Auswirkungen der Corona-Krise

Bayerisch-schwäbische Wirtschaft braucht Perspektiven

In Österreich wird das Wirtschaftsleben ab 14. April langsam wieder angekurbelt. Was bedeutet es für die bayerisch-schwäbischen Unternehmen, wenn Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sich an diesem Fahrplan orientiert? Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, analysiert die Situation aus Sicht der Betriebe.

Österreich hat besonders früh mit strikten Maßnahmen auf das Corona-Virus reagiert. Ab 14. April werde das öffentliche Leben langsam wieder hochgefahren, verkündete Kanzler Sebastian Kurz am Montag. Kleine Geschäfte sowie Bau- und Gartenmärkte dürfen unter strengen Auflagen wieder öffnen. Ab 1. Mai sollen dann alle Geschäfte, Einkaufszentren und Friseure wieder öffnen. Der Betrieb von Hotels und Gastronomie soll ab Mitte Mai wieder starten.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sagte am Dienstag, er habe „Sympathie für das Wiener Modell“, man dürfe aber nicht zu früh lockern. Österreich sei dem Freistaat ungefähr drei Wochen voraus. Nach Ostern sollen weitere Perspektiven entwickelt werden. Wird Bayern eine ähnliche Route wie Österreich fahren? Und was würde das für den bayerisch-schwäbische Wirtschaft bedeuten?

Alle Branchen und alle Unternehmensgrößen betroffen

„Der Bayerische Ministerpräsident hat am Dienstag um Geduld geworben, verbunden mit dem Hinweis, dass es nach Ostern zur Entwicklung einer gemeinschaftlichen Perspektive kommen wird. Diese Perspektive ist notwendig, angesichts der tiefen wirtschaftlichen Auswirkungen, die die Corona-Krise bereits jetzt hinterlässt“, äußert sich Dr. Marc Lucassen, Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben auf Anfrage unserer Redaktion. „Das ist das bisherige Fazit vieler Wirtschaftsinstitute und auch das Ergebnis einer DIHK-Mitgliederumfrage und dem Feedback der Mitgliedsunternehmen, das uns tagtäglich erreicht –  quer über alle Branchen und Unternehmensgrößen hinweg“, so Lucassen weiter. Deutlich sei auch, dass es besonders betroffen Branchen gibt: den Tourismus, den Handel und die Logistik.

Finanzielle Brücke für die „Zeit danach“

Derzeit gehe es darum eine finanzielle Brücke in die „Zeit danach“ zu bauen. „Die hohen Antragszahlen nach Kurzarbeit oder Corona-Soforthilfe untermauern diesen Weg. Sie zeigen aber auch die hohe Betroffenheit in der Region. Beinahe täglich schärfen Bund und Land daher ihre Förderinstrumente nach, heute die Konditionen der Fördermittelkredite von LfA und KfW. Ein weiterer aus unserer Sicht wichtiger Schritt“, betont Lucassen.

„Natürlich hoffen wir darauf, dass die Beschränkungen in Absprache mit den medizinischen Experten bald gelockert werden können. Der österreichische Weg zeigt, dass der Re-Start aller Voraussicht nach sowohl inhaltlich als auch zeitlich in Schritte erfolgen wird“, ist sich Lucassen sicher.  

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„Natürlich hoffen wir darauf, dass die Beschränkungen in Absprache mit den medizinischen Experten bald gelockert werden können. Der österreichische Weg zeigt, dass der Re-Start aller Voraussicht nach sowohl inhaltlich als auch zeitlich in Schritte erfolgen wird“, ist sich Lucassen sicher.  

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