Fabian Ziegler

Webanwendungen - hoch skalierbar und flexibel durch Cloud Computing

Fabian Ziegler, Geschäftsführer TEAM23. Foto: TEAM23 GmbH
Immer mehr Unternehmen setzen auf Software-Lösungen im “World-Wide-Web”, statt auf “klassische” Desktop-basierte Software – also Software, die ohne Installation auf dem eigenen Computer sofort über einen Webbrowser nutzbar ist.

Selbstverständlich – möchte man meinen – allerdings bringen Webanwendungen auch gewisse Risikofaktoren mit sich, die es zu Minimieren gilt.

Internet und Web Apps

Auch wenn wir in der heutigen Zeit vermeintlich immer und überall online sind, stellt diese Abhängigkeit den wohl größten Nachteil von webbasierter Software dar. Der permanente Austausch von Informationen zwischen Nutzer und Server ist meist unverzichtbar und führt schlicht und ergreifend bei Ausfall der Verbindung zur Unbenutzbarkeit der Anwendung. Ein möglicher Lösungsansatz für den zeitweisen Ausfall der Internetverbindung ist die Entwicklung einer “Progressive Web App” (auch PWA) . Diese sieht für den Nutzer wie eine “normale” (native) App aus, allerdings ist der Inhalt eine Webanwendung. Natürlich kommt auch diese Anwendung erstmal nicht ohne eine Internetverbindung aus – sind die Daten aber erstmal geladen, können Teile der Anwendung offline verfügbar gemacht werden. Diese Technologie steckt noch in den Kinderschuhen und wird noch nicht von allen Systemen unterstützt wird. Es lohnt sich aber dies für die Zukunft im Auge zu behalten.

Mögliche Probleme

Daneben können die Themen Sicherheit und Datenschutz als weitere Probleme für Webanwendungen angesehen werden. Einige Nutzer verwenden Online-Dienste mit einem unguten Gefühl, da selten wirklich ersichtlich ist, was mit welchen persönlichen Daten geschieht und wie diese gespeichert werden. Ein möglichst transparentes und sicheres System schafft hier Abhilfe – hier ist der Entwickler in die Pflicht zu rufen.

Vorteile
Sind diese anfänglichen Bedenken jedoch ausgeräumt, können Webanwendungen ihreVorteile voll ausspielen. Dazu gehören:

  • Eine enorme Reichweite – mehr als 50% aller Haushalte weltweit sind online
  • Der Zugriff von Überall zu jeder Zeit
  • Eine einfache Wartung: Updates können schnell und unkompliziert für alle Nutzer gleichzeitig eingespielt werden
  • Endgeräte brauchen kaum Ressourcen, da rechenintensive Arbeiten auf dem Server ausgeführt werden können
  • Skalierbar und flexibel dank Cloud Computing

Cloud Computing

Der Begriff “Cloud Computing” beschreibt sowohl das Nutzen als auch das Anbieten von IT-Dienstleistungen über ein Netzwerk (i.d.R. über das Internet) und ist daher ein wesentlicher Punkt im Bereich der Webentwicklung. Auf dieser Grundlage beruhen beispielsweise “Software as a Service”-Ansätze (SaaS) wie “Office 365”, welche es dem Nutzer ermöglichen unkompliziert auf Anwendungen wie Textverarbeitung und Tabellenkalkulationen zuzugreifen. Des Weiteren ist das Erstellen von Sicherheitskopien (Backups) ein beliebter Anwendungszweck sogenannter “Clouds”.

Anforderungen bei der Entwicklung einer Webanwendung

Diese Konzepte sind heutzutage meist unverzichtbar um ein hochverfügbares, zuverlässiges und effizientes Produkt im Bereich “Web” zu entwickeln. Aber auch “Responsive Design” – die automatische Anpassung der Webanwendung für jegliche Geräte und Bildschirmauflösungen – und Browserkompatibilität sind zentrale Punkte, die bei der Entwicklung einer Webanwendung beachtet werden sollten.

Fazit

Bei der Entwicklung eines neuen Software-Produkts sollten also die oben genannten Vorteile Grund genug sein, die Umsetzung als Webanwendung in Betracht zu ziehen. Gerade der sehr stark wachsende mobile Bereich kann mit einer “klassischen” Lösung oftmals gar nicht abgedeckt werden. Viele Hürden aus früheren Zeiten der Web-Entwicklung wurden durch die Einführung von Cloud Computing abgebaut und ermöglichen nun eine zielgerichtete Entwicklung.

Fabian Ziegler, TEAM23 GmbH  

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