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Gebaut für den US-Markt und dementsprechend konzipiert. Lackiert in einem giftigen Grün, das dem Genesis Coupé herausragend gut steht. 3,8 Liter ist der Sechszylinder in V-Form groß und leistet 223 kW (303 PS), ganz ohne Aufladung.
Fahreigenschaften
Es ist das sonore Brabbeln des Motors was sofort begeistert. Dazu komponiert ein knallhartes Fahrwerk, welches jede Bodenunebenheit stante pede ungefiltert in die Bandscheibe schickt. Das Hyundai Genesis Coupé qualifiziert sich somit nicht für Weicheier, die es lieber komfortabel gefedert haben wollen. Disqualifiziert ebenfalls sämtliche Fahranfänger und unerfahrene Lenker. Der Genesis will nämlich von erfahrenen Cowboys eingeritten werden. Genau wie ein wilder Mustang in den Weiten der Prärie.
Leichte Feuchtigkeit auf der Straße lässt den Genesis mit dem Heck ausbrechen, dass es eine wahre Freude ist. Klar greift sofort und vehement das ESP ein, einen Adrenalinkick versetzt es einem trotzdem. Wird die elektronische Hilfe allerdings eliminiert, ist Walzertanzen angesagt und das auch auf trockenem Asphalt. Die Kraftverteilung von 55 Prozent auf der Vorderachse und 45 Prozent auf der Hinterachse macht das Genesis Coupé hinten verdammt leicht und damit zur Heckschleuder per Excellence.
Ausstattung
Während Hyundai die sogenannten Brot- und Butterautos von i10 bis i40 wie auch die SUV immer europäischer und damit hochwertiger gestaltet, ist das Hyundai Genesis Coupé ein typischer Ami. Relativ viel Hartplastik und blechern klingend schließende Türe strahlen nicht das neue Hyundai Image aus. Wer es aber archaisch liebt und ein Hardcore-Coupé zu einem sagenhaft günstigen Preis pilotieren möchte, ist mit dem Genesis bestens bedient.
34.990 Euro verlangt Hyundai für den V6, wer sich mit einem 2-Liter-Turbo begnügen kann, der 157 kW (214 PS) leistet, ist mit 29.990 Euro dabei. Aufpreispflichtig sind bei dem 3,8-Liter nur noch das Automatikgetriebe mit Schaltwippen am Lenkrad für 1.975 Euro sowie die Metalliclackierung für 590 Euro. Die in unserem Testwagen verbaute Sechsgang-Automatik konnte uns ansatzweise überzeugen. Beim normalen Cruisen in der Stadt, auf Landstraßen und der Autobahn mussten selten manuelle Eingriffe erfolgen, um mal schnell zu beschleunigen.
Wer es allerdings dem Auftritt gemäß durchwegs gerne sportlich hätte, ist zum manuellen Sechsgang-Getriebe zu raten. Damit geschaltet hängt das Genesis Coupé besser am Gas und zeigt viel mehr Agilität, die der Automatik leider abgeht. Auch hier zeigt sich die erste Marktorientierung dieses Fahrzeugs in Richtung der USA. Zudem spart man sich knapp 2.000 Euro, die dann besser für eine schöne Urlaubsreise angelegt werden können.
Trotz des umfangreichen Ausstattungspakets inklusive Ledersitzen und sämtlichen Sicherheitsfeatures fehlten uns ein paar lieb gewonnene Optionen. Unter anderem ein Regensensor und die Möglichkeit die Scheinwerfer auf Bi-Xenon aufzurüsten. Aber es steht ja ein Facelift ins Haus, möglicherweise legt Hyundai in diesen Bereichen nach.
Fazit
Wer einen preiswerten Einstieg in das Segment der Sport-Coupés sucht, ist mit dem Hyundai Genesis Coupé sehr gut bedient. Dieses Automobil ist zudem ein würdiger Nachfolger der Ponycars, die in den USA so beliebt waren und wieder sind. Es hängt zwar kein V8 unter der Haube, dennoch ist der drehfreudige und brabbelnde V6 eine wahre Freude. Außerdem frisst einem der 303 PS starke V6 nicht die Haare vom Kopf, was den Verbrauch angeht. Bei durchwegs flotter Fahrweise und relativ viel Stadtverkehr waren es im Schnitt um die 11 Liter. (ds)
Technische Daten: Hyundai Genesis Coupé 3,8 Automatik