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von Sandra Hinzmann, Online-Redaktion
Vor kurzem musste die Sahl Computer AG Insolvenzantrag stellen. Dabei lief das 1989 gegründete Unternehmen bis vor einiger Zeit noch ganz gut: 2005 konnte Sahl Computer das Münchener Systemhaus Brünings + Sander übernehmen. Doch in den letzten Jahren wurde die Situation immer schwieriger. Zahlungsausfälle von Großkunden belasteten den IT-Dienstleister. Im Jahr 2008 traf die Insolvenz des Flugzeugbauers Grob Aerospace die Sahl Computer AG schwer. Auch die Pleite des Augsburger Druckmaschinenherstellers MAN Roland konnte Sahl nicht so leicht wegstecken.
Mitarbeiter gründeten Konkurrenz-Unternehmen
Laut WEKA FACHMEDIEN erhebt Alfred Stahl aber auch schwere Vorwürfe gegen ehemalige Mitarbeiter. Im Jahr 2009 hatten ehemalige Vorstände der Sahl Computer AG das Unternehmen verlassen und ein eigenes Systemhaus gegründet – die Netz 16 GmbH. Die Vorstände hätten während ihrer Tätigkeit bei Stahl parallel an der Firmengründung gearbeitet und Kunden abgeworben, kritisiert Sahl. Nach der Trennung habe man sich auf dem Markt einen rabiaten Preiskampf geliefert. Vor allem bei öffentlichen Ausschreibungen habe die Sahl Computer AG wegen der ruinösen Preise der Konkurrenz in letzter Zeit immer wieder den Kürzeren gezogen.
Teilverkauf an Gersthofer Quentia GmbH
Im Sommer hatte die Sahl Computer AG noch versucht, das Unternehmen neu auszurichten. So wurden zum Beispiel die Kopierer- und Drucksparte zum 1. Juli 2014 an die Quentia GmbH verkauft. Sahl wollte mit dieser Maßnahme das Kerngeschäft neu ausrichten. Vor allem die Sparte „professionelle Systemhausdienstleistungen“ sollte in den kommenden Jahren weiter ausgebaut werden. „Der Copy- und Printbereich erfordert im professionellen Umfeld erhebliche Investitionen – sowohl in Hard- und Software, als auch im Serviceumfeld. Wir haben entschieden, unsere Investitionen im Bereich der professionellen Systemhauslösungen zu konzentrieren und unsere Druck- und Kopiersparte in professionelle Hände zu übergeben“, begründet Alfred Sahl den Verkauf damals.