B4B Schwaben

Holen Sie sich B4BSCHWABEN.de auf Ihr Smartphone.
Klicken Sie auf das Symbol zum „Teilen” in der Toolbar von Safari. Finden Sie die Option „Zum Home-Bildschirm”. Mit einem Klick auf „Hinzufügen” ist die Installation abgeschlossen! Schon ist die Website als App auf Ihrem iOS-Gerät installiert.

 / 
Themen  / 
topFIRMEN  / 
Smart Mobility Teil 4: Clevere Lösungen aus Bayerisch-Schwaben
Anzeige
Wir benötigen Ihre Zustimmung zum Laden dieser Anzeige!

Wir verwenden einen Drittanbieterdienst, um Anzeigen darzustellen, die möglicherweise Daten über Ihre Aktivität sammeln. Bitte überprüfen Sie die Details und akzeptieren Sie den Dienst, um diese Anzeige zu sehen.

Dieser Inhalt darf aufgrund von Trackern, die dem Besucher nicht bekannt gegeben werden, nicht geladen werden. Der Website-Eigentümer muss die Website mit seinem CMP einrichten, um diesen Inhalt in die Liste der verwendeten Technologien aufzunehmen.

powered by Usercentrics Consent Management Platform
topFIRMEN 2021

Smart Mobility Teil 4: Clevere Lösungen aus Bayerisch-Schwaben

Das topFIRMEN Magazin 2021.

Ob Wasserstoffzug, E-Omnibus oder Apps für den ÖPNV: Unternehmen aus der Region arbeiten mit Hochdruck an der Verkehrs- und damit Energiewende. Eine Auswahl an Vorreitern im Überblick – Teil 4.

 

Stadtwerke Augsburg: Eine App erkennt, wann ich ein- und aussteige 

Mobilität muss nicht nur umweltfreundlich, sondern auch möglichst einfach sein. Die Stadtwerke Augsburg (swa) beispielsweise haben ein Projekt gestartet, bei dem künftig das Smartphone ganz einfach erkennt, wo der Fahrgast ein- und wieder ausgestiegen ist. Die swa BiBo-App, kurz für Be-in/Be-out, errechnet am Monatsende dann automatisch den günstigsten Preis. „Unter dem Motto ,Einfach fahren. Immer zum Bestpreis‘ können wir besonders Gelegenheitsfahrerinnen und Gelegenheitsfahrern ein digitales Produkt anbieten, das Bus und Straßenbahn fahren einfach und zugänglicher macht,“ erklärt swa Geschäftsführer Dr. Walter Casazza. „Innerhalb von wenigen Monaten haben sich über 2.500 Kundinnen und Kunden angemeldet. Das zeigt, dass wir mit unserem Produkt auf dem richtigen Weg sind“, so Casazza weiter. Aktuell sind es um die 1.000 Fahrten pro Woche, die mit der swa BiBo-App registriert werden. Die App wurde jüngst sogar mit dem Mobilitätspreis 2021 der Metropolregion München ausgezeichnet. 

 

Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm: App gibt Auslastungsprognose 

Auch die Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm setzen auf eine App, um das ÖPNV-Erlebnis zu verbessern. Über die Mobilitäts-App können KundInnen Fahrscheine kontaktlos ohne Bargeld kaufen. Zur Auswahl stehen verschiedene Zahlungsmethoden: Kreditkarte, PayPal, Prepaid-Guthaben. Die digitale Fahrkarte wird in der App abgelegt und kann im Fall einer Fahrscheinkontrolle auf dem Smartphone vorgezeigt werden. Die bereits etablierte Online-Fahrplanauskunft sowie die Echtzeitdaten sind ebenfalls in der SWU App integriert. Verbindungen und Reisezeiten können somit unterwegs schnell abgerufen werden. Die Echtzeitdaten zeigen die Live-Position aller Busse und Straßenbahnen. Unnötig lange Wartezeiten an den Haltestellen können dadurch vermieden werden. 

Ein Alleinstellungsmerkmal der App ist unter anderem die Auslastungsprognose. Gerade in Corona-Zeiten erfährt dieser Service eine besonders hohe Relevanz. Fahrgästen wird in der App angezeigt, wie stark die jeweilige Route voraussichtlich frequentiert ist. Diese Angaben werden auf Basis vergangener Messdaten ermittelt und geben eine Orientierungshilfe für die Fahrtplanung. Dafür stehen umfangreiche Fahrgastzahlen aus über drei Jahren zur Verfügung. Der Datenbestand wird fortlaufend erweitert. 

