Monika Scheddin

So rocken Sie das letzte Quartal 2018

Vielleicht geht es Ihnen wie mir: Gefühlt bin ich mit diesem Jahr noch lange nicht fertig, doch Tatsache ist, nur noch wenige Wochen und dann ist 2018 Geschichte. Ich persönlich bin ein Fan der vier Jahreszeiten, denn sie können uns in unserem Tun sehr gut unterstützen: Frühling – säen, Sommer – wachsen lassen, Herbst – Erntezeit, Winter – ruhen, verdauen und das Feld für das Frühjahr bestellen. So in etwa. Als Coach nutze ich das letzte Quartal ganz bewusst.

1) Bilanz ziehen

2) Platz schaffen

3) Beziehungen pflegen

1. Bilanz ziehen heißt: verstehen, sortieren und neu Anlauf nehmen 

Ich empfehle meinen Kunden, einen persönlichen Jahresrückblick zu gestalten. Einen Jahresabschluss, eben nicht als Pflichtübung fürs Finanzamt, sondern als Basis für das Neue und Wünschenswerte. Bewusstheit ist ein Werkzeug. Nur das, was uns bewusst ist, können wir ändern.

 Ein mir lieb gewordenes Ritual, das ich seit vielen Jahren durchführe. Ich mache mir bewusst, wofür ich zutiefst dankbar sein kann. Was mir ganz gut gelungen ist, welche Lektionen ich "vergessen" habe und wo ich noch mal ran muss. Ich entdecke manchmal kleine Formen von Selbstbetrug und muss über mich grinsen. 

Ihr persönlicher Jahresabschluss – nicht fürs Finanzamt, sondern nur für Sie! 

Nehmen Sie sich eine gute Stunde Zeit, gerne bei einem Gläschen Wein oder einer duftenden Tasse Tee und lassen Ihr Jahr Revue passieren. Finden Sie die Antworten zu den nachfolgenden Fragen im ersten Durchgang schnell und spontan und dann noch einmal mit Sinn und Verstand (und vielleicht unter Zuhilfenahme des Timers). 

10 Fragen zum Jahr 2018 

  • Wenn Sie Ihrem Jahr 2018 eine Schulnote vergeben würden- welche wäre das?   
  • Was war neu – was war anders?
  • Ihre „Menschen des Jahres“ – wer war für Sie da, hat Sie inspiriert oder motiviert?
  • Wo haben Sie Mut bewiesen oder Krisen bewältigt?
  • Highlights - Erfolge – Flops
  • Ihre schönsten Erlebnisse
  • Was lassen Sie im Jahr 2018?
  • Wofür sind Sie dankbar?
  • Ihr Fazit für 2018 in einem Satz
  • Bleibt es bei der Schulnote oder verändert sie sich noch einmal? 

Aus meiner letzten Jahresrückschau habe ich gelernt, dass mir ein richtig langer Urlaub (in meinem Fall fünf Wochen Neuseeland gleich am Jahresanfang) so viel Schwung und Einfallsreichtum geboten  hat, dass es das erfolgreichste Jahr seit meiner Firmengründung vor über zwanzig Jahren wurde. Die Frage: „Wann hast du das letzte Mal etwas zu ersten Mal gemacht?“ ist mir seitdem ein treuer Begleiter und ich will ihr jedes Jahr gute Antworten bieten können. Meine Lernbeute vom letzten Jahr war: weniger Ergebnisse, mehr Erlebnisse. 

Fotocollage: Ihre Top-20-Fotos des Jahres 2018 

Zur Bilanz gehört auch noch eine Fotocollage. Die meisten unserer Foto-Erinnerungen schlummern auf Festplatten vor sich hin und warten auf ein Wunder. Bringen Sie doch Ihre Top-20 Fotos des Jahres auf eine DINA4-Seite. Schon die Auswahl ist spannend. Für mich waren allein 4 Neuseelandfotos dabei, Familie, Freunde, Team, aber auch ein Foto der Schritte-App als Beleg für den Tag, als ich 31 km gelaufen bin. Fotoerinnerungen sind Belege für unsere Sehnsüchte und sagen uns: genau davon will ich mehr! 

