IHK Regionalversammlung

Interview: So bewertet Peter Saalfrank die IHK Wahl 2018

Der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer, Peter Saalfrank. Foto: IHK Schwaben
Die neuen Mitglieder der elf Regionalversammlungen der Industrie- und Handelskammer Schwaben stehen fest. Welche Bedeutung diese haben und wieso das Wahlverhalten in den einzelnen Branchen unterschiedlich ist, hat IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Saalfrank unserer Redaktion erklärt.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Die Unternehmer in Bayerisch-Schwaben haben vor Kurzem die neuen Vertreter für die elf Regionalversammlungen gewählt. Gibt es Veränderungen in den Gremien?

Peter Saalfrank: Mehr als die Hälfte der 556 Kandidaten stellten sich zum ersten Mal zur Wahl. Die Wähler haben das sehr begrüßt und in den neuen Regionalversammlungen werden die erstmals Gewählten 45 Prozent der Sitze einnehmen. Eine weitere Veränderung ist, dass auch mehr Unternehmerinnen ins Ehrenamt gewählt wurden. Sie machen zukünftig rund ein Viertel der Regionalversammlungs-Mitglieder aus. Über diese Veränderungen freuen wir uns sehr. Wir sind sicher, dass sich die neuen Mitglieder engagiert einbringen und wertvolle Anstöße für die zukünftige Ausrichtung der IHK geben werden.

Mit elf Regionalversammlungen hat die IHK Schwaben eine Alleinstellung. Welche Bedeutung haben diese Gremien für die Arbeit der IHK?

Die Regionalisierung ist ein wichtiges Standbein unserer Arbeit. Die Regionalversammlung ist jeweils die Stimme der IHK vor Ort. Diese Gremien beschäftigen sich mit den regional wichtigen Fragen im jeweiligen Landkreis oder in der jeweiligen kreisfreien Stadt. Sie sind die Ansprechpartner für Politik und Verwaltung der Region. Sie sind aber auch dazu da, dezentral und vor Ort wichtige Dienstleistungen zu erbringen, so zum Beispiel im Bereich Zollwesen oder der Aus- und Weiterbildung.

Wie ist die Rollenverteilung zwischen der IHK Schwaben und den Regionalversammlungen?

Die IHK ist sozusagen die Dachorganisation und koordiniert die Regionalversammlungen, sie bringt die Themen in die Region. Aus den Regionalversammlungen selbst gehen regionale und dezentrale Initiativen hervor, ganz im Sinne der Selbstverwaltung der Wirtschaft.

Das regionale Ehrenamt ist also sozusagen die regionale Stimme der Wirtschaft?

Die regionale Stimme der Wirtschaft sind die Unternehmer, die die gemeinsam erarbeiteten Positionen der Regionalversammlungen, aber auch der Vollversammlung, in der Öffentlichkeit vertreten. Das sind in der Regel die jeweiligen Vizepräsidenten und Regionalvorsitzenden. Die Stimme der IHK Schwaben insgesamt sind das Präsidium mit dem Präsidenten an der Spitze.

Die Zahl der Unternehmer, die ihre Stimme abgegeben haben, ist gestiegen. Worauf führen Sie das zurück?

Die Ursache hierfür sind das gute Wirtschaftswachstum in unserer Region und die größere Zahl von Unternehmen die wahlberechtigt sind im Vergleich zur letzten IHK-Wahl im Jahr 2013.

Das Wahlverhalten in den einzelnen Branchen ist unterschiedlich. Wie lässt sich das erklären?

Die traditionell starken Wahlbeteiligungen haben wir bei Produktion, Logistik und IT. Ebenso in der Finanzwirtschaft von Banken über Versicherungen bis hin zu Vermögensberatern. Insgesamt beobachten wir, dass diejenigen Branchen verstärkt wählen, die unsere Angebote nutzen. Das sind beispielsweise unsere Leistungen in der Digitalisierung, die Begleitung auf internationalen Märkten oder auch das große Feld der Aus- und Weiterbildung.

Sie haben in vielfältiger Weise für die Wahl geworben. Hat Ihre Kampagne Wirkung gezeigt?

