Demo-Aktion in München

Nussbaum Reisen fordert Hilfen und Ende des Reisebusverbots

Keine Einnahmen und keine Perspektive: Die Reisebusunternehmen in Bayern demonstrierten am Dienstag in München, um auf ihre Lage aufmerksam zu machen. Auch das Augsburger Familienunternehmen Nussbaum Reisen war Teil des Buskorsos. Was sie von der Politik fordern.

Die bayerischen Reisebusunternehmer demonstrierten am Dienstag in München für die Wiederaufnahme des Betriebs. Ein Korso aus zahlreichen Bussen fuhr daher am Vormittag vor dem Bayerischen Wirtschaftsministerium vor. Organisiert wurde die Aktion vom Landesverband Bayerischer Omnibusunternehmen e.V.  (LBO).

Busbranche wartet auf Exitplan

Auch Nussbaum Reisen aus Augsburg war an der Demo-Aktion beteiligt. „Wir erhoffen uns vom Buskorso, dass unsere Reisebusbranche von der Politik endlich mit der nötigen Aufmerksamkeit bedacht wird. Unsere Arbeit in der Reisebranche ist uns nach wie vor seit Beginn der Krise verboten und hat zu 100 Prozent Buchungsrückgang beziehungsweise Stornos geführt. Uns wurde noch nicht einmal eine Perspektive zur Wiederaufnahme unserer Arbeit beziehungsweise von Reisebusfahrten gegeben. Für unsere Branche gibt es noch keinen Exitplan“, äußert sich Katja Fleiner, die zusammen mit Markus, Franz und Maria Fleiner Nussbaum Reisen leitet.  

„Während andere, eng vernetzte Tourismussparten, wie die Hotellerie und Gastronomie spätestens Ende Mai wieder öffnen dürfen, Inlandsflüge zum Teil bis auf den letzten Platz wieder ausgebucht sind und auch der DB-Fernverkehr ohne wesentliche Beschränkungen weiterläuft, wird das klimafreundlichste Reiseverkehrsmittel weiter ausgebremst“, heißt es in einer Pressemitteilung des LBO.

Reisebusunternehmen sind in Existenz-Not

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Tausend familiengeführte Betriebe stehen laut LBO allein in Bayern vor einem Scherbenhaufen. Die komplette Fahrzeugflotte an Reisebussen steht seit dem 17. März still. „Bereits lange vor dem Reisebusverbot wurden die meisten Reisen und Tagesfahrten storniert, sämtliche Klassenfahrten und Schulausflüge sind bis Ende 2020 untersagt. Neubuchungen bleiben aus, während die Kundengelder zurückgezahlt werden müssen und die stillgelegten Fahrzeuge weiterhin Kosten verursachen und zudem jeden Tag an Wert verlieren“, heißt es seitens des LBO.

Die weggebrochenen Einnahmen seien unwiederbringlich verloren. Die bisher aufgelegten Soforthilfen und sonstigen Hilfsmaßnahmen, wie Kurzarbeitergeld und Kredite reichen laut LBO bei weitem nicht aus, die Reisebusunternehmen aus der Krise zu führen.

Bustourisitik fordert finanzielle Hilfen und Exitplan 

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„Wir fordern einen Rettungsschirm für die Bustouristik, wie den Ausgleich von Vorhaltekosten, um einen betriebswirtschaftlichen Totalschaden zu vermeiden. Reisebusse sind das modernste und umweltfreundlichste motorisierte Verkehrsmittel. Hier wurde die letzten Jahre, auch durch die politischen Vorgaben, extrem in die Zukunft investiert. Ein Exitfahrplan ist existentiell notwendig!“, betont Katja Fleiner. Die deutsche Bustouristik sei auf einen Neustart unter verantwortungsvollen Bedingungen vorbereitet. Ein entsprechendes Hygienekonzept sei bereits erstellt und der Politik vorgelegt worden.

„Es ist fünf vor zwölf für die Reisebranche. Jeden Tag kommen Familienbetriebe einer unverschuldeten Insolvenz näher. Die Wirtschaftsministerien auf Landes- und Bundesebene müssen jetzt handeln, um die mittelständisch geprägte Bustouristik zu retten“, mahnt LBO-Geschäftsführer Stephan Rabl.

Wirtschaftsminister Aiwanger reagiert auf Demonstration

Die Aktion scheint auch Wirkung gezeigt zu haben. Bayern Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger verkündete nach der Demonstration bei einer Pressekonferenz, dass auch der Busbranche eine Perspektive gegeben werden soll: Ab dem 30. Mai dürfen sie wieder fahren.

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