SPONSORED POST Interview

So sichern sich Unternehmen die Fachkräfte von morgen

Knapp 5.000 IHK-Ausbildungsbetriebe gibt es derzeit in Bayerisch-Schwaben. Dr. Christian Fischer, Ausbildungsexperte der IHK Schwaben, erklärt im Interview, wo die größten Herausforderungen für die Unternehmen liegen und was die Betriebe tun können, um sich bereits jetzt die Top-Fachkräfte von morgen zu sichern.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie ist die aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt?

Dr. Christian Fischer: Die Bereitschaft, junge Fachkräfte auszubilden, ist unverändert groß. Jedoch kämpft die Wirtschaft derzeit nicht nur mit den Folgen der Corona- oder der Ukraine-Krise. Den Unternehmen fehlen schlicht qualifizierte Bewerbungen. Rein rechnerisch kamen im vergangenen Jahr auf jeden Interessenten an einer Ausbildung zwei offene Stellen. Für junge Menschen ist das schön. Die Unternehmen ringen dagegen um potenzielle Auszubildende. Jedes Jahr bleiben Hunderte Stellen unbesetzt. Für die Unternehmen und auch für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung unserer Region ist das dramatisch.  


Welche Tipps haben Sie für das Azubi-Recruiting? 

Fischer: Wird das Unternehmen im Web gefunden? Suchmaschinen sind das Hilfsmittel bei der digitalen Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz. Mit professioneller Suchmaschinenoptimierung oder Online-Werbung lassen sich bessere Ergebnisse erzielen. Auch ein eigener Social-Media-Auftritt ist hilfreich. Rühren Sie aber auch offline die Werbetrommel: Mundpropaganda ist effektiv und günstig. Unternehmen sollten wann immer möglich von ihrem Ausbildungsangebot berichten. Schreiben Sie Schulen an, weisen Sie auf offene Ausbildungsstellen hin oder laden Sie Schülerinnen und Schüler zu Praktika oder Firmenbesuchen ein. 


Was bietet die IHK Schwaben ihren Mitgliedsunternehmen, um offene Ausbildungsplätze zu besetzen?

Fischer: Die IHK Schwaben unterstützt die Unternehmen mit vielfältigen Angeboten wie z. B. die IHK-Lehrstellenbörse, den IHK-Firmenguide, Tipps und Tricks zum Ausbildungsmarketing, mit eigenen regionalen Ausbildungsmessen wie die fitforJOB! in Augsburg und die Berufsinfomesse Lindau-Westallgäu oder durch Medienkampagnen wie die Allgäuer Berufsoffensive oder die Lehrstellenbörse (LEO). Außerdem informiert der Newsletter der IHK Schwaben die Ausbildungsbetriebe wöchentlich über aktuelle Themen und Angebote.

www.schwaben.ihk.de/ausbildung 


Wie funktioniert beispielsweise die IHK-Lehrstellenbörse? 

Fischer: Die IHK-Lehrstellenbörse ist eine digitale Plattform, die von den Unternehmen wenig Aufwand erfordert, aber sehr wirkungsvoll ist. Unternehmen können hier offene Ausbildungsplätze kostenlos einstellen und von einer enormen Reichweite profitieren. Denn die IHK-Lehrstellenbörse ist bundesweit zugänglich. Interessenten aus ganz Deutschland suchen hier nach Ausbildungsplätzen. Gleichzeitig können Unternehmen in der Lehrstellenbörse Ausbildungsplatzgesuche von Kandidatinnen und Kandidaten durchstöbern, die sich bereits intensiv mit der Jobsuche befasst haben.

www.ihk-lehrstellenboerse.de 


Wie sieht es dieses Jahr mit den Ausbildungsmessen aus? 

Fischer: Wir gehen davon aus, dass die meisten Berufsinfomessen in Präsenz stattfinden können. Um den jungen Leuten wieder einen persönlichen Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern zu ermöglichen, haben wir die fitforJOB! in Augsburg auf den 21. Mai verschoben. Eine Übersicht aller Berufsorientierungsmessen in Bayerisch-Schwaben haben wir erstellt auf:

www.schwaben.ihk.de/berufsinfomessen 

www.fitforjob-augsburg.de


Was hat es mit der Lehrstellenoffensive (LEO) auf sich?