 

Iveco: Der Personennahverkehr von morgen  

Wie der Personennahverkehr der Zukunft aussehen kann, hat ein Design-Teams von CNH Industrial und Iveco Bus aus Ulm erarbeitet. Zusammen mit Studierenden der Fachrichtung Verkehrsdesign der Rubika Designschule entwickelten sie das Projekt „Urban Move Ability“. Ziel des Projekts war es, sich die Erwartungen und Anforderungen der Fahrgäste vorzustellen, um die Fahrten und die Lebensqualität in einer intelligenten Stadt zu verbessern, aber auch dazu beizutragen, ein ökologisch nachhaltiges Reiseerlebnis zu schaffen. Somit sollen im Sinne der Verkehrswende auch die öffentlichen innerstädtischen Verkehrsmittel für die Bewohner attraktiver gemacht werden. Die fünf französischen und indischen Studierenden hatten die Möglichkeit, ihre Ideen für die urbane Mobilität des nächsten Jahrzehnts zu präsentieren. Das Projekt gliederte sich in drei Phasen. Zuerst wurde das Thema ausführlich analysiert, um den genauen Sachverhalt zu definieren. Es folgte eine kreative Phase, um die Herausforderungen neu zu deuten und mehrere Lösungskonzepte vorzuschlagen. Schlussendlich arbeiteten sie das ausgewählte Konzept aus. In jeder dieser drei Phasen war das Design das Wichtigste. „Das Design kann dazu beitragen, den Platzbedarf zu realisieren, die Architektur zu verändern, Nutzungsszenarien aufzuzeigen und somit eine nachhaltige Personenbeförderung anzubieten, die Städte aufwertet und belebt“, erklärt David Wilkie, Director of Design bei CNH Industrial.  

 

Projekt AllgEU-mobil: E-mobiles Carsharing im Oberallgäu  

Im Oberallgäu startete das Projekt AllgEU-mobil mit dem Ziel im Landkreis Oberallgäu nachhaltige Mobilitätsalternativen aufzubauen. Gefördert wird das Projekt vom Amt für ländliche Entwicklung Schwaben. Das Energie- und Umweltzentrum Allgäu (eza!) übernimmt die Projektleitung. Dieses Jahr begann die Testphase, die ein halbes Jahr ging. Sechs Kommunen im Oberallgäu bekamen zwei E-Autos und einen E-Roller zur Verfügung gestellt. „Zum einen eben um die E-Mobilität zu testen, zum anderen aber auch um Carsharing zu testen“, erklärt Dr. Petra Hausmann von eza!. Besonders freut sie sich, dass die Testphase bei den BürgerInnen gut ankam, „eine Mehrheit hat gesagt, dass sie das Angebot auch langfristig nutzen wollen“. Doch einige Schwierigkeiten kamen zum Vorschein: So gab es netzwerkbedingt Probleme mit der App. „Da gibt es aber auch Lösungen“, sagt Dr. Hausmann. Über eine Kundenkarte wäre man nicht mehr abhängig von der App. Auch soll bei einem langfristigen Angebot eine Hotline immer erreichbar sein. Nachdem die Testphase vorbei ist, werden nun die Ergebnisse evaluiert. „Man schaut, wer alles das Angebot genutzt hat und wer es dauerhaft nutzen würde“, erklärt die Expertin. Nächstes Jahr wird mit den Gemeinden, die sich dazu entschieden haben, das Angebot zu unterstützen, ein langfristiges Angebot aufgebaut. „Schön wäre es, einen einheitlichen Anbieter mit den Gemeinden zu finden“, sagt Frau Dr. Hausmann. Damit könnte jede BürgerIn die E-Autos in den verschiedenen Gemeinden benutzen, was dann auch für Touristen gelten würde. 

 

Nebelhornbahn in Oberstdorf: Komfortabel und nachhaltig  

Touristenmagnet ist seit mehr als 90 Jahren die Nebelhornbahn in Oberstdorf. 1930 erbaut gilt sie als eine der längsten Personenschwebebahnen der Welt. Nach über 90 Jahren wird sie in den verdienten Ruhestand entlassen. Denn ab der kommenden Saison bringt die neue Kabinenbahn Bergbegeisterte Richtung Gipfel am Nebelhorn.  

2019 starteten die Bauarbeiten an der neuen Nebelhornbahn. Im September 2021 wurde sie offiziell eingeweiht. Die neue Nebelhornbahn hat einen barrierefreien Einstieg, eine neue Tal- und Mittelstation und beinhaltet eine Erweiterung der Bergstation.   

Bei der Modernisierung stand insbesondere der Komfort im Fokus: So gibt es Sitzmöglichkeiten für jeden Gast, an der Mittelstation ist kein Umstieg mehr nötig und die Wartezeiten sind verkürzt. Der Neubau der Nebelhornbahn hat auch ökologische Vorteile: Sie fährt mit einem Zweiseilsystem. Da die Reibungskraft hier hauptsächlich aus dem Rollwiderstand der Laufwerke auf den Tragseilen entsteht, hat sie einen deutlich geringeren Energiebedarf als eine Einseilumlaufbahn.   

Durch das Verwenden von natürlichen Rohstoffen, wie Holz, bei dem Bau der Stationen der neuen Nebelhornbahn fügt sie sich natürlich in die Umgebung ein. Zudem sind die Stationshallen transparent verkleidet. Dies sorgt für mehr Tageslicht und dadurch zu einem geringeren Stromverbrauch für die Beleuchtung.