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Folge 61: Angie Roß, a.tv GmbH & Co. KG

101 Köpfe: Vor der Kamera zu Hause

Angie Roß, Moderatorin bei a.tv, Foto: Stefan Mayr Fotgrafie | Lighthouse
Angie Roß, Moderatorin bei a.tv, Foto: Stefan Mayr Fotgrafie | Lighthouse

Angie Roß informiert als Moderatorin beim TV-Sender a.tv über das Geschehen in Bayerisch-Schwaben. B4B SCHWABEN hat den Spieß umgedreht und der gebürtigen Günzburgerin im 101 Köpfe-Interview einige Fragen gestellt.

 

 


Angela Roß

Alter: 30
Position: Moderatorin, CvD Magazinformate, Redakteurin
Unternehmen: a.tv GmbH & Co. KG
Hobbys: Kochen, Reisen, Kino und Konzerte




B4B SCHWABEN: Frau Roß, als Moderatorin bei a.tv sind Sie ein bekanntes Gesicht in der Fuggerstadt. Was hat Sie als gebürtige Günzburgerin eigentlich nach Augsburg gebracht – und auch gehalten?

Angie Roß: Ehrlich gesagt war es die Vernunft. Eigentlich wollte ich zum Studieren nach London gehen, habe mich jedoch nicht so wirklich getraut. Deshalb dachte ich mir: Fangen wir erst einmal ganz bodenständig in Augsburg an, eher als Zwischenstopp. Inzwischen sind wir im zehnten Jahr und lieben uns sehr, mein Augsburg und ich.

B4B SCHWABEN: Ursprünglich wollten Sie Lehrerin werden, ihr Weg nach Augsburg führte erst einmal an die Uni. Von dort ging es weiter zum Radio und schließlich zum Fernsehen. Wie kam es zu dem Wechsel in die Medienbranche und anschließend vom Radio ins Fernsehen?

Angie Roß: Ich wollte ehrlich gesagt nie Lehrerin werden. Das war auch wieder so eine Vernunftentscheidung. Ich war mir unsicher, was ich genau machen soll. In meiner Abizeitung steht der typische Satz „Ich will irgendwas mit Medien machen“. Im Lehramtsstudium an der Uni Augsburg bin ich dann auch nicht so richtig warm geworden. Als ich beim Campus-Radio „Kanal C“ in die Radiowelt hinein schnuppern konnte, entwickelte es sich schließlich zum Selbstläufer: Ich habe ein Praktikum bei Fantasy gemacht, das Volontariat bekommen und wurde dort übernommen. Trotzdem hat mir im Radio immer etwas gefehlt. Ich wusste aber nicht genau, was es ist. Fernsehen hat mich schon immer fasziniert. Gerade Moderatorinnen wie Birgit Schrowange oder Frauke Ludowig haben mich besonders begeistert. Dann habe ich gehört, dass a.tv Unterstützung sucht … Die Bewerbung hat geklappt – und ich habe meine Entscheidung keine Sekunde bereut. Ich fühle mich einfach total wohl und rundum zuhause, wenn ich vor diesem schwarzen Kasten stehe.

B4B SCHWABEN: Es fielen die Namen Birgit Schrowange und Frauke Ludowig. Gibt es für Sie ein Idol?

Angie Roß: Mein absolutes Idol ist meine Mama, weil sie alles ganz toll gemacht hat. Meine Mam war alleinerziehend, hat mich und meinen großen Bruder an die Hand genommen und uns alles beigebracht, was wir können. Darauf kann sie wahnsinnig stolz sein. Ich möchte es einmal genauso machen wie sie.

B4B SCHWABEN: Haben Sie eigentlich noch manchmal Lampenfieber?

Angie Roß: Ich habe noch oft Lampenfieber. Bei Veranstaltungsmoderationen sowieso, da sind die Schwitzehände und die weichen Knie auf jeden Fall dabei. Ich werde den Moment nie vergessen, als ich bei den Proben zur Kanu-EM letztes Jahr zum ersten Mal auf der Bühne in der Kongresshalle stand. Da wollte ich nur noch weg. Wenn es dann aber soweit ist, fühle ich mich immer total wohl und könnte stundenlang auf der Bühne stehen. Im Fernsehalltag kommt es übrigens auch noch vor, dass ich nervös bin. Zum Beispiel wenn ich lange nicht moderiert habe, weil ich im Urlaub war. Wenn ich dann wieder ins Studio gehe, ist das schon mit Herzklopfen verbunden – ein bisschen so wie ein erstes Date.

