Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim

220 Auszubildende erhalten Gesellenbriefe in Kempten

Die Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim. Foto: prb
Gemeinsam feierten die Kreishandwerkerschaften Kempten und Memmingen-Mindelheim erst kürzlich die Freisprechung von 220 Auszubildenden. Davon erhielten 16 frischgebackene Gesellen eine besondere Auszeichnung für ihre hervorragenden Leistungen.

Kemptens Bürgermeister Josef Mayr hob im Rahmen der Feier besonders die Aus- und Weiterbildungs-Leistungen des Handwerks hervor. Mayr beschrieb das Handwerk als den „Qualifizierungsmotor der deutschen Wirtschaft und damit eine der wichtigsten Triebkräfte für die Förderung unseres größten Standortvorteils, nämlich der hohen Qualifikation von Arbeitnehmern und Selbständigen“.

„Wir brauchen Menschen, die mitarbeiten und das Land vorwärtsbringen“

Auch der neue Oberbürgermeister von Memmingen, Manfred Schilder  betonte die Bedeutung einer handwerklichen Ausbildung. Schilder lobte die Absolventen, dass sie sich bewusst für eine Lehre im Handwerk entschieden hätten. In dem Zuge kritisierte der Oberbürgermeister außerdem den immer noch bestehenden Trend hin zu einer akademischen Ausbildung. Die duale Ausbildung sei unerlässlich, so Schilder. „Wir brauchen Menschen, die mitarbeiten und das Land vorwärtsbringen“, betont der Memminger Oberbürgermeister.

Hans-Peter Hartmann: Neue Entwicklungen erfordern ständiges Weiterlernen

„Handwerk ist selber denken, selber entscheiden und selber handeln, Handwerk ist Kopfsache“, brachte es Hans-Peter Hartmann, Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Kempten, auf den Punkt. Hartmann begrüßte die Gäste der Freisprechungsfeier auch im Namen seines Memminger Kollegen Robert Plersch. Nur durch die enorm leistungsfähige, kurze Datenleitung vom Kopf bis in die Hand funktioniere die Arbeit des Handwerkers, so der Kreishandwerkermeister. „Blitzschnell denken und entscheiden, das ist unsere Stärke“, betonte Hartmann. Außerdem, in unserer schnelllebigen Zeit habe Wissen keinen langen Bestand. Neue Entwicklungen und Trends erfordern ständiges Weiterlernen, so Hartmann.

220 Gesellenbriefe übergeben

Auch Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, untermauerte in seinem Grußwort die Bedeutung guter Ausbildung und ständiger Weiterbildung. Für ihre berufliche Zukunft gab Rauch den jungen Menschen den Rat mit auf den Weg, ihre Neugier beizubehalten. So könnten sie jede Herausforderung meistern, betonte Rauch. Die Übergabe der 220 Gesellenbriefe übernahm Gottfried Voigt, Geschäftsführer der beiden Kreishandwerkerschaften. Besonders ausgezeichnet wurden 16 junge Handwerker, die ihre Berufsausbildung mit großem Erfolg und hervorragenden Leistungen abgeschlossen haben.

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