START-UP

Not Yet Visible: You can’t be what you can’t see

Ideen erleben dank modernster VR-Technik: Katharina Kasarinow und Joachim Sommer erwecken Projekte und Gebäude zum Leben, die es in Wirklichkeit noch gar nicht gibt. Dafür haben sie ihr eigenesStart-up gegründet, alssie noch an derHochschule Augsburg studierten.

Gründen während des Studiums – macht das Sinn?

Katharina Kasarinow: Es ist definitiv ein Sprung ins kalte Wasser, denn selten hat man als junger Mensch einen finanziellen Puffer. Dafür hat man oft noch keine großen finanziellen Verpflichtungen und hat sich nicht an einen bestimmten Lebensstandard gewöhnt. Wenn man also eine Idee hat und dafür brennt, lohnt sich als Student immer ein Blick auf mögliche Stipendien und der Weg zum Gründerzentrum. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass wir es empfehlen können, da es später umso schwerer fällt, die vermeintliche Sicherheit des Angestelltendaseins aufzugeben.

Was war der beste Rat, den ihr erhalten habt?

Kasarinow: „You can't be what you can't see.“ Das war ein Satz meines ehemaligen Dozenten. Wenn keine visuelle Repräsentation vorhanden ist, ist es schwierig einen Anknüpfungspunkt an die Zukunft zu finden und Möglichkeiten, die einem offen stehen, wahrzunehmen. Deswegen ist es so wichtig, Dinge sichtbar zu machen. Es eröffnet Handlungsspielräume und kann Menschen für etwas Neues begeistern, auf das sie von alleine niemals gekommen wären. Egal ob im persönlichen oder im beruflichen Alltag.

Wie und wo hat die Hochschule euch auf dem Weg ins Unternehmertum unterstützt?

Kasarinow: Uns hat vor allem die Gründerberatungsstunde der Hochschule Augsburg sehr geholfen. Dort konnten wir unsere Idee zum ersten Mal auf den Prüfstand stellen. Aber auch durch die Arbeit im Hochschulforschungsprojekt „E-transform“ konnten wir unsere ersten beruflichen Kontakte knüpfen, erste Auftragsarbeiten durchführen und so einen ersten Schritt in Richtung Selbstständigkeit machen.

Wie seid ihr auf das EXIST-Gründerstipendium aufmerksam geworden und wie hat es euch geholfen?

Kasarinow: Ebenfalls in der Gründerberatungsstunde der Hochschule Augsburg bei Professor Dr. Gerth. Er hat uns auf mögliche Stipendien aufmerksam gemacht, den Kontakt zum Gründerzentrum Schwaben hergestellt und die vielleicht wichtigste Hilfestellung von allen gegeben, indem er uns ermutigt hat, diesen Weg zu gehen. Das Stipendium hat uns insofern geholfen, als dass wir Zeit hatten, an der technischen Umsetzung zu feilen, Stakeholder-Dialoge zu führen, um Feedback einzuholen, und dabei nicht in finanzielle Not zu geraten.

Start-up sein – was heißt das für euch genau?

Kasarinow: Start-up sein bedeutet für uns Neuland zu betreten, ungewiss des Ausgangs. Am Anfang ist es mit sehr viel Stress und Unsicherheit verbunden, da man sich zeitgleich in viele unterschiedliche Bereiche einarbeiten muss. Auf der anderen Seite ist es sehr erfüllend, wenn aus Ideen konkrete Projekte werden und man das Ergebnis seiner Selbstwirksamkeit sieht.

Woher weiß man, dass die eigene Idee wirklich Marktpotenzial hat?

Kasarinow: Wenn sie ein bestehendes Problem löst. Das kann man am einfachsten ausprobieren, indem man das Produkt in der jeweiligen Zielgruppe vorstellt, Feedback einholt und auf Interesse und Aufträge stößt.

Wie wichtig sind Netzwerke für ein Start-up?

Kasarinow: Netzwerke sind enorm wichtig. Man kann sich mit Gleichgesinnten austauschen, Feedback einholen und mögliche Kunden kennen lernen. Auch den Multiplikatoren-Faktor sollte man nicht unterschätzen.

Wie wird Not Yet Visible die Welt verändern?

Kasarinow: Man muss nicht immer die Welt verändern. Es reicht, wenn jeder sie nach seinen Kräften ein Stück weit besser macht. Wir helfen dabei, indem wir abstrakte Planungen in allen Details für alle verständlich, Alternativen und Fehler sichtbar machen und so den Planungsprozess schneller und intuitiver gestalten.

Was sind für Sie die spannendsten Aspekte von VR-Visualisierungen?

Kasarinow: Ideen innerhalb eines virtuellen Rahmens auf ihre Funktion auszuprobieren und Menschen dorthin mitzunehmen. Die dadurch ermöglichte Zeitreise erlaubt das Testen von unterschiedlichen Varianten „vor Ort“, um sich so für die beste Möglichkeit entscheiden zu können. Auch das Spiel mit dem Sichtbar- und Unsichtbarschalten von unterschiedlichen Layern, um Zusammenhänge schneller und einfacher zu begreifen und so ein tieferes Verständnis in kurzer Zeit dafür zu bekommen.

Wenn du dir eine VR-Visualisierung von deiner beruflichen Zukunft erstellen würdest, was dürfte dann nicht fehlen?

Kasarinow: Mein Kollege Joachim, der Spaß an der Tätigkeit und das unbeschreibliche Gefühl, wenn man Projekte, an deren Entstehung man vorher digital mitgewirkt hat, in Real begehen kann und sich auskennt wie in seiner Westentasche.

