wichtig. „Unsere Schwerlastkrane gehen in die ganze Welt und hier bedarf es neben den Voraussetzungen der Hallenstruktur auch der schnellen Anbindung an das Autobahnnetz“, sagt Teichmann.

Doch auch innerhalb von Augsburg liefert Brunnhuber Kräne. Zuletzt einen 44 Meter hohen Laufkran für die neue Airbus-Produktionshalle in Augsburg. Der Kran soll dort Rümpfe der A321-Flugzeuge bewegen. „Diese Art von Transporten sind nur sehr schwer im Stadtgebiet durchführbar und bedürfen langer Planungen und Sperrungen“, so Teichmann weiter.

Aus zwei weiteren Gründen will Brunnhuber im Stadtgebiet Augsburg bleiben. Die 40 Mitarbeitenden sollen diesen weiterhin erreichen können. Und: „Besonders wichtig ist uns hierbei auch der Bezug zu Augsburg, da unser Unternehmen seit mehr als 125 Jahren eng mit dem Namen verbunden ist und sich weltweit als Brunnhuber Krane Augsburg einen Namen gemacht hat“, sagt Teichmann.

Brunnhuber soll Wohnraum weichen

Seit der Gründung 1900 als kleine Schmiede bis zum Jahr 2021 war das Unternehmen in der Schallerstraße in Augsburg-Oberhausen ansässig. Doch dann musste es eine Straße weiter, in die Hofer Straße ziehen. Denn die Nachfahren des Unternehmensgründers Leo Brunnhuber waren kinderlos und hatten das Unternehmen im Jahr 2000 verkauft. Seit 2009 ist Brunnhuber Krane Teil der Teichmann Gruppe.

Die Grundstücke hingegen wurden damals der Brunnhuber Sozial-Stiftung übertragen. Seitdem war Brunnhuber Krane Mieter. 2021 schließlich wurden die Gebäude auf dem ursprünglichen Firmengelände in der Schallerstraße abgerissen. Die Stiftung baute dort Sozialwohnungen.

Nach Angaben von Brunnhuber Krane ist das nun auch für das Gelände in der Hofer Straße der Plan. 2028 soll hier Wohnraum entstehen. Deshalb sei der immer nur befristete Mietvertrag nur noch einmal, bis Ende 2027 verlängert worden. Die Stiftung war hierzu nicht erreichbar.

Umzug auch als Chance

Nicht nur die Standortsuche, auch der Umzug selbst ist für das Unternehmen eine Herausforderung „Es stellt einen extremen logistischen Aufwand dar, dies haben wir bereits 2021 gemerkt, als es mir von der einen auf die andere Straßenseite umziehen mussten“, erinnert sich Teichmüller.

Derzeit läuft der Produktionsprozess bei Brunnhuber nochmal weiter. Teichmann geht aber davon aus, dass sie für den Umzug mindestens vier Monate brauchen werden. „Besonders aufwändig wird es sein, alle Produktionsmaschinen und Krane mitzunehmen“, sagt Teichmann.

Trotz aller Herausforderungen sieht sie auch Vorteile durch den Umzug. „Ein Umzug stellt auch immer eine Chance dar, besonders in der Produktion alt eingesessene Abläufe kritisch zu hinterfragen und eventuell zu optimieren“, erklärt Teichmann abschließend.

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