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Bahn-Terminal im GVZ Augsburg: Entscheidung fällt in diesem Jahr
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Zukunftsweisendes Bau-Projekt

Bahn-Terminal im GVZ Augsburg: Entscheidung fällt in diesem Jahr

 Das GVZ Region Augsburg aus der Vogelperspektive. Foto: Marcus Merk

Mit dem Umschlag-Bahnhof im Güterverkehrszentrum (GVZ) Region Augsburg soll ein seit Jahren viel diskutiertes Bau-Projekt endlich an den Start gehen. Besonders für die boomende Logistik-Branche könnte dies richtungsweisend sein.

Das Güterverkehrszentrum Augsburg gilt als Drehscheibe für die Region Schwaben und als Gateway für den alpenquerenden Verkehr. Zudem ist es der Zugang zum Korridor nach Süd/Ost-Europa und ein optimaler Hinterland-Standort für den Seehafen-Verkehr. Nun soll dieser logistische Hot-Spot ausgebaut werden – und dabei endlich den lang erwarteten Umschlag-Bahnhof erhalten.

Deutlich höhere Kapazitäten durch neuen Umschlag-Bahnhof

Derzeit findet der Umschlag für die im GVZ ansässigen Firmen im rund vier Kilometer entfernten Container-Terminal Augsburg-Oberhausen statt. Die Kapazität der Lade-Einheiten beträgt hier 24.000. Im GVZ Region Augsburg geplant ist ein Terminal für 80.000 Lade-Einheiten mit vier Umschlag-Gleisen, zwei Zugbildungs-Gleisen und drei Portal-Kränen. Das erwartete Güter-Aufkommen liegt bei 1,5 Millionen Tonnen pro Jahr. Davon sollen 70 Prozent über die Straße, 25 Prozent über den kombinierten Verkehr und 5 Prozent über die Schiene laufen.

Terminal als wirtschaftlich wichtiger Standort-Faktor

Der Umschlag-Bahnhof gilt als Herzstück des Güterverkehrszentrums (GVZ) Region Augsburg. Denn die produzierenden Betriebe vor Ort sind stark Export orientiert. Die Beförderung der Güter wird zunehmend auch vom Eisenbahn-Verkehr in Kombination mit dem LKW-Transport übernommen. Dieser sogenannte kombinierte Verkehr ist in der Region bisher nur in Ulm und in München möglich. Als Standort-Faktor ist das Terminal für Augsburg deshalb strategisch wichtig.

Komplexes bürokratisches Verfahren führte zur Verzögerung

Der Bau dieses Umschlag-Bahnhofes ist bereits seit Längerem im Gespräch. Ursprünglich war er für 2014 geplant. Dabei handelt es sich jedoch um ein sehr komplexes Verfahren. So müssen unter anderem die Belange von rund 40 Fachbehörden abgearbeitet werden. Im Rahmen dieses sogenannten Planfeststellungs-Verfahrens ist nun ein Durchbruch in Sicht: Eine endgültige Entscheidung, wann das Terminal ins GVZ Region Augsburg kommt, könnte bis Ende dieses Jahres fallen. Aus Sicht des Güterverkehrszentrums könnte mit dem Bau dann jederzeit begonnen werden.

Nachfrage für Flächen auch aus dem Raum München

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Für den Umschlag-Bahnhof hält das GVZ Region Augsburg derzeit rund acht Hektar bereit. Für Unternehmen, die auf den kombinierten Verkehr spezialisiert sind, werden ebenfalls rund zehn Hektar zurückgehalten. Im Güterverkehrszentrum zeigt man sich optimistisch, die verfügbaren Flächen rasch vermarkten zu können, wenn die endgültige Entscheidung über das Terminal einmal gefallen ist. Insgesamt wurden bereits 64 Prozent der Ansiedlungs-Fläche verkauft. Circa 20 Hektar mit zusammenhängenden Flächen von 2.000 bis 83.000 Quadratmetern sind noch verfügbar.

Künftig dreimal so viele Arbeitsplätze im GVZ Region Augsburg

Derzeit arbeiten rund 800 Beschäftigte im GVZ Region Augsburg. Zukünftig soll es hier rund 2.500 Arbeitsplätze geben. Durch das Terminal selbst werden zunächst keine Stellen geschaffen, wohl aber durch die Ansiedlung weiterer Unternehmen. Dazu soll auch der Servicepark SO10 weiterentwickelt werden: In den Bereichen Gastronomie, Einzelhandel, Büro, Tagung und Übernachtung will das Güterverkehrszentrum weiter wachsen. Bei den Investoren wird der Standort bisher jedoch kritisch gesehen. „Bei der Vermarktung stehen wir aber nicht unter Druck und andererseits regelmäßig in guten Gesprächen. Wir bleiben optimistisch“, heißt es dazu aus dem GVZ Region Augsburg.

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