Christoph von Külmer

Social Media im B2B-Marketing: Diese neuen Entwicklungen hält 2018 bereit

Social Media-Experte Christoph von Külmer. Bild: Sportbrain
Auch, wenn der Januar nun schon fast zu Ende ist – der Anbruch eines neuen Jahres bietet immer eine gute Möglichkeit, einen Ausblick auf das Kommende zu werfen.

In diesem Beitrag habe ich Ihnen eine kleine Prognose für Social Media im B2B-Marketing zusammengestellt. Diese Trends und Entwicklungen erwarten uns 2018, einem Jahr voller Digitalisierung und Datenschutz:

1. Chatbots und KI sind auch im B2B-Bereich „the next big thing“

Service, Kundenberatung, Verkauf: Die Einsatzgebiete für Chatbots sind vielseitig. Die auf künstlicher Intelligenz basierenden Kommunikations-Bots haben sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt. Mit der zunehmend ausgereiften Technologie werden die Chatbots immer kundenfreundlicher und damit auch alltagstauglicher.

B2B-Unternehmen können von Chatbots genauso profitieren wie B2C-Firmen. Ein Anwendungsbeispiel: Ein Unternehmen könnte einen Bot in seine Facebook-Seite einbinden. Dort kann dieser nicht nur Fragen zu Produkten beantworten, wenn gerade kein Mitarbeiter die Seite betreut, sondern, je nach Programmierung, beispielsweise auch Angebote zusammenstellen. Weiß der Bot einmal nicht weiter, bittet er den Kunden, seine E-Mail-Adresse anzugeben, damit ihm ein Mitarbeiter ein individuelles Angebot zusenden kann – Zack, wieder ein Lead generiert!

2. Noch mehr Video!

Videos waren schon 2017 ein heißes Thema. Viele der Entwicklungen der letzten Jahre sprechen dafür, dass uns Bewegtbild auch 2018 weiter beschäftigen wird – und die kommenden Jahre ebenso. Auch im B2B-Bereich sind Videos inzwischen ab und an zu finden. Langsam aber sicher kommt nämlich auch hier die Erkenntnis an, dass Business-Inhalte nicht zwangsläufig trocken und langweilig verpackt sein müssen. Ein wenig Abwechslung und Kreativität kommen auch bei Unternehmern und Geschäftskunden gut an!

Videos bieten diverse Möglichkeiten, Business-Inhalte kurzweilig zu verpacken, liefern dabei gleichzeitig einen Mehrwert gegenüber Texten und wahren dennoch, sofern sie hochwertig aufgezogen sind, die Professionalität.

Ein Feature, das sich im B2B-Marketing besonders gut nutzen lässt, sind Live-Videos. Ob Live-Stream von der Fachmesse, Echtzeit-Videos, in welchen Produkte oder deren Nutzung erklärt werden oder auch Experten- und Mitarbeiterinterviews – mit Live-Content können Sie Unternehmen, Interessenten, Mitarbeiter und Medienschaffende mit wertvollen Informationen versorgen. Durch die außergewöhnliche Aufbereitung sind Ihnen die Aufmerksamkeit und das Interesse Ihrer Zielgruppe sicher.

3. B2B-Marketing entdeckt Influencer für sich

An Influencer-Marketing kam in den letzten Jahren wirklich niemand, der mit Marketing zu tun hatte, vorbei. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Multiplikatoren wie Stars, Instagrammern oder YouTubern wurde fast schon zum Hype. Aber ist Influencer-Marketing auch im B2B-Bereich umsetzbar?

Und wie! Studien zufolge verlassen sich ganze 84 % aller B2B-Kunden auf Empfehlungen aus ihrem Netzwerk. Tatsächlich ist Influencer-Marketing ja nicht viel anders als Empfehlungsmarketing, nur, dass es in vielen Fällen bezahlt ist und die Bewertenden eben eine größere Reichweite haben. Im B2B-Bereich sind Influencer eher weniger auf Instagram oder YouTube zu finden. Suchen Sie stattdessen in Ihrem Netzwerk und in den Netzwerken Ihrer Kunden nach jemandem, der Ihr Unternehmen oder Ihre Leistungen auf fachlicher Ebene empfiehlt! Das können zum Beispiel Autoren von bekannten Blogs in Ihrer Branche oder Betreiber von Social Media-Gruppen sein.

4. Personalisierung kommt auch im B2B an

Personalisierter Content ist im B2C-Marketing gang und gäbe – im B2C-Bereich erstaunlicherweise aber noch nicht angekommen. Das liegt Studien zufolge daran, dass es B2B-Unternehmen an den entsprechenden Daten, Technologien und Ressourcen mangelt. Gleichzeitig zeigen Studien aber auch, dass die Unternehmen, die ihren Content personalisieren, damit äußerst erfolgreich sind.

Die meisten Kunden erwarten heute eine persönliche Ansprache – schlicht und einfach, weil es im B2C-Bereich mittlerweile Standard ist. Außerdem wünschen sie sich, dass in der Kommunikation auf ihre spezifischen Anforderungen eingegangen wird und ihnen etwa für sie relevante Informationen und Produkte zugespielt werden, ohne dass sie lange danach suchen müssen.

Das zu bewerkstelligen ist gar nicht so schwierig, wie es sich im ersten Moment anhört. Es gibt einige Tools und Anwendungen, die es zum Beispiel ganz einfach machen, Kundendaten wie Branche oder Namen in Ihre Marketing-Maßnahmen zu integrieren und diese so zu personalisieren. Versuchen Sie es 2018 also mal mit personalisiertem Marketing – Ihre Kunden werden begeistert sein!

5. Über Social Media mit Kunden in Kontakt treten

In der B2B-Kommunikation werden soziale Netzwerke in den meisten Fällen genutzt, um Leads zu generieren. Vor dem Hintergrund, das Internet-User Social Media zunehmend auch als Informationskanal nutzen, wird es 2018 aber auch im B2B-Bereich immer relevanter, über soziale Netzwerke Informationen bereitzustellen (Stichwort Content Marketing!) und mit Kunden in Kontakt zu treten.

Dazu können nicht nur Facebook, Twitter und Co. genutzt werden, sondern insbesondere auch LinkedIn und Xing. Diese Plattformen sind für den B2B-Bereich ausgelegt, hier haben Sie also viel bessere Chancen, Ihre Zielgruppen anzutreffen. Die großen Business-Netzwerke wurden in den letzten Jahren von ihren Betreibern um zahlreiche spannende Features erweitert, die sie nun auch fürs Marketing immer interessanter machen. So hat zum Beispiel LinkedIn Analytics-Features eingeführt, die datengetriebene Werbe- und Marketing-Maßnahmen erlauben. 

Mein Rat an B2B-Unternehmen, die ihr Social Media-Marketing intensivieren wollen, wäre allerdings, mit Social Media-Experten zusammenzuarbeiten. Diese können Unternehmen im oft unübersichtlichen und schnelllebigen Feld des Social Media-Marketings den Weg weisen und mit ihrem Know-how helfen, ihre Ziele ohne hohe Kosten und Aufwand effizient zu erreichen.

Ihr Christoph von Külmer
SportBrain Social Media & Web

 

Weitere Artikel zum Gleichen Thema
nach oben