Fischer: Die Lehrstellenoffensive (LEO) bietet Ausbildungsbetrieben in ganz Bayerisch-Schwaben die Möglichkeit, eine Anzeige zu verfügbaren Ausbildungsplätzen in ihrer Heimatzeitung zu schalten. Auch Suchende haben die Möglichkeit ein kostenloses Gesuch in der Zeitung zu veröffentlichen. Die Plattform für dieses Projekt stellt die Augsburger Allgemeine, die IHK Schwaben ist einer von mehreren Projektpartnern.

www.leo-verbindet.de


Wie können Ausbildungsbetriebe von der IHK-Qualifizierungsoffensive profitieren? 

Fischer: Für immer mehr Unternehmen sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit Schlüsselthemen des Erfolgs. Damit das gelingt, müssen die erforderlichen Kompetenzen möglichst schon in der Ausbildung vermittelt werden. Mit einer vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderten Qualifizierungsinitiative wollen die bayerischen IHKs die Ausbildungsbetriebe unterstützen, diese Anforderungen in ihrem Alltag umzusetzen.

Alle Qualifizierungsangebote und Termine unter: www.schwaben.ihk.de, Nr. 5417912 


Wie sollten die Unternehmen am besten vorgehen? 

Fischer: Das Wichtigste ist, dass die Unternehmen frühzeitig planen. Auf dem Weg zum passenden Auszubildenden bieten wir den Unternehmen umfassende Informationen an. Sind noch Fragen offen, dann melden Sie sich bei der IHK Schwaben. Unsere Experten unterstützen Sie gerne.


Dr. Christian Fischer ist seit 2017 für die IHK Schwaben tätig, seit 2021 leitet er den Fachbereich Berufliche Bildung. Fischer hat eine duale Ausbildung absolviert, bevor er Betriebswirtschaftslehre studierte und in der Bildungsforschung promovierte.


Kontakt:

Industrie- und Handelskammer Schwaben

Stettenstraße 1 + 3 | 86150 Augsburg

Telefon 0821 3162-100

berufsorientierung@schwaben.ihk.de

www.schwaben.ihk.de/ausbildung 

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So sichern sich Unternehmen die Fachkräfte von morgen

Knapp 5.000 IHK-Ausbildungsbetriebe gibt es derzeit in Bayerisch-Schwaben. Dr. Christian Fischer, Ausbildungsexperte der IHK Schwaben, erklärt im Interview, wo die größten Herausforderungen für die Unternehmen liegen und was die Betriebe tun können, um sich bereits jetzt die Top-Fachkräfte von morgen zu sichern.

B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Wie ist die aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt?

Dr. Christian Fischer: Die Bereitschaft, junge Fachkräfte auszubilden, ist unverändert groß. Jedoch kämpft die Wirtschaft derzeit nicht nur mit den Folgen der Corona- oder der Ukraine-Krise. Den Unternehmen fehlen schlicht qualifizierte Bewerbungen. Rein rechnerisch kamen im vergangenen Jahr auf jeden Interessenten an einer Ausbildung zwei offene Stellen. Für junge Menschen ist das schön. Die Unternehmen ringen dagegen um potenzielle Auszubildende. Jedes Jahr bleiben Hunderte Stellen unbesetzt. Für die Unternehmen und auch für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung unserer Region ist das dramatisch.  


Welche Tipps haben Sie für das Azubi-Recruiting? 

Fischer: Wird das Unternehmen im Web gefunden? Suchmaschinen sind das Hilfsmittel bei der digitalen Suche nach dem richtigen Ausbildungsplatz. Mit professioneller Suchmaschinenoptimierung oder Online-Werbung lassen sich bessere Ergebnisse erzielen. Auch ein eigener Social-Media-Auftritt ist hilfreich. Rühren Sie aber auch offline die Werbetrommel: Mundpropaganda ist effektiv und günstig. Unternehmen sollten wann immer möglich von ihrem Ausbildungsangebot berichten. Schreiben Sie Schulen an, weisen Sie auf offene Ausbildungsstellen hin oder laden Sie Schülerinnen und Schüler zu Praktika oder Firmenbesuchen ein. 


Was bietet die IHK Schwaben ihren Mitgliedsunternehmen, um offene Ausbildungsplätze zu besetzen?

