Interview mit Peerigon-Gründer Stephan Batteiger

IT-Standort Augsburg „muss sich nicht hinter Berlin verstecken“

Das Team von Peerigon. Foto: Peerigon
Die Augsburger Agentur Peerigon entwickelt seit 2010 Web-Projekte. Gründer Stephan Batteiger verriet uns im Interview, wieso der IT-Standort Augsburg für sein Unternehmen so wichtig ist und warum er sich mehr Kommunikation für die Startup-Szene nach außen wünscht.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wer steckt hinter Peerigon?

Stephan Batteiger: Das Unternehmen ist aus einem Freundeskreis heraus entstanden, der sich für Web-Entwicklung begeistert. Wir realisieren für Kunden von Startups bis zu etablierten Konzernen Projekte auf Basis offener Web-Technologien. Besonders auf Node.js haben wir uns schon sehr früh gesetzt und sind dadurch stark in der OpenSource-Community verwurzelt. Und wir geben unser Wissen in Form von Workshops, Vorträgen und Vorlesungen weiter.

Welche Projekte haben Sie mit Peerigon beispielsweise schon begleitet?

Eines der bekanntesten Projekte waren die „Panama Papers“. Hier haben wir das Projekt-Team dabei unterstützt, die deutsch- und englischsprachigen Artikel zu veröffentlichen. Für ein Automobil-Startup entwickeln wir außerdem das Infotainment-System. Aber auch das Gersthofener Startup „SevenCooks“ zählt zu unseren Kunden. Dieses unterstützen wir bei der Realisierung einer Plattform für gesunde Ernährung sowie dem Aufbau des internen Software-Entwicklerteams.

Peerigon ist im aiti-Park Zuhause. Warum fiel eure Wahl auf diesen Standort?

Für uns war damals sofort klar: Wir wollen in Augsburg sein.
Stephan Batteiger

Wir Gründer haben alle an der Hochschule Augsburg studiert. Auch viele Mitglieder unseres Teams kommen von hier. Unser erstes Büro war an der Hochschule selbst. Für uns war damals sofort klar: Wir wollen in Augsburg sein. Unser Coach Stefan Schimpfle hat uns damals angeboten, in den aitiRaum zu kommen. So hatten wir das rundum-glücklich-Programm für Gründer: sehr kurze Mietbindung, nettes und innovatives Umfeld, gute Infrastruktur und die räumliche Skalierbarkeit.

Das Büro von Peerigon im aiti-Park. Foto: Peerigon Das Büro von Peerigon im aiti-Park. Foto: Peerigon

 

Wie haben sich der IT-Standort Augsburg und die Startup-Szene in den letzten Jahren entwickelt?

Anfangs habe ich von der Augsburger Startup-Szene überhaupt nichts mitbekommen. Doch das hat sich über die letzten Jahre vollkommen geändert. Es gibt viele engagierte Menschen hier und eine wachsende Community, von der wir die letzten Jahre viel Unterstützung bekommen haben. Darüber sind wir sehr dankbar. Wichtig ist vor allem aber, dass die Angebote auch außerhalb der Community bekannter werden mehr Menschen dem Schritt in die Selbstständigkeit folgen und ihre Ideen realisieren. Die Stadt ist großartig und lebendig und muss sich nicht hinter München oder Berlin verstecken.

Wie ist Ihre Prognose für den Standort Augsburg?

Von innen hat man das Gefühl, dass kein Tag wie der andere ist: In der wachsenden Web- und Startup-Community entstehen immer wieder neue Ideen und Projekte. Augsburg hat großes Potenzial und es gibt viele Kräfte, die täglich daran arbeiten, dieses auszuschöpfen.

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