Wann ist deine Mission erfüllt?

Kasarinow: Wenn man aufgrund einer visuellen Kommunikationsgrundlage das Ziel besser, schneller und intuitiver bestimmen kann.

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Gründen während des Studiums – macht das Sinn?

Katharina Kasarinow: Es ist definitiv ein Sprung ins kalte Wasser, denn selten hat man als junger Mensch einen finanziellen Puffer. Dafür hat man oft noch keine großen finanziellen Verpflichtungen und hat sich nicht an einen bestimmten Lebensstandard gewöhnt. Wenn man also eine Idee hat und dafür brennt, lohnt sich als Student immer ein Blick auf mögliche Stipendien und der Weg zum Gründerzentrum. Aus unserer Erfahrung können wir sagen, dass wir es empfehlen können, da es später umso schwerer fällt, die vermeintliche Sicherheit des Angestelltendaseins aufzugeben.

Was war der beste Rat, den ihr erhalten habt?

Kasarinow: „You can't be what you can't see.“ Das war ein Satz meines ehemaligen Dozenten. Wenn keine visuelle Repräsentation vorhanden ist, ist es schwierig einen Anknüpfungspunkt an die Zukunft zu finden und Möglichkeiten, die einem offen stehen, wahrzunehmen. Deswegen ist es so wichtig, Dinge sichtbar zu machen. Es eröffnet Handlungsspielräume und kann Menschen für etwas Neues begeistern, auf das sie von alleine niemals gekommen wären. Egal ob im persönlichen oder im beruflichen Alltag.

Wie und wo hat die Hochschule euch auf dem Weg ins Unternehmertum unterstützt?

Kasarinow: Uns hat vor allem die Gründerberatungsstunde der Hochschule Augsburg sehr geholfen. Dort konnten wir unsere Idee zum ersten Mal auf den Prüfstand stellen. Aber auch durch die Arbeit im Hochschulforschungsprojekt „E-transform“ konnten wir unsere ersten beruflichen Kontakte knüpfen, erste Auftragsarbeiten durchführen und so einen ersten Schritt in Richtung Selbstständigkeit machen.

Wie seid ihr auf das EXIST-Gründerstipendium aufmerksam geworden und wie hat es euch geholfen?

Kasarinow: Ebenfalls in der Gründerberatungsstunde der Hochschule Augsburg bei Professor Dr. Gerth. Er hat uns auf mögliche Stipendien aufmerksam gemacht, den Kontakt zum Gründerzentrum Schwaben hergestellt und die vielleicht wichtigste Hilfestellung von allen gegeben, indem er uns ermutigt hat, diesen Weg zu gehen. Das Stipendium hat uns insofern geholfen, als dass wir Zeit hatten, an der technischen Umsetzung zu feilen, Stakeholder-Dialoge zu führen, um Feedback einzuholen, und dabei nicht in finanzielle Not zu geraten.

Start-up sein – was heißt das für euch genau?

Kasarinow: Start-up sein bedeutet für uns Neuland zu betreten, ungewiss des Ausgangs. Am Anfang ist es mit sehr viel Stress und Unsicherheit verbunden, da man sich zeitgleich in viele unterschiedliche Bereiche einarbeiten muss. Auf der anderen Seite ist es sehr erfüllend, wenn aus Ideen konkrete Projekte werden und man das Ergebnis seiner Selbstwirksamkeit sieht.

Woher weiß man, dass die eigene Idee wirklich Marktpotenzial hat?

Kasarinow: Wenn sie ein bestehendes Problem löst. Das kann man am einfachsten ausprobieren, indem man das Produkt in der jeweiligen Zielgruppe vorstellt, Feedback einholt und auf Interesse und Aufträge stößt.

Wie wichtig sind Netzwerke für ein Start-up?

Kasarinow: Netzwerke sind enorm wichtig. Man kann sich mit Gleichgesinnten austauschen, Feedback einholen und mögliche Kunden kennen lernen. Auch den Multiplikatoren-Faktor sollte man nicht unterschätzen.

Wie wird Not Yet Visible die Welt verändern?

Kasarinow: Man muss nicht immer die Welt verändern. Es reicht, wenn jeder sie nach seinen Kräften ein Stück weit besser macht. Wir helfen dabei, indem wir abstrakte Planungen in allen Details für alle verständlich, Alternativen und Fehler sichtbar machen und so den Planungsprozess schneller und intuitiver gestalten.

Was sind für Sie die spannendsten Aspekte von VR-Visualisierungen?

Kasarinow: Ideen innerhalb eines virtuellen Rahmens auf ihre Funktion auszuprobieren und Menschen dorthin mitzunehmen. Die dadurch ermöglichte Zeitreise erlaubt das Testen von unterschiedlichen Varianten „vor Ort“, um sich so für die beste Möglichkeit entscheiden zu können. Auch das Spiel mit dem Sichtbar- und Unsichtbarschalten von unterschiedlichen Layern, um Zusammenhänge schneller und einfacher zu begreifen und so ein tieferes Verständnis in kurzer Zeit dafür zu bekommen.

Wenn du dir eine VR-Visualisierung von deiner beruflichen Zukunft erstellen würdest, was dürfte dann nicht fehlen?

Kasarinow: Mein Kollege Joachim, der Spaß an der Tätigkeit und das unbeschreibliche Gefühl, wenn man Projekte, an deren Entstehung man vorher digital mitgewirkt hat, in Real begehen kann und sich auskennt wie in seiner Westentasche.

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Kasarinow: Wenn man aufgrund einer visuellen Kommunikationsgrundlage das Ziel besser, schneller und intuitiver bestimmen kann.

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