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Die Bauer AG hat mit 2025 ein unruhiges Jahr in ihrer Führungsspitze hinter sich. Dennoch konnte das Bau- und Maschinenbauunternehmen seinen Gewinn deutlich steigern und weiter Schulden abbauen. Doch der Umsatz ist zurückgegangen.
Laut dem Aufsichtsratsvorsitzenden Peter Bömelburg ist Bauer wirtschaftlich und finanziell stabil aufgestellt. In den kommenden Jahren will Bauer in seinen drei Segmenten Maschinen, Spezialtiefbau und Resources wachsen.
Die Bauer AG hat 2025 ein Ergebnis nach Steuern von 12,5 Millionen Euro erzielt. Damit konnte sie ihr Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr um knapp 29 Prozent steigern. Das EBITDA ist um 4,78 Prozent auf 234,7 Millionen Euro gewachsen. Nach Abschreibungen größtenteils auf Anlagevermögen lag das EBIT im Geschäftsjahr 2025 bei 103 Millionen Euro und war damit rund 15 Prozent höher als im Vorjahr (89,1 Millionen Euro).
Währenddessen ist der Umsatz im vergangenen Jahr um 22,73 Prozent gesunken: 2025 erwirtschaftete die gesamte Gruppe einen Umsatz von 1,7 Milliarden Euro. 2024 lag dieser bei 2,2 Milliarden Euro. Die EBIT-Marge lag 2025 bei sechs Prozent.
Die Eigenkapitalquote liegt für 2025 bei 32,6 Prozent und hat sich damit um 9,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr verbessert. Zudem konnte Bauer auch 2025 weiter Schulden abbauen. Die Netto-Finanzverschuldung sank um 28 Prozent auf 293 Millionen Euro.
Das Unternehmen will bis 2030 rund 500 Millionen Euro in seine Standorte investieren. Mit 270 Millionen Euro soll mehr als die Hälfte in das Segment Bauer Maschinen und damit in den Standort Aresing (Landkreis Neuburg-Schrobenhausen) fließen. Damit will Bauer 2026 und 2027 in Aresing unter anderem die Infrastruktur modernisieren. Auch baut das Unternehmen eine 22.000 m² große, neue Logistik- und Produktionshalle und investiert in ein Kunden- und Trainingscenter.
Weiter will Bauer auch in internationale Kunden- und Servicecenter investieren. Zunächst in Italien, England und den USA.
Die Bauer AG will ihre Rechtsform wechseln. Derzeit prüfen Vorstand und Aufsichtsrat einen Wechsel in eine Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Sollte die Prüfung positiv ausfallen, will Bauer die Aktionäre in der Hauptversammlung Ende Juli darüber abstimmen lassen.
Bauer will mit dem Wechsel in eine KGaA „eine mittelstandstypischere und effizientere Organisations- und Führungsstruktur“ erreichen. Entscheidungen sollen einfacher und schneller getroffen werden. „Die geplanten Investitionen als auch die angestrebte neue Rechtsform des Unternehmens, werden uns auch in Zeiten großer geopolitischer und wirtschaftlicher Herausforderungen eine neue mittelständische Schlagkraft verleihen“, sagt Aufsichtsratsvorsitzender Peter Bömelburg. Bömelburg ist seit März im Aufsichtsrat von Bauer, seit Anfang Mai dessen Vorsitzender.
Laut dem Unternehmen werde sich der Rechtsformwechsel nicht auf die Mitarbeitenden auswirken. Bestehende Arbeitsverhältnisse, Tarifverträge, Betriebsvereinbarungen oder Mitbestimmungsrechte sollen davon unberührt bleiben. Die wirtschaftliche Beteiligung der Aktionäre am Grundkapital soll im Verhältnis 1:1 erhalten bleiben.
Die Bauer AG hat ein unruhiges Jahr hinter sich. Im Juni 2025 hatte der damalige Vorstand Peter Hingott überraschend das Unternehmen verlassen. Sein Nachfolger wurde Aufsichtsratsmitglied Klaus Pöllath. Nur zwei Monate später kehrte Pöllath in den Aufsichtsrat zurück. Seine Position im Vorstand übernahmen Martin Thormann und das Aufsichtsratsmitglied Detlef Heck. Gemeinsam mit Finanzvorständin Lena Effinger leiteten sie das Unternehmen bis Anfang 2026.
Doch auch 2026 rumort es in der Führungsspitze von Bauer. Im Januar verließen die Vorstände Heck und Effinger das Unternehmen. Thormann leitete das Unternehmen zunächst allein. Mitte Februar wurde Dirk Pförtner zum Vorstand berufen. Pförtner ist parallel weiterhin kaufmännischer Geschäftsführer der Bauer Spezialtiefbau GmbH. Seine Tätigkeit als Vorstand ist allerdings bis Ende des Jahres befristet.