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Maserati – Italienische Feinkost mit Fast-Food-Einflüssen

Expertentipps Automobiles Maserati

Maserati – Italienische Feinkost mit Fast-Food-Einflüssen Foto: Maserati
Maserati – Italienische Feinkost mit Fast-Food-Einflüssen Foto: Maserati

Schmelzen oder auch dahinfließen. Fasziniert sein und Begeisterung fühlen. Den Sinnen nachgehen, die betörend wirken. So und nicht anders müssen die Fahrzeuge von Maserati dem Betrachter erscheinen. Sie tun es auch. von Dietmar Stanka

Oberflächlich und von außen betrachtet. Feinkost aus Italien eben. Guckt man hinter die Kulissen, ein bisschen näher hin, fällt auf, dass die feine Designarbeit nicht in allen Bereichen eines Maseratis Einzug gehalten hat. Das erinnert an Fast Food, leider. Wer darüber hinwegsehen kann, darf sich neben dem wunderbaren Äußeren an herrlich brabbelnden oder auch fauchenden V8 erfreuen.

Maserati Quattroporte

Mit einem fulminanten Auftritt in dem Film „Ziemlich beste Freunde“ katapultierte sich die etwas in die Jahre gekommene Limousine in die Erinnerung zurück. Immer noch ein absoluter Hingucker, wurden dem Quattroporte, der mit dem 295 kW (400 PS) starken Motor bei 114.320 Euro startet, mehr Derivate zur Seite gestellt.

Der Quattroporte S zum Beispiel, 123.350 Euro teuer, leistet seit Kurzem 323 kW (440 PS), der Quattroporte Sport GT S für 133.310 Euro, 331 kW (450 PS). Für die Leistungssteigerung um 10 PS bei den beiden Fahrzeugen sind eine verminderte Motorreibung sowie eine optimierte Strömungsdynamik in der Ölwanne verantwortlich.

Maserati GranTurismo

Ein Coupé aus dem Bilderbuch der Designikonen. Der GranTurismo ist zum Niederknien schön und strahlt dabei eine ungemeine Sportlichkeit aus. Mit einem Einstandspreis von 112.280 Euro und einer Leistung von 298 kW (405 PS) öffnet dieser Maserati auch die Türen zu dem italienischen Traditionsunternehmen.

Der sportlichste Knaller ist im Moment der MC Stradale mit 331 kW (450 PS). Martialisch in seinem Äußeren und noch viel dramatischer in seinen Klangwelten, sobald der „Race-Knopf“ am Armaturenbrett aktiviert wurde. Da schreit einem ein böser und fauchender V8 an, dass es eine wahre Freude ist. Allerdings ist die Freude nicht bei allen Menschen gleich ausgeprägt. Bei unseren Testfahrten im Münchner Norden meinten die Freunde und Helfer in den silber-blauen Autos, dem ganzen Einhalt gebieten zu müssen. Aber ätsch, erstens darf der MC Stradale das und zweitens sollten auch griesgrämige Beamten den Mitbürgern Spaß gönnen.

Im zweiten Halbjahr 2012 bringt Maserati für die GranTurismo-Familie neben einer Leistungssteigerung für den GranTurismo Sport auf 338 kW (460 PS) einen überarbeiteten Innenraum mit mehr Platz im Fond auf den Markt. Weiterhin wurde die Frontpartie überarbeitet und mit prägnanten LED-Tagfahrlichtern sowie effizienteren Lufteinlässen versehen.

Maserati GranCabrio

Offen ist der Sound eines Maserati-V8 ein Hochgenuss. Deshalb empfiehlt sich für den Fan imposanter Ouvertüren der Kauf eines GranCabrio. Am besten die Variante Sport, die mit 331 kW (450 PS) mehr Volumen aufweist. Auch wenn diesem dieselbe Leistung wie dem MC Stradale eingehaucht wurde, fehlt ihm doch der „Race-Knopf“. Dennoch ist der Sound nicht von schlechten Eltern, halt nur nicht so Polizei-auffällig.

Mit gerade einmal 10 PS weniger muss sich im Moment das GranCabrio begnügen. Die Fahrleistungen differieren bei so wenig Unterschied nur marginal, anstatt 285 km/h ist das „schwächere“ Modell nur 283 km/h schnell. Preislich ist der Unterschied ähnlich marginal. Die Sportvariante liegt bei 138.720 Euro, die „normale“ bei 132.770 Euro.

Zukunft

2013 will Maserati den Quattroporte mit einem nagelneuen Modell ersetzen. Fast zeitgleich soll eine Limousine aus dem sogenannten E-Segment den Kundenkreis des Modenser Unternehmens erweitern. Zudem will Maserati, mittels Technik aus dem Jeep Grand Cherokee, in den SUV-Markt einsteigen. Die Studie „Kubang“ gab auf der IAA 2011 einen ersten Ausblick.

Fazit

Der äußere Glanz und die Faszination sämtlicher Maserati Modelle ist ein schöner Schein. Dramatisch der Auftritt und dann fehlt es an der Detailarbeit. Mag sein, dass man sich auch in der heutigen Zeit gerne an die italienischen Automanufakturen zurückerinnert. Wo nicht jedes Spaltmaß gepasst hat und auch mal eine Naht nicht exakt gerade genäht war. Aber es kann nicht angehen, dass in einem mehr als 100.000 Euro teueren Luxusgefährt ein Navigationssystem der PSA-Gruppe ihren Dienst tut. Eine echte Billig-Variante, die eins zu eins auch in Kleinwagen dieses Unternehmens zu finden ist. Da muss dringend nachgebessert werden. Auch um den Ruf dieses ruhmreichen Unternehmens gerecht zu werden. (ds)