Wir haben uns in der Tat entschlossen, eine breite IHK-Kampagne zu fahren. Drei Gründe haben uns dazu bewegt. Zum einen wollten wir das immer breitere inhaltliche Spektrum der IHK aufzeigen. Zum anderen feiert die IHK Schwaben in diesem Jahr auch ihr 175-jähriges Jubiläum, auf das wir aufmerksam machen wollten. Und zudem wollten wir der Wahl das angemessene Gewicht verleihen und sie aus der Vielzahl der Informationen, die uns täglich überfluten, herausragen lassen. Wir denken, dass wir mit unseren Aktivitäten diese Ziele insgesamt erreicht haben.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Die Unternehmer in Bayerisch-Schwaben haben vor Kurzem die neuen Vertreter für die elf Regionalversammlungen gewählt. Gibt es Veränderungen in den Gremien?

Peter Saalfrank: Mehr als die Hälfte der 556 Kandidaten stellten sich zum ersten Mal zur Wahl. Die Wähler haben das sehr begrüßt und in den neuen Regionalversammlungen werden die erstmals Gewählten 45 Prozent der Sitze einnehmen. Eine weitere Veränderung ist, dass auch mehr Unternehmerinnen ins Ehrenamt gewählt wurden. Sie machen zukünftig rund ein Viertel der Regionalversammlungs-Mitglieder aus. Über diese Veränderungen freuen wir uns sehr. Wir sind sicher, dass sich die neuen Mitglieder engagiert einbringen und wertvolle Anstöße für die zukünftige Ausrichtung der IHK geben werden.

Mit elf Regionalversammlungen hat die IHK Schwaben eine Alleinstellung. Welche Bedeutung haben diese Gremien für die Arbeit der IHK?

Die Regionalisierung ist ein wichtiges Standbein unserer Arbeit. Die Regionalversammlung ist jeweils die Stimme der IHK vor Ort. Diese Gremien beschäftigen sich mit den regional wichtigen Fragen im jeweiligen Landkreis oder in der jeweiligen kreisfreien Stadt. Sie sind die Ansprechpartner für Politik und Verwaltung der Region. Sie sind aber auch dazu da, dezentral und vor Ort wichtige Dienstleistungen zu erbringen, so zum Beispiel im Bereich Zollwesen oder der Aus- und Weiterbildung.

Wie ist die Rollenverteilung zwischen der IHK Schwaben und den Regionalversammlungen?

Die IHK ist sozusagen die Dachorganisation und koordiniert die Regionalversammlungen, sie bringt die Themen in die Region. Aus den Regionalversammlungen selbst gehen regionale und dezentrale Initiativen hervor, ganz im Sinne der Selbstverwaltung der Wirtschaft.

Das regionale Ehrenamt ist also sozusagen die regionale Stimme der Wirtschaft?

Die regionale Stimme der Wirtschaft sind die Unternehmer, die die gemeinsam erarbeiteten Positionen der Regionalversammlungen, aber auch der Vollversammlung, in der Öffentlichkeit vertreten. Das sind in der Regel die jeweiligen Vizepräsidenten und Regionalvorsitzenden. Die Stimme der IHK Schwaben insgesamt sind das Präsidium mit dem Präsidenten an der Spitze.

Die Zahl der Unternehmer, die ihre Stimme abgegeben haben, ist gestiegen. Worauf führen Sie das zurück?

Die Ursache hierfür sind das gute Wirtschaftswachstum in unserer Region und die größere Zahl von Unternehmen die wahlberechtigt sind im Vergleich zur letzten IHK-Wahl im Jahr 2013.

Das Wahlverhalten in den einzelnen Branchen ist unterschiedlich. Wie lässt sich das erklären?

Die traditionell starken Wahlbeteiligungen haben wir bei Produktion, Logistik und IT. Ebenso in der Finanzwirtschaft von Banken über Versicherungen bis hin zu Vermögensberatern. Insgesamt beobachten wir, dass diejenigen Branchen verstärkt wählen, die unsere Angebote nutzen. Das sind beispielsweise unsere Leistungen in der Digitalisierung, die Begleitung auf internationalen Märkten oder auch das große Feld der Aus- und Weiterbildung.

Sie haben in vielfältiger Weise für die Wahl geworben. Hat Ihre Kampagne Wirkung gezeigt?

Wir haben uns in der Tat entschlossen, eine breite IHK-Kampagne zu fahren. Drei Gründe haben uns dazu bewegt. Zum einen wollten wir das immer breitere inhaltliche Spektrum der IHK aufzeigen. Zum anderen feiert die IHK Schwaben in diesem Jahr auch ihr 175-jähriges Jubiläum, auf das wir aufmerksam machen wollten. Und zudem wollten wir der Wahl das angemessene Gewicht verleihen und sie aus der Vielzahl der Informationen, die uns täglich überfluten, herausragen lassen. Wir denken, dass wir mit unseren Aktivitäten diese Ziele insgesamt erreicht haben.

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