Interview

Eiko Trausch zum Medienpreis: „Mut, Haltung und Perspektive“

Am 24. Juli 2020 wird der Augsburger Medienpreis im Kongress am Park vergeben. Im Vorfeld der sechsten Auflage der Veranstaltung war Eiko Trausch, Vorstand des Augsburger Medienforums, bei uns in der Redaktion zu Gast. Dabei hat er uns unter anderem verraten, wie der Medienpreis die Stadt Augsburg unterstützen kann.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Trausch, Sie sind eines der Gründungsmitglieder des Medienforums Augsburg und damit haben Sie die Geburtsstunde des Medienpreises miterlebt. Wie entstand die Idee dazu?

Eiko Trausch: Die Idee zum Medienpreis entstand 2009. Wir haben in Augsburg tolle Medienmacher, die die Stadt nach außen tragen. Deswegen lautete das erste Motto: Bringe Augsburg in die Welt und Bring die Welt nach Augsburg. Das war die Message, die auch heute noch immer als Slogan über dem Medienpreis steht. Hierdurch wollten wir Medienmacher auffordern, neue Ideen zu entwickeln, um die Stadt Augsburg voranzutreiben. Damals wie heute wird der Medienpreis ehrenamtlich von einem tollen Team rund um Gerhard Ruff, Susanne Schubert, Harry Winderl, Andreas Renner, Günther Krafzik und 40 weiteren Team-Mitgliedern gestemmt.

Mut, Haltung und Perspektive ist das Motto des diesjährigen Medienpreises. Was steht dabei im Fokus?

Mut, Haltung und Perspektive ist dieses Jahr ein sehr anspruchsvolles Thema. Es geht dabei aber nicht um den einzelnen Menschen oder Macher, der hier beurteilt werden soll. Im Fokus steht die Arbeit, die eingereicht wird. Wenn eine Nominierung nicht in eine der Kategorien passen sollte, gibt es dieses Jahr auch Sonderpreise über alle Kategorien hinweg. Es wird nicht nur Gewinner in den einzelnen Kategorien geben, sondern es kann sehr gut sein, dass wir Einreichungen bekommen, die in den drei Kategorien vorbildhafte Wirkung entfalten, aber nicht eindeutig zuzuordnen sind.

Die Jury kommt dieses Jahr nicht aus Augsburg. Woran liegt das?

Die Jury wurde dieses Jahr bewusst aus allen möglichen Medienbranchen zusammengestellt. Außer einem Wahlaugsburger, haben wir darauf geachtet, dass alle Jurymitglieder nicht in Augsburger Ihren Lebensmittelpunkt haben. Das liegt daran, dass wir die Wertigkeit der Jury und damit des Preises erhöhen wollen, indem sehr renommierte und überregional bekannt Persönlichkeiten ausgewählt wurden. Außerdem sollen die Juroren von außen und möglichst unvoreingenommen einen neutralen Blick auf die Wettbewerbsteilnehmer des Augsburg Medienpreises haben.

Unsere kompetente Jury soll uns auch neue Erkenntnisse generieren und wir wollen die Teilnehmer dieser neuen Herausforderungen aussetzen. Aber die Vorjury hat aktuell ein gutes Gefühl und schon viele gute Projekte einsehen können, die preiswürdig sein sollten und auf die wir als Augsburger nicht schämen müssen. Im Gegenteil: So können wir Augsburg der Welt präsentieren und die Stadt nach vorne bringen. Durch dieses positive Denken wollen wir außerdem das Selbstbewusstsein in Augsburg stärken und zeigen, dass wir ein guter Medienstandort sind und hier alle nötigen medialen Chancen haben. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl spricht immer von dem guten Spirit und wir finden auch, dass Augsburg eine Stadt der Chancen ist.

Sie haben die Nominierten erwähnt. Können Sie bereits etwas über die Projekte verraten? 

Wir haben aktuell über sechzig Einreichungen. Damit sind wir schon sehr  zufrieden, aber das ist noch lange nicht das Ende. Die meisten Medienmacher kommen traditionell am letzten Tag. Die Deadline ist der 8. März – bis dahin erhoffen wir uns noch einige Einreichungen über das Online Formular auf unserer Webseite. Es sind definitiv schon einige spannende Projekte dabei, aber mehr möchte ich eigentlich noch nicht verraten. Wir haben schon zwei der Nominierten im Internet publiziert, damit wollen wir dem Publikum die Bandbreite zeigen. Das machen wir hauptsächlich, um zu polarisieren und weitere Medienmacher anzutreiben, sich auch zu bewerben.

Welcher der vergangenen Preisträger ist Ihnen besonders im Kopf geblieben?

Besonders gefreut habe ich mich mit Dominik Scherer, der 2018 in der Kategorie Ton gewonnen hat. Er hat sich so sehr über den Gewinn gefreut, dass er bei der Verkündung gefühlt zwei Meter in die Höhe gehüpft ist. Dadurch, dass die Gewinner bis zur letzten Minute nichts von ihrem Glück wissen, ist die Begeisterung bei der Verkündung umso schöner anzusehen. Ein weiterer schöner Moment war, als Daniel Biskup bei seinem Gewinn seine Enkel auf die Bühne geholt hat. Das war ein Gänsehaut-Moment, der mir  im Gedächtnis geblieben ist.

Und was ist Ihre schönste Erinnerung an den Medienpreis der letzten Jahre?