2.  Platz schaffen 

Jeder Mensch und jedes Ding braucht seinen Platz und seine Aufmerksamkeit. Wenn wir eines von den sozialen Netzwerken lernen durften, dann dass „Kontakt“ eben nicht „Beziehung“ und schon gar nicht „Freundschaft“ bedeutet. Belastbare Beziehungen bedeuten echtes Interesse, Zeitinvestment und Kontinuität. 

Damit Neues Platz im Leben bekommen kann, müssen wir Altes aussortieren. 

Um Extra-Aufwand zu vermeiden, empfehle ich, für jeden neuen Ordner, den Sie anlegen, gleichzeitig einen alten zu entsorgen. Für jedes neu gekaufte Kleidungsstück, sofort ein altes zu verabschieden. 

Am Jahresende nehme ich mir die Zeit, 10 Prozent meiner Adressen zu löschen. Je mehr Adressen wir haben, desto unübersichtlicher wird die Geschichte, denn unsere Aufmerksamkeitsspanne ist begrenzt. Ich möchte den neuen Kontakten ab 2019 Platz einräumen. 

Wer fliegt raus? Lose Kontakte, über die ich auch nicht mehr weiß als Xing oder Linked IN. Menschen, zu denen ich seit über 5 Jahren keinen persönlichen Kontakt mehr habe. „Eintagsfliegen“, die gerne beteuern, man müsse sich unbedingt treffen und dabei bleibt es dann. „Keine Zeit“ heißt „keine Priorität“. Schenken Sie Menschen keine Priorität, für die Sie nur eine Option sind. 

Ein mir lieb gewonnenes Ritual am Jahresende: ich schaue durch meine Schränke und sortiere Kleidung, Decken o.ä. heraus. Zusammen mit Süßigkeiten und einer kleinen Geldspende geht das Paket in eine soziale Einrichtung.   

3.  Beziehungen pflegen 

Früher waren Weihnachtsaktionen nicht mein liebstes. Als Marketingchefin hieß es jährlich:  Standard-Weihnachtskarten drucken lassen, Dreimonatsplaner, Timer und Werbegeschenke an viele hundert Kunden versenden. Dazu das jährliche Chaos, wer unterschreibt bei welchen Kunden. Wahrhaftige Wertschätzung ist bei Massenaussendungen Mangelware. Wirklich froh war ich erst, wenn alle Pakete versandt waren. 

Heute hat sich das verändert. Beliebige, lieblose Weihnachtskarten sind mit mir nicht zu machen. Es ist in Ordnung, den Kartentext zu drucken, doch gönnen Sie jedem Empfänger zumindest eine persönliche Zeile, die nur für ihn gilt. 

Und ja, ich versende auch liebend gerne Weihnachtsgeschenke. Ich habe es da leicht, denn seit zehn Jahren verfasse ich einen Coachingkalender mit schönen Fotos und erlesenen Zitaten. Der kommt gut an und hält mich jede Woche, ein ganzes Jahr lang mit meinen Kunden und Geschäftspartnern in Verbindung.  Vergewissern Sie sich, dass Beschenkte Ihr Geschenk auch annehmen dürfen. In einigen Firmen gelten strenge Compliance Regeln. 

Doch geht es oft weniger um das Geschenk an sich, als um die Geste und die Worte, die Sie für Ihren Geschäftspartner finden. Wer sich Mühe gibt, auch nur einen Satz zu finden, der persönlich gemeint und voll aus dem Herzen kommt, wird immer belohnt. 

Achten Sie darauf, dass Sie entweder zu den ersten oder zu den letzten Schenkern gehören. Versenden Sie doch Ihre Dankespost schon zu Nikolaus oder erst nach dem 6. Januar. 

Woran können Sie erkennen, dass Ihr Geschenk ankommt? An die Antwort, die Sie erhalten.

Viel Freude bei Ihrem persönlichen Jahresabschluss wünscht Ihnen Monika Scheddin

 P.S. Wer keine Weihnachtsgeschenke verschicken will, kann alternativ eine kleine Happy-New-Year-Party ausrichten. 

