Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim

Allgäuer Handwerk: Mit bewährtem Vorstand in unsichere Zukunft

Der Vorstand der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim. Foto: prb
Nach zwei Amtsperioden ließ sich Robert Plersch erneut als Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim aufstellen. Neben der Wahl standen auch weitere regionale und internationale Themen im Mittelpunkt der Jahres-Hauptversammlung der Kreishandwerkerschaft.

Robert Plersch wird als Kreishandwerksmeister zukünftig erneut von Georg Göttinger und Markus Höbel als Stellvertreter unterstützt. Dem Vorstand gehören daneben noch Wolfgang Zettler, Alois Göppel, Alfred Szilagyi und Michael Emmer an. Das bisherige Vorstandsmitglied Georg Greiff bleibt dem Vorstand als Beiratsmitglied erhalten. Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben, der obersten Aufsichtsbehörde, nahm an dieser Wahl als Vorsitzender des Wahlausschusses teil.

Das Handwerk in den Mittelpunkt rücken

Dem Kreishandwerksmeister liegt dabei vor allem das Thema Networking am Herzen. So formulierte er als Ziel, möglichst viele Personen aus Politik und Wirtschaft mit den Leistungen der handwerklichen Betriebe in der Region vertraut zu machen. Diese Überzeugung teilt auch Hans-Peter Rauch. So berichtete der Präsident der Handwerkskammer für Schwaben von Gesprächen mit Mitgliedern der bayerischen Staatsregierung. Denn auch Rauch will dem Handwerk mehr Gehör verschaffen. Dabei forderte er, dass die Unternehmer wieder mehr Anerkennung erhalten sollten. Denn die Aktivitäten der Kreishandwerkerschaft und Innungen werden größtenteils ehrenamtlich erbracht. Dabei stelle diese Arbeit das große Engagement der Handwerksbetriebe als Ausbilder und Arbeitgeber unter Beweis. Davon profitiert dann auch die gesamte Region.

Kreishandwerkerschaft blickt mit gemsichten Gefühlen in die Zukunft

Robert Plersch blickte bei der Jahreshauptversammlung auch in die Zukunft. Sein wirtschaftlicher Ausblick war dabei nur von verhaltenem Optimismus gekennzeichnet. Das Geschäftsjahr 2016 verlief zwar zufriedenstellend, der Geschäfts-Klimaindex ist unverändert gut und die Stimmung der regionalen Handwerksbetriebe nach wie vor optimistisch, dennoch solle nicht über die angespannte Situation hinweg gesehen werden, so Plersch. 

Trotz guter Entwicklungen: Unsicherheiten im Handwerk 

Denn Statistiken belegen, dass die Investitions-Bereitschaft zurückgeht. Der Kreishandwerksmeister nannte hierfür mehrere Ursachen. Zum einen sinken die Auftragsvolumina und zum anderen wird es schwerer, bezahlbares Fachpersonal zu finden. Auch der Anstieg der Rohstoff-Preise sowie der Inflation verunsichern das regionale Handwerk.

Globale Entwicklungen wirken sich negativ auf Kreishandwerkerschaft aus

Als aufkommende Schwierigkeiten formulierte Plersch vor allem auch die komplizierte Flüchtlingspolitik, Unsicherheiten im EU-Raum sowie in der weltpolitischen Gesamtentwicklung. „Die Situation ist sehr angespannt. Wir alle sind gefordert eine Meinung mit Perspektive zu vertreten und als pflichtbewusste Bürger entscheidungsfähige Gremien zu wählen. Das Risiko, das Amerika eingegangen ist, dürfen wir uns nicht erlauben. Wir tragen Verantwortung gegenüber der gesamten europäischen Union und das fordert eine handlungsfähige Politik. Wir müssen mehr Überzeugungsarbeit, insbesondere bei der Jugend, leisten“, betonte Plersch.

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben