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Augenlasern

Augenlasern

Dr. med. Dieter Klaas ist Augenfacharzt und gilt als Pionier für die Korrektur von Fehlsichtigkeit durch operative und Laser-Behandlung in Bayern. Nach der Übergabe der Augenarztpraxis mit aktuellen Standorten in Friedberg, Augsburg, Aichach, Schwabmünchen und Landsberg arbeitet Dr. Klaas in dieser Praxis noch operativ und beratend. Wir sprachen mit ihm über den „Weg in eine neue Freiheit“ – ohne Brille oder Kontaktlinsen.

Herr Dr. Klaas, seit Ihren persönlichen Anfängen auf dem Gebiet des Augenlaserns vor 20 Jahren hat sich viel getan. Wie sieht der heutige technische Stand der Dinge aus?

Dr. med. Dieter Klaas: Der Excimerlaser, der ja vorwiegend in der Hornhautchirurgie eingesetzt wird, ist immer besser geworden – schneller und genauer. Mit den Laser- und Diagnostiksystemen, die uns jetzt zur Verfügung stehen, können auch unregelmäßige, früher kaum zu behandelnde Brechkraftfehler therapiert werden. Computergesteuerte Nachführsysteme sowie der Einsatz von Bild gebenden Verfahren zur exakten Diagnostik auch komplizierter Sehfehler erweitern unser heutiges Spektrum erheblich.

Welche Arten von Sehfehlern lassen sich mit diesen Verfahren korrigieren?

Dr. med. Dieter Klaas: Myopie (Kurzsichtigkeit), Hyperopie (Weitsichtigkeit), Astigmatismus (Hornhautverkrümmung) sowie verschiedene Formen anderer Hornhauterkrankungen, die die Sehleistung beeinträchtigen.

Wie sieht es mit der Korrektur von Altersweitsichtigkeit aus, wenn früher schon andere Korrekturmaßnahmen, zum Beispiel zur Behebung von Kurzsichtigkeit, vorgenommen wurden?

Dr. med. Dieter Klaas: Generell ist die so genannte Presbyopiebehandlung nicht unproblematisch. Es gibt zwar mehr und mehr operative Verfahren mittels Laser, die aber grundsätzlich immer einen Kompromiss darstellen, weil ja – einfach ausgedrückt – die physikalischen Gesetze der Lichtbrechung auch von uns Ärzten nicht via Zauberei aufgehoben werden können. Das heißt, dass wir immer mit Lichtverlusten zu rechnen haben und sich ein Verlust an Sehschärfe nicht immer vermeiden lässt. Nach einer vorangegangenen Operation müssen die Analysen der Hornhaut zeigen, ob solche Eingriffe noch möglich sind. Lasersysteme wie der Femtosekundenlaser sind heute in der Lage, die Presbyopie vermutlich besser zu korrigieren als der Excimerlaser, es liegen uns hierfür jedoch noch keine Langzeitergebnisse vor. Allerdings zeigen generell alle Studien eine sehr hohe Patientenzufriedenheit, selbst wenn nicht die komplette Fehlsichtigkeit korrigiert werden kann.

Welche generellen verfahrenstechnischen Weiterentwicklungen erwarten Sie in den kommenden 5 Jahren?

Dr. med. Dieter Klaas: Es werden immer noch schnellere und auch kombinierte Laserverfahren entwickelt werden. Auch sind laserchirurgische Verfahren an der intakten Augenlinse zur Behandlung der Altersweitsichtigkeit zu erwarten, die die jetzigen Probleme – Lichtverlust und Minderung des Kontrastsehens – dadurch lösen, dass der Eingriff an der Stelle erfolgt, die ursächlich für die Altersweitsichtigkeit verantwortlich ist: die unelastisch werdende Augenlinse. Vielleicht gelingt ja im Rahmen der Gründung und des Ausbaus unseres Augsburger Innovationsparks die Ansiedlung von entsprechenden Forschungs- und Entwicklungsabteilungen?

Können Sie sich vorstellen, dass die Behandlungskosten, die ja derzeit bei ca. 2.000 Euro pro Auge liegen, in Zukunft sinken oder dass die Krankenkassen sich an den Kosten beteiligen?

Dr. med. Dieter Klaas: Auch wir sind dem Trend, die Preise zu senken, gefolgt. Eine weitere Preissenkung ist nicht sinnvoll, da immer höhere Investitionskosten auf uns zukommen. Zudem stehen wir deutschen Augenchirurgen im Vergleich zu so manchem Billiganbieter für hohe fachliche Qualifikation sowie intensive und individuelle Rundumbetreuung unserer Patienten. Die Krankenkassen sollten sich angesichts der weiteren Finanzierbarkeit unseres Gesundheitssystems auf keinen Fall an den Kosten für die refraktive Chirurgie beteiligen. Das wäre meiner Meinung nach unsozial und sehr bedenklich, wenn andererseits so viele andere Dinge in unserer Gesellschaft notwendig sind, die unser Sozial- und Krankenkassensystem tragen müsste. Und selbst wenn wirklich einmal in unserem Krankenkassensystem Überschüsse erwirtschaftet werden sollten, so müssten zunächst einmal Rücklagen geschaffen und Mitgliedsbeiträge gesenkt werden.

Welche Gefahren kann eine Laserbehandlung bergen, und tut sie eigentlich weh?

Dr. med. Dieter Klaas: Die möglichen Komplikationen kann man in zwei große Gruppen einteilen: technikbedingte und so genannte Wundheilungskomplikationen. Eine Nachoperation könnte erforderlich sein, wenn das gewünschte Ergebnis vom gesteckten Ziel abweicht. So genannte Blendungserscheinungen haben wir bei unserer Operationsstrategie nicht, bei Wundheilungsproblemen, kann gelegentlich die Entwicklung zur vollen Sehschärfe etwas länger dauern. Beides haben wir durch hohen Aufwand in den letzten Jahren noch weiter optimieren können, auch durch die Gründung eines neuen Operationszentrums mit unserem neuem Laser im Herzen von Augsburg in der Prinzregentenstrasse 25. Schmerzen tut ein solcher Eingriff nicht, selbst die Eingriffe beim Einsetzen von künstlichen Linsen tun nicht weh.