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Digitales Marketing von A bis Z

Fabian Ziegler: „N“ wie New Work

 Fabian Ziegler, Geschäftsführer Team23. Foto: Team23 GmbH

Megatrend folgt auf Megatrend. Im Zuge dessen kommt auch das Konzept des New Work häufig in Gestalt eines Megatrends daher. Was es damit auf sich hat, erklärt Fabian Ziegler, Geschäftsführer der Augsburger Digitalagentur TEAM23, in der Reihe Digitales Marketing von A bis Z.

Konnektivität, Globalisierung, Urbanisierung und Individualisierung sind nur einige der jüngsten Megatrends. Nun folgt der Trend New Work. Da sich unsere Gesellschaft auf dem Weg von einer Industrie- zur Wissensgesellschaft befindet, sieht sich auch die Arbeitswelt gezwungen sich anzupassen. Die veralteten klassischen Arbeitsstrukturen brechen im Zuge dieses Zeitalters auf und machen Platz für flexiblere Vorstellungen.

In diesem neuen Wertewandel freier Arbeitsweise werden sich zukünftigen Arbeitsräume und Unternehmensstrukturen grundlegend ändern. Die zentralen Werte des Konzepts von New Work sind die Selbstständigkeit, die Freiheit und die Teilhabe an der Gemeinschaft. New Work soll neue Wege von Freiräumen für Kreativität und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit bieten. Dabei vermischen sich immer mehr die Grenzen zwischen Berufs- und Privatleben. Diese Idealform von New Work ist jedoch nicht nur eine Arbeit, die Spaß macht, oder sich gut mit dem Privatleben vereinbaren lässt. In der New-Work-Bewegung geht es vielmehr darum, dass die Arbeit mit den individuellen Interessen, Werten und Überzeugungen im Einklang stehen soll. Ob dieses sogenannte Work-Life-Blending nun positive oder negative Folgen hat, hängt davon ab, ob man die Arbeitsweise findet, die zu einem passt. Das erfordert in erster Linie vor allem Freiraum in der Unternehmensstruktur – die aktuelle Herausforderung für die Führung und das HR Management.

Bei TEAM23 beispielsweise wird New Work als innovative Zusammenarbeit verstanden. Das selbstbestimmte Handeln steht hier im Vordergrund, alte und starre Arbeitsmethoden werden sukzessive eliminiert und weichen neuen kreativen Ideen in der Zusammenarbeit untereinander wie auch in der (technologischen) Infrastruktur. Ein modernes Arbeitsumfeld mit flexiblen und modernen Arbeitsplätzen oder auch Arbeiten unabhängig von Ort und Zeit ermöglichen Freiräume für Kreativität und Entfaltung der eigenen Persönlichkeit und deren Stärken. Auf diese Weise wird Handlungsfreiheit gelebt. Ein flexibler Wechsel findet auch beim Thema Führung statt, sodass eine moderne und demokratische Führungskultur zwischen Führungs- und Fachkarriere entsteht. Die dabei entstehende Agilität fördert schnellere Entscheidungs-Prozesse und damit verbunden weniger Hierarchiestufen.

Persönliche Freiräume schaffen, flexible Arbeitsplätze, die Nutzung von neuen Technologien und der Wegfall von Hierarchien sind dabei nur einige Ansatzpunkte. New Work geht von einer völlig neuen Organisation von Arbeit aus. Aufgaben werden nicht mehr vorrangig in Abteilungen erledigt, sondern in Projekte aufgeteilt. Diejenigen mit den besten Fähigkeiten für ein jeweiliges Projekt werden in Teams organisiert, um das bestmögliche Ergebnis zu erzielen. Teams und auch ganze Organisationen lassen sich auf diese Art als Netzwerke begreifen. Bislang waren diese Netzwerke als relativ homogene Strukturen bekannt – sprich: Abteilungen. Im Gegensatz dazu sind sogenannte „Mixed Teams“ im New Work komplexe, heterogene und dynamische Netzwerke aus verschiedensten Mitarbeitern.

Letztendlich steht auch bei New Work der Mitarbeiter weiterhin im Mittelpunkt. Allerdings hat die aktuell in den Arbeitsmarkt drängenden Generationen X,Y und Z andere Ansprüche an ihr Arbeitsumfeld und an sich selbst. Zum anderen ändert sich aber auch die Erwartungshaltung der Kunden. Zum Beispiel wird ein Auto zu besitzen in Zukunft nicht mehr erstrebenswert sein oder zum Ausdruck des sozialen Status taugen. Unternehmen, die sich nicht an diese neue Lebens- und Arbeitswelt anpassen, werden langfristig keinen Erfolg haben.

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