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Größtes psychiatrisches Zentrum Schwabens steht in Augsburg
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Zum fünften Mal erweitert

Größtes psychiatrisches Zentrum Schwabens steht in Augsburg

Architekt Martin Feldengut und Vorsitzender Thomas Düll. Foto: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Das Bezirkskrankenhaus (BKH) Augsburg konnte am 9. Oktober die nächste bauliche Erweiterung einweihen. Insgesamt  66 neue Betten auf drei Stationen ergänzen nun die Klinik. Rund 14 Millionen Euro kostete das Projekt, das zum Großteil durch Zuschüsse vom Freistaat finanziert wurde.

„Der Freistaat fördert den Bau des neuen Pflege- und Therapiegebäudes, in dem unter anderem drei moderne Stationen untergebracht sein werden, mit 13,29 Millionen Euro. Durch die Erweiterung der Klinik um 66 zusätzliche Beten in den Fachbereichen Psychiatrie und Psychosomatische Medizin wird die stationäre Versorgung psychisch kranker Menschen in Augsburg und Schwaben deutlich verbessert“, erklärte Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Humel. „Durch seine bauliche Erweiterung wird es das größte psychiatrische Versorgungszentrum in Schwaben.“

Baumaßnahme wird günstiger

„Sie werden sehen, dass wir das Geld, das wir vom Freistaat Bayern erhalten haben, sinnvoll eingesetzt haben“, versicherte ihr Prof. Dr. med. Max Schmauß, Ärztlicher Direktor des BKH Augsburg. Das Bezirkskrankenhaus besteht seit 28 Jahren und wurde seither fünfmal erweitert. Das aktuelle Projekt unterschritt zudem den anvisierten Kostenrahmen. Mit dem neusten Ausbau stehen nun 326 Betten für eine stationäre und 32 Betten für eine ambulante Betreuung zur Verfügung. Damit konnten die Kapazitäten am Standort deutlich verbessert bessert werden.

„Der Bedarf ist da“

„Die Erweiterung ist nötig geworden, weil wir im Durchschnitt eine Belegung von 108 Prozent im BKH Augsburg hatten“, berichtete Huml. „Der Bedarf ist da“, bekräftigte die Ministerin. „Mit dem Neubau haben wir die Möglichkeit, neue Aufgaben wahrzunehmen“, erklärte dazu Bezirkstagspräsident Jürgen Reichert. 2.700 Quadratmeter zusätzliche Fläche stehen dem BKH zur Verfügung. In den neuen Räumlichkeiten werden unter anderem Kunsttherapie, Musiktherapie und Ergotherapie für verschiedene Gruppen angeboten.

Das Bezirkskrankenhaus Augsburg konnte am 9. Oktober die nächste bauliche Erweiterung einweihen. 66 neue Betten auf drei Stationen entstanden mit Hilfe des Freistaates Bayern. Das 14 Millionen Euro teure Projekt wurde zum Großteil durch Zuschüsse finanziert.

Fotos: Iris Zeilnhofer/B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN

Immer mehr psychische Erkrankungen

„Das BKH ist eine starke Säule der medizinischen Rundumversorgung für Stadt und Land Augsburg“, so Augsburgs Zweite Bürgermeisterin Eva Weber. Sie appellierte in ihrer Ansprache weiter an Unternehmen, Maßnahmen zum Schutz vor psychischer Belastung im Arbeitsalltag auszubauen und zu erweitern. Die steigende Zahl an psychischen Erkrankungen sei nicht von der Hand zu weisen. Allein ambulant werden im BKH Augsburg jährlich rund 9.000 Fälle behandelt.

Nächste Baumaßnahme schon in Planung

Das Bezirkskrankenhaus plant daher, auch das Ambulante Zentrum zu erweitern. Es gebe „keinen Stillstand hier am Standort Augsburg“, wie Verwaltungsratsvorsitzender Thomas Düll sagte. Dazu wurde auf dem Gelände ein Gebäude angekauft, das nun generalsaniert wird. Rund 1.400 Quadratmeter stehen hier bald zusätzlich zur Verfügung. Der Ausbau erfolgt jedoch gänzlich ohne Zuschüsse.

Seit 1990 flossen mehr als 1,2 Milliarden Euro, gefördert von Freistaat und Kommunen, in den Ausbau und die Modernisierung der psychiatrischen Infrastruktur. Das BKH allein erhielt in diesem Zeitraum etwa 67 Millionen Euro, 55 Millionen davon für bauliche Maßnahmen.

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