HolzbauPlus 2016 - Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen

Brunner besucht prämierten Holz-Neubau der euregon AG

Alexander Gumpp, Jürgen Schmid, Yalcin Saracoglu, Minister Brunner und Frank Lattke. Foto: StMELF
Die neue Firmenzentrale des Softwareentwciklers euregon konnte sich auf der Grünen Woche in Berlin als Gewinner des Wettbewerbs „HolzbauPlus 2016 - Bauen mit nachwachsenden Rohstoffen“ hervortun. Staatsminister Helmut Brunner besuchte nun das Unternehmen im preisgekrönten Gebäude und sprach über die noch offenen Potenziale des Holzbaus im Gewerbebereich.

„Beim ökologisch vorbildlichen Holzbau gab es in den letzten Jahren viele Neuentwicklungen mit großem Potential. Zum Beispiel Furnierschichtholz aus heimischer Buche, das in diesem Gebäude sogar die tragende Konstruktion bildet. Ich freue mich, dass ich heute mit Ihnen diesen preisgekrönten Holzbau, Ihre Firmenzentrale, besichtigen darf“, erklärte Helmut Brunner bei seinem Besuch. Die euregon AG setzte sich Ende Januar in Berlin mit ihrem Gebäude gegen rund 125 Architekturprojekte durch.

Brunner fordert mehr klimafreundliche Bauweise im Gewerbe-Sektor

Das Gebäude des Softwareentwicklers wurde in Holzskelettbauweise aus Furnierschichtholz aus Buche (Bau­Buche) errichtet. Es steht im Sheridan Park und verfügt über drei Geschosse mit flexiblen Nutzungsmöglichkeiten. Architekt Frank Lattke und Bauingenieur Alexander Gumpp waren für die Planung und den Bau des euregon-Gebäudes verantwortlich. Brunner hob das Projekt nicht zuletzt vor dem Hintergrund hervor, als dass vor allem im Gewerbebau noch viel ungenutztes Potenzial für wirksame Beiträge zum Klimaschutz stecke.

„Genau solche Leuchttürme brauchen wir“

Laut einer Statistik des Umweltbundesamts ist der Bausektor verantwortlich für mehr als 50 Prozent der gesamten Müllmenge, die jedes Jahr in Deutschland anfällt. Weiter wird noch knapp die Hälfte der gesamten Energie für den Betrieb von Gebäuden verbraucht. „Zukunftsfähiges Bauen und Wohnen mit Holz – Genau solche Leuchttürme brauchen wir“, betonte der Staatsminister daher. „Die Ökobilanz von Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft ist praktisch unschlagbar. Wir können es ohne schlechtes Gewissen verbauen, denn der Baustoff Holz steht uns quasi vor der Haustüre in großen Mengen zur Verfügung und wächst in nachhaltig bewirtschafteten Wäldern ständig nach.“

Immer mehr Holzbau

„Der Anteil des Holzbaus am Bauvolumen ist in den letzten 20 Jahren kontinuierlich gestiegen. Das benachbarte europäische Ausland ist uns hier immer noch eine Nasenlänge voraus, obwohl wir in den letzten Jahren aufgeholt haben. Handlungsbedarf sehe ich daher im Hinblick auf die Bayerische Bauordnung“, so Brunner weiter. Die dortigen Vorschriften im Bereich Brandschutz hinken laut ihm den aktuellen technischen Möglichkeiten und Forschungsergebnissen hinterher. Er dankte in diesem Zuge Yalcin Saracoglu, Aufsichtsratsvorsitzender der euregon AG, sich für die „BauBuche Architektur“ entschieden zu haben.

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