Fischer: Die IHK Schwaben unterstützt die Unternehmen mit vielfältigen Angeboten wie z. B. die IHK-Lehrstellenbörse, den IHK-Firmenguide, Tipps und Tricks zum Ausbildungsmarketing, mit eigenen regionalen Ausbildungsmessen wie die fitforJOB! in Augsburg und die Berufsinfomesse Lindau-Westallgäu oder durch Medienkampagnen wie die Allgäuer Berufsoffensive oder die Lehrstellenbörse (LEO). Außerdem informiert der Newsletter der IHK Schwaben die Ausbildungsbetriebe wöchentlich über aktuelle Themen und Angebote.

www.schwaben.ihk.de/ausbildung 


Wie funktioniert beispielsweise die IHK-Lehrstellenbörse? 

Fischer: Die IHK-Lehrstellenbörse ist eine digitale Plattform, die von den Unternehmen wenig Aufwand erfordert, aber sehr wirkungsvoll ist. Unternehmen können hier offene Ausbildungsplätze kostenlos einstellen und von einer enormen Reichweite profitieren. Denn die IHK-Lehrstellenbörse ist bundesweit zugänglich. Interessenten aus ganz Deutschland suchen hier nach Ausbildungsplätzen. Gleichzeitig können Unternehmen in der Lehrstellenbörse Ausbildungsplatzgesuche von Kandidatinnen und Kandidaten durchstöbern, die sich bereits intensiv mit der Jobsuche befasst haben.

www.ihk-lehrstellenboerse.de 


Wie sieht es dieses Jahr mit den Ausbildungsmessen aus? 

Fischer: Wir gehen davon aus, dass die meisten Berufsinfomessen in Präsenz stattfinden können. Um den jungen Leuten wieder einen persönlichen Kontakt zu potenziellen Arbeitgebern zu ermöglichen, haben wir die fitforJOB! in Augsburg auf den 21. Mai verschoben. Eine Übersicht aller Berufsorientierungsmessen in Bayerisch-Schwaben haben wir erstellt auf:

www.schwaben.ihk.de/berufsinfomessen 

www.fitforjob-augsburg.de


Was hat es mit der Lehrstellenoffensive (LEO) auf sich?

Fischer: Die Lehrstellenoffensive (LEO) bietet Ausbildungsbetrieben in ganz Bayerisch-Schwaben die Möglichkeit, eine Anzeige zu verfügbaren Ausbildungsplätzen in ihrer Heimatzeitung zu schalten. Auch Suchende haben die Möglichkeit ein kostenloses Gesuch in der Zeitung zu veröffentlichen. Die Plattform für dieses Projekt stellt die Augsburger Allgemeine, die IHK Schwaben ist einer von mehreren Projektpartnern.

www.leo-verbindet.de


Wie können Ausbildungsbetriebe von der IHK-Qualifizierungsoffensive profitieren? 

Fischer: Für immer mehr Unternehmen sind Digitalisierung und Nachhaltigkeit Schlüsselthemen des Erfolgs. Damit das gelingt, müssen die erforderlichen Kompetenzen möglichst schon in der Ausbildung vermittelt werden. Mit einer vom Bayerischen Wirtschaftsministerium geförderten Qualifizierungsinitiative wollen die bayerischen IHKs die Ausbildungsbetriebe unterstützen, diese Anforderungen in ihrem Alltag umzusetzen.

Alle Qualifizierungsangebote und Termine unter: www.schwaben.ihk.de, Nr. 5417912 


Wie sollten die Unternehmen am besten vorgehen? 

Fischer: Das Wichtigste ist, dass die Unternehmen frühzeitig planen. Auf dem Weg zum passenden Auszubildenden bieten wir den Unternehmen umfassende Informationen an. Sind noch Fragen offen, dann melden Sie sich bei der IHK Schwaben. Unsere Experten unterstützen Sie gerne.


Dr. Christian Fischer ist seit 2017 für die IHK Schwaben tätig, seit 2021 leitet er den Fachbereich Berufliche Bildung. Fischer hat eine duale Ausbildung absolviert, bevor er Betriebswirtschaftslehre studierte und in der Bildungsforschung promovierte.


Kontakt:

Industrie- und Handelskammer Schwaben

Stettenstraße 1 + 3 | 86150 Augsburg

Telefon 0821 3162-100

berufsorientierung@schwaben.ihk.de

www.schwaben.ihk.de/ausbildung 

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