B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
B4B Nachrichten  / 
Augsburg  / 
Die Löhne in den Augsburger Brauereien steigen
Anzeige

Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
Tarifverhandlungen

Die Löhne in den Augsburger Brauereien steigen

 Brauerin
Bierabsatz steigt – jetzt auch der Lohn in den Brauereien in Augsburg. Bild: NGG.

Wer in Augsburg in der Produktion und im Vertrieb von Bier arbeitet, bekommt mehr Geld. Rückwirkend zum März steigen die Tarif-Einkommen in Brauereien um insgesamt 4,1 Prozent. Über die wirtschaftliche Lage der Branche und was sich konkret im Tarifvertrag der Beschäftigten ändert.

Das teilt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) mit und ruft die Beschäftigten dazu auf, ihre aktuelle Lohnabrechnung zu prüfen, auf der das Plus erstmals auftauchen muss.



Beschäftige sollen ebenfalls von Aufschwung profitieren

„Von Augsburger Hasenbräu bis hin zum Standort der König Ludwig Brauerei in Thannhausen (Landkreis Günzburg) – wir haben in der Region überregional bekannte Marken, aber auch viele mittelständische und kleine Betriebe. Nach Rückgängen in der ersten Corona-Phase wird längst wieder unter Volllast gebraut“, sagt Tim Lubecki, Geschäftsführer der NGG-Region Schwaben. Mit der Lohnerhöhung erhielten die Beschäftigten einen fairen Anteil an den guten Geschäften ihrer Branche. Nach Angaben der Arbeitsagentur gibt es im Regierungsbezirk Schwaben aktuell 44 Brauereien mit rund 2.300 Beschäftigten.



Bier ist ein Kulturgut in Bayerisch- Schwaben

„Ob Helles, Weißbier oder eine der vielen Spezialsorten: Bier ist in Bayern nicht nur ein wichtiger Wirtschaftsfaktor, sondern auch ein Kulturgut. Die Brauer sind stolz auf das, was sie herstellen. Aber der Job am Braukessel ist körperlich anstrengend – gerade das 3-Schicht-System geht an die Gesundheit“, sagt Mustafa Öz, NGG-Landesvorsitzender und Verhandlungsführer. Umso wichtiger sei es, die Arbeit durch eine faire Bezahlung attraktiv zu halten. Das sei mit dem neuen Tarifvertrag gelungen.



Das ändert sich konkret im Tarifvertrag

Der Tarifabschluss für die mehr als 10.000 Beschäftigten in Bayerns Brauereien sieht vor, dass die Löhne rückwirkend zum März um 3,6 Prozent steigen. Zusammen mit der Erhöhung des jährlichen Urlaubsgelds von 414 auf jetzt 660 Euro beläuft sich das Plus auf 4,1 Prozent. Auch Auszubildende profitieren: Sie erhalten pro Ausbildungsjahr 70 Euro mehr im Monat. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit bis Ende Februar kommenden Jahres.



Verhinderung eines Streiks

In den Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern hatte Landesarbeitsrichter Harald Wanhöfer als Schlichter vermittelt. Durch die Einigung sei ein flächendeckender Streik „in letzter Minute“ verhindert worden, sagt Öz. Der Abschluss zeige, dass die Brauwirtschaft eine Zukunft habe und für Nachwuchs- und Fachkräfte attraktiv bleibe.



Brauereien zeigten sich krisenfest

Laut Statistischem Bundesamt sind Bayerns Brauereien bislang besser durch die Pandemie gekommen als die in anderen Bundesländern: Während der Bierabsatz im bundesweiten Schnitt im vergangenen Jahr um 2,2 Prozent sank, verzeichnete der Freistaat ein Plus von 2,1 Prozent. Die Gewerkschaft NGG sieht die Branche trotz aktuell steigender Rohstoffpreise im Zuge des Ukraine-Kriegs für die kommenden Monate gerüstet. „Stark besuchte Biergärten, die Rückkehr der Volksfeste, ein wachsendes Exportgeschäft – manche Brauereien verzeichnen schon jetzt höhere Absätze als vor der Pandemie. Hinzu kommen steigende Umsätze mit alkoholfreien Sorten, Biermischgetränken und Limonaden. Alles in allem eine gute Perspektive für die Brauer – und mit dem Tarifabschluss jetzt auch für die Beschäftigten“, unterstreicht Öz.

 

Artikel zum gleichen Thema