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Felsenstein baut Zukunft – Bauen Sie mit!

Felsenstein baut Zukunft – Bauen Sie mit!

So wird die zweite Fritz-Felsenstein-Schule in Langweid aussehen. Rendering: Haindl & Kollegen Architekten GmbH / Fritz-Felsenstein-Haus e. V.
So wird die zweite Fritz-Felsenstein-Schule in Langweid aussehen. Rendering: Haindl & Kollegen Architekten GmbH / Fritz-Felsenstein-Haus e. V.

Die Fritz-Felsenstein-Schule in Königsbrunn bietet Kindern und Jugendlichen mit Körper- und Mehrfachbehinderungen ­einzigartige ­Bildungschancen und individuelle Entwicklungsmöglichkeiten. Bis 2026 soll nun der Neubau eines zweiten Standorts in Langweid gestemmt werden. So ist die Schule auch im Augsburger Norden näher an den Familien. Doch große Träume brauchen viele Unterstützer.

Alle Kinder haben das Recht auf Bildung. Körperliche oder geistige Einschränkungen dürfen hier nicht von der passenden Förderung abhalten – und vom Spielen und Toben mit anderen erst recht nicht. Genau das bietet die Fritz-Felsenstein-Schule in Königsbrunn den Kindern und Jugendlichen: Eine auf ihr persönliches Handicap abgestimmte Förderung mit dem Ziel, sie in die gesellschaftliche Mitte zu rücken.

Dass dieses Konzept gut ankommt, zeigen die stetig steigenden SchülerInnenzahlen. Inzwischen nehmen mehr als 300 Kinder und Jugendliche das inklusive Unterrichtsangebot in Anspruch. Damit sind die Kapazitätsgrenzen der Schule in Königsbrunn schon lange erreicht. Hinzu kommt: Da das Fritz-Felsenstein-Haus (FFH) als inklusives Kompetenzzentrum für Körper- und Mehrfachbehinderte in Schwaben einzigartig ist, reichen die Grenzen des aktuellen Einzugsgebiets weit über das direkte Augsburger Umland hinaus. Manche müssen einen einfachen Anfahrtsweg von bis zu 1,5 Stunden auf sich nehmen, um zur Schule zu kommen. Deswegen haben sich die Verantwortlichen für den Neubau eines zweiten Schulgebäudes am Standort Langweid entschieden. Ein lang gehegter Traum, der nun endlich, Stein für Stein, Realität wird.

Mit dem Neubau sollen dort zusätzliche Klassenräume für bis zu 130 SchülerInnen geschaffen werden. Hinzu kommen ein 400 Quadratmeter großer Therapiebereich sowie mehr als 20 Räume für die heilpädagogische Förderung. Dazu gehören beispielsweise eine Küche, ein Werkraum und ein Multisensorik-Raum. Das Innenraum-Konzept wird ergänzt durch einen Schulgarten und Außenbereiche für Pädagogik und Therapie. Die behindertengerecht gestaltete Spielelandschaft zum Toben, Klettern und Chillen wird ebenfalls von den Nachbarschulen am inklusiven Schulcampus Langweid genutzt. Dort können sich Kinder mit und ohne Handicap begegnen und gemeinsam spielen.

In Langweid entstehen Räume für Träume

Um Kinder und Jugendliche mit Körper- und Mehrfachbehinderungen in die Mitte der Gesellschaft zu bringen, müssen sie interdisziplinär, ganzheitlich und umfassend gefördert werden, mit allem, was an Fachkompetenz und Ressourcen möglich ist. Das ist ein Grundstein des Felsenstein-Konzepts. Er vereint die Themen Lernen, Gemeinschaft, Körper, Seele, Sinne, Technik, Kommunikation sowie Spiel und steht in Langweid unter dem Motto „Schaffe Räume für Träume“.

Beispielsweise geht es darum, den Kindern einen Ort zu bieten, an dem sie das Miteinander erleben können, also Raum für Gemeinschaft. Hierfür bietet das FFH eine Heilpädagogische Tagesstätte, in der sie nach der Schule betreut und gefördert werden.

