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Bauer investiert 500 Millionen Euro und stellt Weichen für Wachstum
Hauptversammlung

Bauer investiert 500 Millionen Euro und stellt Weichen für Wachstum

Hauptversammlung der Bauer AG stimmt Rechtsformwechsel und Zukunftsagenda zu. Foto: Bauer AG
Hauptversammlung der Bauer AG stimmt Rechtsformwechsel und Zukunftsagenda zu. Foto: Bauer AG

Die Bauer AG plant, bis 2030 rund 500 Millionen Euro zu investieren. Die Hauptversammlung beschließt den Wechsel zur KGaA und gibt grünes Licht für die nächste Wachstumsphase.

Bauer startet die nächste Unternehmensphase: Bis 2030 investiert der Konzern rund 500 Millionen Euro. Die Hauptversammlung hat dafür auch den Wechsel der Rechtsform in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA) mit großer Mehrheit beschlossen.

Rechtsformwechsel soll langfristige Stabilität sichern

Mit einer Zustimmung von 98,04 Prozent votierten die Aktionärinnen und Aktionäre für den Formwechsel von der Aktiengesellschaft zur KGaA. Nach Angaben des Unternehmens soll die neue Rechtsform langfristige Stabilität mit der Kapitalmarktfähigkeit einer börsennotierten Gesellschaft verbinden und schnellere Entscheidungen ermöglichen. Die bisherigen Aktien werden im Verhältnis 1:1 in Kommanditaktien umgewandelt, an den Rechten der Aktionäre sowie der Mitbestimmung der Beschäftigten ändert sich laut Bauer nichts.

Der Beschluss markiert den vorläufigen Höhepunkt einer Entwicklung, die der Spezialtiefbau- und Maschinenbaukonzern bereits vor einigen Jahren eingeleitet hat. Nachdem Bauer seine Bilanz in den vergangenen Jahren deutlich gestärkt hat, will das Unternehmen nun verstärkt in Wachstum investieren. „Bauer hat in den vergangenen Jahren seine wirtschaftliche und finanzielle Grundlage deutlich gestärkt. Auf dieser Basis können wir nun die nächste Entwicklungsphase unseres Unternehmens gestalten und substanziell in unsere Zukunft investieren“, sagte Vorstand Dr. Martin Beck auf der Hauptversammlung.

Investitionsoffensive bis 2030

Bis 2030 plant Bauer Investitionen von rund einer halben Milliarde Euro. Das Geld soll unter anderem in moderne Produktions- und Logistikstrukturen, Digitalisierung, Automatisierung sowie den Ausbau internationaler Service- und Kundenstandorte fließen. Ziel ist es, die industrielle Leistungsfähigkeit und die internationale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter auszubauen.

Bekenntnis zum Standort Aresing

Von den Investitionen profitiert auch der Stammsitz. Am Standort Aresing entstehen bis Ende 2027 neue Logistik- und Produktionskapazitäten sowie ein Kunden- und Trainingszentrum. Bauer bezeichnet die Investitionen als klares Bekenntnis zum Standort Schrobenhausen und zur weiteren Entwicklung der Sparte Bauer Maschinen.

Positiver Ausblick für das Geschäftsjahr 2026

Für Zuversicht sorgt aus Sicht des Unternehmens auch der Geschäftsverlauf. Das erste Halbjahr 2026 sei trotz geopolitischer Unsicherheiten positiv verlaufen, erklärte der Vorstand. Bauer sieht weltweit weiterhin eine hohe Nachfrage nach Infrastruktur-, Energie-, Wasser- und Umweltprojekten – Geschäftsfelder, in denen der Konzern traditionell stark aufgestellt ist.

Bereits der Geschäftsbericht für 2025 hatte gezeigt, dass Bauer nach Jahren der Restrukturierung finanziell wieder deutlich stabiler dasteht. Das Unternehmen steigerte den Jahresüberschuss auf knapp 29 Millionen Euro und verbesserte seine Eigenkapitalquote. Die nun angekündigte Investitionsoffensive gilt als nächster Schritt, um die Marktposition langfristig auszubauen. Neben dem Formwechsel stimmten die Aktionäre auch allen weiteren Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit zu.

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