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Handwerkskammer Schwaben
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Handwerkskammer Schwaben

Handwerkskammer Schwaben

Mit einem Programm namens „Quali-ADAPT“ geht die Handwerkskammer Schwaben gegen den Mangel an Fachkräften vor. So sollen Arbeitskräfte mit ausländischen Abschlüssen integriert werden.

Der Familienvater Khaled Abo Al Zalf hat zwei Kinder, ist 41 Jahre alt und war bis vor kurzem arbeitslos. Die Familie lebte von Arbeitslosengeld II. Für Abo Al Zalf war es nahezu unmöglich eine vernünftige Arbeit zu finden. Er musste sich teils mit Leiharbeit und mit Helferjobs durchschlagen. Dabei ist der Mann fleißig, fähig und qualifiziert. Wie bei vielen anderen Menschen mit Migrations-Hintergrund wurde sein Abschluss als Elektroniker in Deutschland aber nicht anerkannt.

Bildung, Abschluss, feste Stelle

Abo Al Zalf hat die Chance genutzt, die ihm die Handwerkskammer für Schwaben bot, und am Projekt Quali-ADAPT teilgenommen. Er hat in den vergangenen 10 Monaten jeden Tag insgesamt zweieinhalb Stunden Fahrzeit auf sich genommen, um einen anerkannten Abschluss zu bekommen. Und jetzt – nach 1.800 Stunden Weiterbildung – auch mit Erfolg bestanden. Mit Stolz hat Khaled Abo Al Zalf seinen Gesellenbrief entgegen genommen. Ab Herbst hat er eine feste Stelle bei seinem bisherigen Praktikums-Geber, der Elektro Wirth B & M GmbH in Hengersberg bei Deggendorf.

Handwerkskammer: „Zeigen, dass sie handelt“

„Es wird viel über Fachkräfte-Mangel gesprochen und referiert. Wichtig ist es aber, dass auch etwas passiert. Mit Quali-ADAPT zeigt die Handwerkskammer für Schwaben, dass sie handelt. Es ist ein gutes und erfolgreiches Beispiel im Kampf gegen den Fachkräfte-Mangel. Das Programm hilft Menschen und Unternehmen“, freut sich Jürgen Schmid, der Präsident der HWK Schwaben.

Tandem-Weiterbildung

Die Handwerkskammer arbeitete mit der Agentur für Arbeit, den Jobcentern und diversen Netzwerken und Vereinen zusammen. So wurden geeignete Teilnehmer ab 25 Jahren für Quali-ADAPT ausgewählt. Die Firmen, die die Praktikums-Plätze zur Verfügung stellten, wurden von der HWK Schwaben geworben. Im Mittelpunkt stand dabei eine passgenaue Vermittlung des jeweiligen Teilnehmers zum richtigen Unternehmen. Vor der endgültigen Teilnahme an der Weiterbildung mussten die Interessenten noch einen Eignungstest bestehen.

Praxis im Unternehmen, Theorie und Deutsch auf der Schulbank

Bei Quali-ADAPT wird auf das bewährte duale System zurückgegriffen. In einer Tandem-Weiterbildung erhalten die Teilnehmer Praxis-Erfahrung in einem Unternehmen. Zusätzlich werden sie in der Theorie unterrichtet. Dabei geht es zum einen um das Fachwissen für die jeweiligen Berufe und zum anderen auch um eine Verbesserung der Deutsch-Kenntnisse.

19 neue Fachkräfte

Das Projekt basiert auf einer Kooperation zwischen vier bayerischen Handwerkskammern. Jede der Kammern hat sich dabei auf verschiedene Gewerke spezialisiert. Die HWK Schwaben konzentriert sich auf die Berufe Fachverkäufer im Lebensmittel-Handwerk, Elektroniker und Metallbauer. 19 Menschen wurde so zu einem anerkannten Abschluss verholfen. Ein Großteil dieser Fachkräfte wird bereits jetzt oder spätestens im Herbst/Winter 2011/12 auf eine feste Stelle übernommen.

BA und ESF unterstützen Quali-ADAPT

„Quali-ADAPT hat vielen Menschen mit Migrations-Hintergrund eine Chance gegeben. Sie konnten entsprechend ihren Fähigkeiten eine anerkannte Qualifikation für den Arbeitsmarkt zu bekommen“, so Markus Bottlang. Er leitet den Geschäftsbereich Bildung bei der HWK Schwaben. Finanziert wird die Weiterbildung Quali-ADAPT von der Agentur für Arbeit. Auch der Europäische Sozialfonds (ESF) schießt Mittel zu. Von den Geldern werden auch Fahrtkosten und Kosten für Kinder-Betreuung übernommen.

Fortsetzung gefordert

Nach der erfolgreichen Premiere von Quali-ADAPT fordert Handwerkskammer-Präsident Jürgen Schmid eine Fortführung des Projekts: „Wir sorgen mit Quali-ADAPT nicht nur für so dringend benötigte Fachkräfte und bringen Menschen in Arbeit. Wir leisten mit dem Projekt auch einen Beitrag zur Integration von Menschen mit Migrations-Hintergrund in Schwaben und Bayern. Wenn die Fachkräfte bei uns ums Eck wohnen und nur auf Arbeit warten, sollten wir sie nicht mit einer absurden Zuwanderungs-Debatte enttäuschen.  Deswegen muss Quali-ADAPT weiter unterstützt werden und es müssen die finanziellen Mittel dafür fließen.“

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