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In einer Phase verhaltener Konjunktur sendet die Messe Augsburg ein positives Signal. Laut einer aktuellen Umwegrentabilitätsstudie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif) generierten die Messeaktivitäten im Jahr 2024 gesamtwirtschaftliche Effekte von 85,2 Millionen Euro. Damit positioniert sich der Standort als wirtschaftlicher Stabilitätsanker in einer Region, die stark vom industriellen Mittelstand geprägt ist – und aktuell mit Transformation, Nachfrageschwäche und Kostendruck ringt.
Auffällig ist die regionale Verankerung: Rund 90 Prozent der Ausgaben, die die Messe selbst für Dienstleistungen und Betrieb tätigt, verbleiben direkt in Stadt und Region. Hinzu kommen Umsätze, die Aussteller und Besucher vor Ort generieren – von der Hotellerie über Gastronomie bis hin zu Logistik- und Servicedienstleistungen. Insgesamt sichert die Messe laut Studie rund 1.500 direkte und indirekte Arbeitsplätze.
„Wir schaffen Wert weit über das Messegelände hinaus“, sagt Geschäftsführer Lorenz A. Rau. Jede Veranstaltung entfalte ökonomische Dynamik entlang der regionalen Wertschöpfungskette.
Augsburgs Oberbürgermeisterin Eva Weber verweist auf den Multiplikatoreffekt: Für jeden Euro, den die Messe selbst einnimmt, fließen rund 9,10 Euro durch Vorleistungen, Aussteller und Besucher in die Wirtschaft. Bezirkstagspräsident Martin Sailer spricht von einem „Kraftzentrum für die gesamte Region“. Gerade in wirtschaftlich angespannten Zeiten gewinnt diese Hebelwirkung an Bedeutung. Veranstaltungen bündeln Nachfrage, schaffen Sichtbarkeit für Unternehmen und erleichtern Geschäftsabschlüsse – ein Faktor, der für exportorientierte Mittelstandsregionen wie Schwaben strategisch relevant ist.
Bundesweit generiert die deutsche Messewirtschaft laut dem Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (AUMA) rund 30 Milliarden Euro Wertschöpfung und sichert etwa 280.000 Arbeitsplätze. Die Zahlen aus Augsburg verdeutlichen, wie sich diese makroökonomische Bedeutung auf regionaler Ebene konkretisiert. Die Studie des dwif berücksichtigt neben dem Messebetrieb selbst auch die Ausgaben von Ausstellern und Besuchern sowie deren indirekte Effekte in der regionalen Wirtschaft.