B4B SCHWABEN: Wie fühlt es sich an, sich selbst auf dem Bildschirm zu sehen?

Angie Roß: Es ist immer noch sehr komisch, wenn ich abends auf der Couch sitze und mich beim Durchzappen selbst sehe. Das ist so unwirklich. Aber ich schaue es mir natürlich an, als eine Art Selbstkontrolle, und bin dabei sehr kritisch. „Sitzen die Klamotten richtig? Ist die Farbe gut? Oh, da steht eine Strähne ab.“ Auch auf meine Formulierungen, meine Gestik und Mimik achte ich, wenn ich mich selbst sehe. Hin und wieder versuche ich natürlich auch, mir von den großen Moderatoren etwas abzukucken. Wenn ich eine bestimmte Handbewegung oder Mimik sehe, versuche ich, diese nachzumachen. Und ich kann ja auch erst im Schnitt oder wenn es gesendet ist überprüfen, ob es genauso rüberkam, wie ich es mir gedacht habe.

B4B SCHWABEN: Wie gehen Sie und die Augsburger mit Ihrer Bekanntheit um? Werden Sie oft auf der Straße angesprochen – und können Sie überhaupt noch ein normales Privatleben in Augsburg führen?

Angie Roß: Ich sehe mich selbst eigentlich gar nicht als Promi. Ich bin immer noch die gleiche wie vorher. Ich hatte einfach das Riesenglück, einen prima Job zu ergattern. Gelegentlich werde ich auf der Straße angesprochen. Das war bisher durchweg positiv, was ja auch ein schönes Feedback auf meine Arbeit ist. Manche trauen sich auch erst ganz spät, mich anzusprechen. Wenn ich beispielsweise Kleidung oder Schuhe kaufe, wird manchmal beim Bezahlen gefragt: „Sehe ich das dann auch im Fernsehen?“ Manche sagen aber auch direkt: „Oh Gott, Sie kenne ich doch!“ Andere wiederum sind sich nicht so sicher … Das ist alles schon sehr süß und die Augsburger sind sehr, sehr lieb.

B4B SCHWABEN: Sie sind täglich mit den Themen, die Bayerisch-Schwaben bewegen, in Berührung. Wie ticken denn die Menschen Ihrer Meinung nach hier? Was zeichnet Sie besonders aus?

Angie Roß: Ich habe natürlich wenige Vergleichsmöglichkeiten, weil ich selbst ja auch aus der Region stamme. Aber ich schätze es sehr, dass die Leute hier in der Region so bodenständig, dankbar und entspannt sind. Dieses vermeintliche Gegrummel und dass hier jeder so mürrisch ist – das empfinde ich persönlich gar nicht so. Man müsste einfach einmal lächelnd durch die Stadt gehen, also alle Leute – ob man sie kennt oder nicht – anlächeln. Ich bin sicher: Alle lächeln zurück. Und das ist ein Zeichen dafür, dass die Augsburger gar nicht so verkehrt sein können. Ich glaube, wir sind viel netter als wir selbst immer von uns sagen.

B4B SCHWABEN: Was bewegt die Augsburger derzeit? Als Moderatorin von a.tv sind Sie ja sozusagen mitten im Geschehen …

Angie Roß: Ich glaube, dass die zahlreichen Veränderungen in Augsburg und Bayerisch-Schwaben großen Einfluss auf die Menschen hier nehmen, seien es die Kommunalwahlen, die jetzt bevorstehen, oder die ganzen Baustellen – allein, wie sich das Stadtbild hier verändert. Sebastian Priller hat einmal gesagt, dass wir nicht über die Baustellen klagen sollen, sondern wirklich jede Bordsteineröffnung feiern müssten. Ich finde, damit hat er recht. Wir legen hier einen super Grundstein für die Zukunft der Stadt. Dieses Fundament so aufzureißen und nochmal neu zu machen ist meiner Meinung nach eine gute Basis, um das Ganze noch weiter nach vorne zu bringen.