Ich würde keinen bestimmten Moment als besonders schön bezeichnen. Für mich ist es das größte Kompliment, wenn am Ende der Veranstaltung das Team und die Gewinner gemeinsam auf der Bühne stehen. Dann weiß ich, dass es wieder funktioniert hat. Das würde ich als den schönsten Moment bezeichnen.

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B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Herr Trausch, Sie sind eines der Gründungsmitglieder des Medienforums Augsburg und damit haben Sie die Geburtsstunde des Medienpreises miterlebt. Wie entstand die Idee dazu?

Eiko Trausch: Die Idee zum Medienpreis entstand 2009. Wir haben in Augsburg tolle Medienmacher, die die Stadt nach außen tragen. Deswegen lautete das erste Motto: Bringe Augsburg in die Welt und Bring die Welt nach Augsburg. Das war die Message, die auch heute noch immer als Slogan über dem Medienpreis steht. Hierdurch wollten wir Medienmacher auffordern, neue Ideen zu entwickeln, um die Stadt Augsburg voranzutreiben. Damals wie heute wird der Medienpreis ehrenamtlich von einem tollen Team rund um Gerhard Ruff, Susanne Schubert, Harry Winderl, Andreas Renner, Günther Krafzik und 40 weiteren Team-Mitgliedern gestemmt.

Mut, Haltung und Perspektive ist das Motto des diesjährigen Medienpreises. Was steht dabei im Fokus?

Mut, Haltung und Perspektive ist dieses Jahr ein sehr anspruchsvolles Thema. Es geht dabei aber nicht um den einzelnen Menschen oder Macher, der hier beurteilt werden soll. Im Fokus steht die Arbeit, die eingereicht wird. Wenn eine Nominierung nicht in eine der Kategorien passen sollte, gibt es dieses Jahr auch Sonderpreise über alle Kategorien hinweg. Es wird nicht nur Gewinner in den einzelnen Kategorien geben, sondern es kann sehr gut sein, dass wir Einreichungen bekommen, die in den drei Kategorien vorbildhafte Wirkung entfalten, aber nicht eindeutig zuzuordnen sind.

Die Jury kommt dieses Jahr nicht aus Augsburg. Woran liegt das?

Die Jury wurde dieses Jahr bewusst aus allen möglichen Medienbranchen zusammengestellt. Außer einem Wahlaugsburger, haben wir darauf geachtet, dass alle Jurymitglieder nicht in Augsburger Ihren Lebensmittelpunkt haben. Das liegt daran, dass wir die Wertigkeit der Jury und damit des Preises erhöhen wollen, indem sehr renommierte und überregional bekannt Persönlichkeiten ausgewählt wurden. Außerdem sollen die Juroren von außen und möglichst unvoreingenommen einen neutralen Blick auf die Wettbewerbsteilnehmer des Augsburg Medienpreises haben.

Unsere kompetente Jury soll uns auch neue Erkenntnisse generieren und wir wollen die Teilnehmer dieser neuen Herausforderungen aussetzen. Aber die Vorjury hat aktuell ein gutes Gefühl und schon viele gute Projekte einsehen können, die preiswürdig sein sollten und auf die wir als Augsburger nicht schämen müssen. Im Gegenteil: So können wir Augsburg der Welt präsentieren und die Stadt nach vorne bringen. Durch dieses positive Denken wollen wir außerdem das Selbstbewusstsein in Augsburg stärken und zeigen, dass wir ein guter Medienstandort sind und hier alle nötigen medialen Chancen haben. Oberbürgermeister Dr. Kurt Gribl spricht immer von dem guten Spirit und wir finden auch, dass Augsburg eine Stadt der Chancen ist.

Sie haben die Nominierten erwähnt. Können Sie bereits etwas über die Projekte verraten? 

Wir haben aktuell über sechzig Einreichungen. Damit sind wir schon sehr  zufrieden, aber das ist noch lange nicht das Ende. Die meisten Medienmacher kommen traditionell am letzten Tag. Die Deadline ist der 8. März – bis dahin erhoffen wir uns noch einige Einreichungen über das Online Formular auf unserer Webseite. Es sind definitiv schon einige spannende Projekte dabei, aber mehr möchte ich eigentlich noch nicht verraten. Wir haben schon zwei der Nominierten im Internet publiziert, damit wollen wir dem Publikum die Bandbreite zeigen. Das machen wir hauptsächlich, um zu polarisieren und weitere Medienmacher anzutreiben, sich auch zu bewerben.

Welcher der vergangenen Preisträger ist Ihnen besonders im Kopf geblieben?

Besonders gefreut habe ich mich mit Dominik Scherer, der 2018 in der Kategorie Ton gewonnen hat. Er hat sich so sehr über den Gewinn gefreut, dass er bei der Verkündung gefühlt zwei Meter in die Höhe gehüpft ist. Dadurch, dass die Gewinner bis zur letzten Minute nichts von ihrem Glück wissen, ist die Begeisterung bei der Verkündung umso schöner anzusehen. Ein weiterer schöner Moment war, als Daniel Biskup bei seinem Gewinn seine Enkel auf die Bühne geholt hat. Das war ein Gänsehaut-Moment, der mir  im Gedächtnis geblieben ist.

Und was ist Ihre schönste Erinnerung an den Medienpreis der letzten Jahre?

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