Auch Raum für Technik wird es in Langweid geben. Denn technische Hilfsmittel sind für viele Schülerinnen und Schüler des FFH eine große Hilfe für mehr Selbstbestimmtheit. Beispielsweise können sich einige SchülerInnen nur durch sogenannte Talker ausdrücken. Die Technik ermöglicht ihnen, sich aktiv an Gesprächen zu beteiligen und mit ihrer Umwelt zu interagieren.

Im Therapiebereich der Schule geht es darum, den Kindern möglichst viele Erfahrungen zu ermöglichen, also Raum für die Sinne. Denn Erfahrungen sind der Schlüssel zur Entwicklung. Dabei ist der Felsenstein-Ansatz immer geprägt von den drei Fragen: Was kannst du? Was möchtest du können? Und wie können wir dich dabei unterstützen?

Dabei machen die Kinder ihre Erfahrungen ganz aktiv, je nach ihren individuellen Fähigkeiten: Von grundlegenden Empfindungen wie Wind oder Wasser auf der Haut bis hin zum selbstständigen Backen oder Kochen mit Rezeptkarten. So können sie die Dinge buchstäblich begreifen und es wird die Selbstwirksamkeit im Alltag gefördert.

Auch für die weiteren Aspekte der ganzheitlichen Betreuung wird es in Langweid ausreichend Raum geben. Das größte Highlight für die Kinder ist hier aber sicherlich die inklusive Spiellandschaft, die gemeinsam mit der Grund- und Mittelschule genutzt wird und ausreichend Raum für Spiel bietet.

Der Bau der neuen Fritz-Felsenstein-Schule wird mit Mitteln aus öffentlicher Hand sowohl vom Freistaat Bayern als auch vom Bezirk Schwaben unterstützt. Zusätzlich beteiligen sich der Sternstunden e. V. und die Kartei der Not an den Baukosten. Jedoch muss der Fritz-Felsenstein-Haus e. V. noch mehrere 100.000 Euro aus Spendengeldern aufbringen, um die Räumlichkeiten, Einrichtungsbestandteile und Angebote vor Ort ­finanzieren zu können.

Felsenstein-Unterstützer gesucht

Deshalb sind wir auf weitere Unterstützer angewiesen, die sich an unserem Projekt beteiligen und Kinder und Jugendliche mit Körper- und Mehrfachbehinderung auf ihrem Weg zu mehr Selbstbestimmung fördern möchten.

Viele sind bereits dabei, wie zum Beispiel Markus Krapf, Präsident des FC Augsburg. Er gehört schon seit langer Zeit zu unseren treuen Supportern. Die Nähe zur Schule entstand durch seine Mutter, die viele Jahre für das Fritz-Felsenstein-Haus tätig war. „Der Schulalltag war bei uns zu Hause oft ein Thema, ich habe viele Geschichten und großartige Entwicklungen der Schülerinnen und Schüler interessiert mitverfolgt, gerade wenn ich selbst zu Besuch sein durfte“, erzählt ­Markus Krapf.

Auch andere Menschen, Unternehmen und Vereine aus der Region unterstützen die Kinder und Jugendlichen regelmäßig auf ihrem Weg zu mehr Selbstständigkeit und Selbstbestimmung. Trotzdem benötigen wir zusätzlich zu den schon vorhandenen Förderern noch weitere Menschen, die uns bei unserem aktuellen Herzensprojekt unterstützen. Denn nur wenn die ganze Region zusammenhilft, kann in Langweid eine „echte“ Felsenstein-Schule entstehen.

Das Harley-Davidson Around the World Chapter e. V., Dr. Matthias Zöller und Claus Zabel, Philipp Arndt, Manuela und Georg Regler oder Elke Fey und Peter Holzheu – sie alle sind bereits Felsenstein Supporter und unterstützen bei der Mammut-Aufgabe, eine neue Felsenstein-Schule in Langweid zu gründen.

Werden auch Sie Teil der Felsenstein-Familie und helfen Sie mit!

Alle Infos finden Sie auf felsensteinbautzukunft.de.