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Sind Sie bei der Lektüre Ihrer Tageszeitung schon einmal über einen Artikel gestolpert, der über ein Unternehmen aus Ihrer Umgebung berichtet, das für Ihr eigenes ein guter Kooperationspartner wäre? Oder haben Sie vielleicht in einem Fachmagazin genau die Lösung gefunden, die das i-Tüpfelchen für Ihren Erfolg darstellte? Dann war Pressearbeit bereits erfolgreich und wertsteigernd.
Diese hat zur Aufgabe, Unternehmen mit ihren redaktionellen Inhalten in den Medien zu platzieren. Sie ist damit ein Teil des Marketing-Mix, der in der Praxis meistens jedoch häufig stiefmütterlich behandelt wird, weil das Hauptaugenmerk eben oft auf klassischer Werbung und Social Media liegt. Dabei ist ihr Potential ungleich größer, da redaktionelle Veröffentlichungen wertneutral und somit glaubwürdiger sind.
Im Gegensatz zu Werbeanzeigen gelten redaktionelle Beiträge als objektive, seriöse Informationen. Denn diese erscheinen in unabhängigen Medien, und für ihre Veröffentlichung wird – anders als bei Werbung – nicht bezahlt. Egal, ob es sich um wirtschaftliche Kennzahlen, ein Firmenjubiläum, die Gründung eines Start-ups, ein neues Produkt oder eine Spende für einen wohltätigen Zweck handelt: Wer auf diesem Wege regelmäßig relevante Informationen verbreitet, kann zu einem positiveren Unternehmensimage beitragen.
Veröffentlichungen in der lokalen und überregionalen Tagespresse, in Fachmagazinen oder Online-Formaten erhöhen nicht nur die Sichtbarkeit, sondern auch die Erreichbarkeit neuer Zielgruppen. Diese können neben potentiellen Kunden, Geschäftspartnern oder Investoren auch zukünftige Mitarbeiter sein, was gerade in Zeiten des Fachkräftemangels von großer Bedeutung ist. Denn ein Unternehmen, das sich positiv in der Öffentlichkeit darstellt, wird auch als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen.
Pressearbeit erweitert die unternehmenseigenen Kommunikationskanäle, was vor allem mittelständischen Unternehmen zu mehr Sichtbarkeit und neuen Geschäftskontakten verhilft. Darüber hinaus kann man durch sachliche Informationen oder interessante Interviews gerade in den Fachmedien eine Art Expertenstatus erreichen, der wiederum das öffentliche Bild stärkt und das eigene Unternehmen zu einem interessanten Ansprechpartner für Journalisten macht. Last but not least erhöht jede Veröffentlichung natürlich auch die Auffindbarkeit im Netz.
Doch wie gelingt eigentlich gute Pressearbeit? Zunächst müssen Themen definiert werden, über die berichtet werden soll und die eine gewisse Relevanz haben müssen. Anschließend gilt es, hierfür die richtige Zielgruppe zu definieren und die Inhalte für diese passend auszuformulieren. Denn ein Anwenderbericht in einem spezialisierten Fachmagazin muss anders geschrieben werden als die Einladung zum Tag der offenen Tür oder die Bekanntgabe der neuesten Geschäftsergebnisse.
Gleichzeitig stellt Pressearbeit ein im Vergleich zur klassischen Werbung kostengünstiges Tool dar. Denn Veröffentlichungen in den Medien müssen nicht bezahlt werden. Andererseits gibt es somit auch keine Garantie für ein Erscheinen, da allein die Redaktionen über eine Veröffentlichung entscheiden (Stichworte: Neutralität und Unabhängigkeit). PR-Profis unterstützen Unternehmen hier mit ihrer Expertise und Medienkontakten.
Sicher ist es verlockend, in wirtschaftlich unsicheren Zeiten das PR-Budget zu kürzen, um schnell Kosteneinsparungen vorzunehmen. Doch wer das tut, handelt äußerst kurzsichtig. Denn wer gerade in Krisenzeiten weiterhin präsent und sichtbar ist, genießt in der Öffentlichkeit großes Vertrauen, wird als stabil und verlässlich wahrgenommen und geht so gestärkt aus der Flaute hervor. Hinzu kommt, dass selbst kleine positive Nachrichten im Umfeld einer allgemein wirtschaftlich schlechten Stimmung besonders große Aufmerksamkeit erfahren. Sie finden vor allem in Lokalredaktionen erhöhte Beachtung und werden somit eher veröffentlicht. Wer sich in Krisenzeiten öffentlich äußert und mögliche Lösungswege sowie eigene Maßnahmen zur Gegensteuerung aufzeigt, festigt zudem seinen Expertenstatus.
Mit zielgerichteter, regelmäßiger Pressarbeit erreicht man durch präzise Ansprache und ein interessantes Storytelling Vertrauen sowie Glaubwürdigkeit in der Öffentlichkeit – und das mit einem überschaubaren Budget.