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HypoVereinsbank: ESG-Ratings werden entscheidend für „grüne“ Finanzierungen

HypoVereinsbank: ESG-Ratings werden entscheidend für „grüne“ Finanzierungen

Dr. Andreas Wagner, verantwortlich für Sustainable Finance bei der HypoVereinsbank. Foto: HypoVereinsbank
Dr. Andreas Wagner, verantwortlich für Sustainable Finance bei der HypoVereinsbank. Foto: HypoVereinsbank

Daten und ESG-Ratings sind der Schlüssel zu „Green Finance“ und nachhaltigen Geschäftsmodellen.

Erneuerbare Energien versorgen immer mehr Firmenstandorte, Rohstoffkreisläufe schließen sich, Fabrikgebäude werden in Holzbauweise errichtet und Abfälle als Wertstoffe recycelt. Die nachhaltige Transformation der Geschäftsmodelle von Tausenden auch mittelständischen

Unternehmen ist in Gang gekommen. Die persönliche Überzeugung vieler Unternehmer:innen, aber auch die neuen Rechtsvorschriften und Ziele des europäischen „Green Deals“ – etwa das Vorhaben, den EU-Wirtschaftsraum bis 2050 klimaneutral zu gestalten – treiben die nachhaltige Transformation des Firmensektors weiter spürbar an.

Banken und Firmen werden bei „Green Finance“ noch stärker kooperieren

Wie die Studie „Ökonomie der Nachhaltigkeit“ zeigt, die in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung sustainable AG von der HypoVereinsbank veröffentlicht wurde, wird eine transparente Nachhaltigkeitsberichterstattung bei der grünen Transformation eine Schlüsselrolle ein- nehmen, da Kreditvergabeprozesse und Bonitätsprüfungen die Nachhaltigkeitsbemühungen von Firmen immer häufiger mitberücksichtigen werden. Für die enormen Investitionen in neue Technologien, Produktionsweisen und Geschäftsmodelle wird „Green Finance“ eine dominierende Rolle spielen, schätzen in der Studie befragte Expert:innen den aktuellen Stand der nachhaltigen Transformation des Unternehmenssektors und die Rolle der Finanzwirtschaft dabei ein.

Profitabilität und nachhaltige Geschäftsmodelle schließen einander nicht aus

Die künftig greifende Berichtspflicht der europäischen Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD) wird etwa 49.000 Firmen in der EU betreffen. Nach ihr müssen die Unternehmen künftig alle zwölf Monate systematisch über ihre Nachhaltigkeitsstrategie berichten, um den Stand der Umsetzung ihrer Transformation für Anspruchsgruppen wie Kapitalgeber, Kunden, Lieferanten und Mitarbeitende transparent und vergleichbar zu machen.

„Das künftig geforderte Reporting von Nachhaltigkeitsdaten schafft Vergleichbarkeit. Dadurch wird sich die Interaktion zwischen Fremd-, aber auch Eigenkapitalgebern auf der einen Seite und den sich transformierenden Unternehmen auf der anderen Seite weiter intensivieren. In der von der EU zugedachten Rolle werden Banken und andere Kapitalgeber ihre Finanzierungsströme künftig also noch stärker auf nachhaltige Geschäftsmodelle lenken – zumal sich immer deutlicher zeigt, dass betriebswirtschaftlicher Erfolg und nachhaltige Transformation einander nicht ausschließen“, sagt Dr. Andreas Wagner, Head of ESG Germany der HypoVereinsbank. In Deutschland entfallen bereits etwa 80 Prozent der Fremdfinanzierung von Unternehmen auf Bankkredite – an einem strategischen Nachhaltigkeitsmanagement führt also kaum ein Weg vorbei.

ESG-Ratings werden zum entscheidenden Maßstab „grüner“ Finanzierungen

Begünstigt sind damit also Firmen, die bereits einen plausiblen, langfristigen Plan zur Umsetzung nachhaltiger Geschäftsmodelle entwickelt haben. Denn die Verwendung von „grünen“ Krediten und Anleihen ist in der Regel an einen definierten nachhaltigen Zweck gebunden.

„Um mit Banken bei der Transformation ihres Geschäftsmodells künftig noch erfolgreich zusammenarbeiten zu können, sollten auch kleine und mittlere Unternehmen die Maßnahmen und Ziele ihrer Nachhaltigkeitsstrategie am besten auch noch durch ein unabhängiges ESG-Rating bewerten lassen“, rät Wagner.

Schließlich, so der HVB-Experte, würden staatliche Förderbanken wie die KfW, aber auch Eigenkapitalgeber wie Aktionär:innen die Bewertung durch ein aktuelles ESG-Rating für den Zugang zu „grünen“ Finanzierungsquellen zur Voraussetzung machen. „ESG-Ratingagenturen beurteilen dafür die Nachhaltigkeit in den Unternehmen analog zum klassischen Kreditrating. Diese Bewertungen helfen auch den Unternehmen, ihre Nachhaltigkeitsstrategie auszuarbeiten, Ziele zu bestimmen und realistische Zielvorgaben zu formulieren.“

Top-Platzierung bei „Green Finance“

Die HypoVereinsbank wurde zur Nummer eins in Deutschland gekürt, wenn es um grüne Finanzierungen und ESG-gebundene Kredite geht. „Die Auszeichnung als Nummer eins für Green Finance & ESG-linked syndizierte Kredite in Deutschland ist der beste Beweis dafür, dass wir uns umfassend mit dem Thema auseinandersetzen – die Studie ,Ökonomie der Nachhaltigkeit‘ unterstreicht das“, sagt Dr. Andreas Wagner, Head of ESG Germany.