B4B SCHWABEN: Gewähren Sie uns einen Blick hinter die Kameras. Wie sieht der Arbeitsalltag einer Fernsehmoderatorin aus?

Angie Roß: Dadurch, dass ich die Sendungen nicht nur moderiere, sondern auch plane, schneide, texte und vertone – wirklich von der ersten Idee jeder Sendung bis zur Abgabe – ist es schon ein Full-Time-Job, ich bin oft sehr beschäftigt. Teilweise bin ich den ganzen Tag im Schnitt und abends noch auf Veranstaltungen. Die Mischung finde ich jedoch toll, also zum einen das Nach-draußen-Gehen und Mit-den-Menschen-Sprechen und zum anderen eben auch zu planen, welches Thema eignet sich wann, welche Stars, welche Kabarettisten kommen in die Region, was ist sonst noch los … Das ist schon etwas ganz Besonderes.

B4B SCHWABEN: Geht es in Ihrer Freizeit auch so spannend zu?

Angie Roß: Im Vergleich zu meinem Job ist meine Freizeit eher unspektakulär. Dadurch, dass ich die ganze Zeit unterwegs bin und so viel erlebe, bin ich total froh über jeden unaufgeregten Abend auf der Couch. Der absolute Knaller ist, so zu kochen, dass ich mich genau dann aufs Sofa fallen lasse, wenn der Tatort-Vorspann angeht und dazu ein tolles Bier – ich bin begeisterte Bier-Trinkerin. Dann noch die beiden Katzen und mein Freund dazu und die Welt ist total in Ordnung.

B4B SCHWABEN: Was hält das neue Jahr für Sie – und die Region – bereit?

Angie Roß: Auf lange Sicht werde ich das Team der Stadtgespräche unterstützen. Ansonsten moderiere ich ja bereits drei Formate – a.tv Boulevard, a.tv aktuell und AHochDrei – das Wirtschaftsmagazin für die Region Augsburg. Langweilig wird mir garantiert nicht. Mein Kalender für das nächste Jahr ist auf jeden Fall schon gut gefüllt. Es kommt sehr viel auf die Region zu und es kommen zahlreiche interessante Leute. Wir dürfen absolut gespannt sein – und man wird mich bei der ein oder anderen Veranstaltung auch auf der Bühne sehen. Natürlich moderierend.

B4B SCHWABEN: Ganz spontan in 15 Sekunden: drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben?

Angie Roß: Die Familie Priller, weil sie so bodenständig und kreativ sind und die Stadt Augsburg so aktiv nach außen tragen. Alleine wie oft Sebastian in Talkshows war … Er macht das mit solch einer Freude und die ganze Familie steht 100-prozentig hinter diesem Engagement – und trotzdem sind sie so nett und so menschlich. Als Zweites fällt mir Weihbischoff Anton Losinger ein. Von ihm bin ich jedes Mal sehr angetan, wenn ich ihn treffe. Ich finde, er hat eine tolle Ausstrahlung, ist immer hellwach und ganz da und kennt außerdem jeden mit Namen. Das ist echt beeindruckend. Um auch eine Frau zu nennen: Ursula Baier Pickartz. Sie hat immer ein offenes Ohr und ist sehr darauf bedacht, dass man Augsburg noch mehr in Szene setzt und dass sich etwas tut. Sie ist für mich ein Phänomen und ganz wichtig für Augsburg, glaube ich.

B4B SCHWABEN: Welche Frage wollten Sie, die Sie ja als Moderatorin eigentlich die Fragende sind, immer schon einmal gestellt bekommen?

Angie Roß: Ich würde mich sehr freuen, wenn Günther Jauch mir die Eine-Millionen-Euro-Frage stellen würde: Welches Land ist der Hauptexporteur von Himbeeren? Die Lösung wüsste ich sogar ohne die vier Antwort-Möglichkeiten: Serbien. Und dann würde ich ihm auch meine Kontonummer verraten.

B4B SCHWABEN: Vielen Dank für das freundliche Gespräch!