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HWK Schwaben: 7 Prozent mehr Ausbildungsverträge als letztes Jahr
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Ausbildung im Handwerk

HWK Schwaben: 7 Prozent mehr Ausbildungsverträge als letztes Jahr

 Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben. Foto: HWK Schwaben

Insgesamt 3.189 junge Menschen treten zum neuen Ausbildungsjahr eine Berufsausbildung im schwäbischen Handwerk an. Das bedeutet knapp sieben Prozent oder rund 200 Verträge mehr als im vergangenen Jahr. Dennoch sind weiterhin zahlreiche Ausbildungsstellen unbesetzt.

Ulrich Wagner, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer für Schwaben (HWK), ist mit dem Plus abgeschlossener Verträge zufrieden: „Jugendliche haben heute eine Fülle von Chancen und überlegen daher recht lange, welchen Beruf sie ergreifen möchten. Mittlerweile sind die Entscheidungen, sowohl bei den Jugendlichen als auch bei den Betrieben, gefallen und die Verträge werden bei der Handwerkskammer eingereicht. Ein weiterer Trend ist erfreulich. Viele Betriebe steigen nach einer Pause wieder in die Ausbildung ein und ebenso steigt die Zahl der Erstausbilder, speziell bei kleineren Unternehmen.“

HWK Schwaben meldet immer noch 929 freie Ausbildungsplätze

Nach wie vor steht das Thema Fachkräftesicherung im Fokus der Firmen. Der Nachwuchs wird immer stärker im eigenen Haus qualifiziert und für verantwortungsvolle Aufgaben vorbereitet. Es gibt jedoch berufsbezogene Unterschiede. Während die Bau- und Lebensmittelbranche intensiver sucht, ist der Bedarf im Elektrohandwerk eher gedeckt. Insgesamt werden in der Lehrstellenbörse der HWK Schwaben aktuell noch 929 Stellen querbeet vom Anlagenmechaniker bis zum Zahntechniker für einen Start in 2017 angeboten.

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„In vielen Berufen, unter anderem Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik, Metallbauer, Schreiner, Maler- und Lackierer oder Augenoptiker gibt es noch Ausbildungsstellen in ganz Schwaben“, weiß Wagner und rät jungen Menschen, sich über die noch freien Stellen zu informieren. Viele Lehrstellen sind noch in den Nahrungsmittelhandwerken sowie den Bau- und Ausbauberufen vorhanden, aber auch Feinwerkmechaniker sowie Friseure haben noch alle Chancen.

„Die Qualität in der Ausbildung spricht sich unter Jugendlichen schnell herum“

Unternehmen mit gutem Ruf und einem regionalen Netzwerk, beispielsweise zu Schulen oder Vereinen kommen bei Jugendlichen gut an. „Die Qualität in der Ausbildung spricht sich unter Jugendlichen schnell herum – und wer gut ausbildet, wer sich um seine Nachwuchskräfte bemüht, hat dann beste Aussichten, Azubis zu bekommen und diese später auch im Betrieb zu halten“, bekräftigt Wagner. Hinzu kommt, dass junge Menschen spüren wollen, dass ihr Einsatz für den Betrieb wichtig ist und wertschätzend mit ihnen umgegangen wird. Wagner rät den Unternehmen, guten Azubis rechtzeitig die Übernahme zu signalisieren und sie nicht unnötig hinzuhalten. „Ausbildungsbetriebe, die ihre Nachwuchskräfte auch weiter beschäftigen möchten, müssen flexibel und kreativ sein und sich als Unternehmen empfehlen.“

Immer mehr junge Menschen entscheiden sich für eine Ausbildung

Trotz der guten Zukunftsperspektiven einer Ausbildung im Handwerk ziehen viele Eltern für ihre Kinder nach wie vor einen akademischen Beruf vor. Doch langsam wandelt sich das Bewusstsein. Dies bestätigt auch das Plus an Abiturienten, die eine Ausbildung beginnen. Je nach Talent und Leidenschaft passt für den einen die Expertenlaufbahn, ein anderer interessiert sich für eine Leitungsposition und ein dritter wird gerne Unternehmer. Die Kampagne „Elternstolz“ soll genau diese Vielfalt betonen und zeigt verschiedene Berufswege auf.

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