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Monika Scheddin

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1) Bilanz ziehen

2) Platz schaffen

3) Beziehungen pflegen

1. Bilanz ziehen heißt: verstehen, sortieren und neu Anlauf nehmen 

Ich empfehle meinen Kunden, einen persönlichen Jahresrückblick zu gestalten. Einen Jahresabschluss, eben nicht als Pflichtübung fürs Finanzamt, sondern als Basis für das Neue und Wünschenswerte. Bewusstheit ist ein Werkzeug. Nur das, was uns bewusst ist, können wir ändern.

 Ein mir lieb gewordenes Ritual, das ich seit vielen Jahren durchführe. Ich mache mir bewusst, wofür ich zutiefst dankbar sein kann. Was mir ganz gut gelungen ist, welche Lektionen ich "vergessen" habe und wo ich noch mal ran muss. Ich entdecke manchmal kleine Formen von Selbstbetrug und muss über mich grinsen. 

Ihr persönlicher Jahresabschluss – nicht fürs Finanzamt, sondern nur für Sie! 

Nehmen Sie sich eine gute Stunde Zeit, gerne bei einem Gläschen Wein oder einer duftenden Tasse Tee und lassen Ihr Jahr Revue passieren. Finden Sie die Antworten zu den nachfolgenden Fragen im ersten Durchgang schnell und spontan und dann noch einmal mit Sinn und Verstand (und vielleicht unter Zuhilfenahme des Timers). 

10 Fragen zum Jahr 2018 

  • Wenn Sie Ihrem Jahr 2018 eine Schulnote vergeben würden- welche wäre das?   
  • Was war neu – was war anders?
  • Ihre „Menschen des Jahres“ – wer war für Sie da, hat Sie inspiriert oder motiviert?
  • Wo haben Sie Mut bewiesen oder Krisen bewältigt?
  • Highlights - Erfolge – Flops
  • Ihre schönsten Erlebnisse
  • Was lassen Sie im Jahr 2018?
  • Wofür sind Sie dankbar?
  • Ihr Fazit für 2018 in einem Satz
  • Bleibt es bei der Schulnote oder verändert sie sich noch einmal? 

Aus meiner letzten Jahresrückschau habe ich gelernt, dass mir ein richtig langer Urlaub (in meinem Fall fünf Wochen Neuseeland gleich am Jahresanfang) so viel Schwung und Einfallsreichtum geboten  hat, dass es das erfolgreichste Jahr seit meiner Firmengründung vor über zwanzig Jahren wurde. Die Frage: „Wann hast du das letzte Mal etwas zu ersten Mal gemacht?“ ist mir seitdem ein treuer Begleiter und ich will ihr jedes Jahr gute Antworten bieten können. Meine Lernbeute vom letzten Jahr war: weniger Ergebnisse, mehr Erlebnisse. 

Fotocollage: Ihre Top-20-Fotos des Jahres 2018 

Zur Bilanz gehört auch noch eine Fotocollage. Die meisten unserer Foto-Erinnerungen schlummern auf Festplatten vor sich hin und warten auf ein Wunder. Bringen Sie doch Ihre Top-20 Fotos des Jahres auf eine DINA4-Seite. Schon die Auswahl ist spannend. Für mich waren allein 4 Neuseelandfotos dabei, Familie, Freunde, Team, aber auch ein Foto der Schritte-App als Beleg für den Tag, als ich 31 km gelaufen bin. Fotoerinnerungen sind Belege für unsere Sehnsüchte und sagen uns: genau davon will ich mehr! 

2.  Platz schaffen 

Jeder Mensch und jedes Ding braucht seinen Platz und seine Aufmerksamkeit. Wenn wir eines von den sozialen Netzwerken lernen durften, dann dass „Kontakt“ eben nicht „Beziehung“ und schon gar nicht „Freundschaft“ bedeutet. Belastbare Beziehungen bedeuten echtes Interesse, Zeitinvestment und Kontinuität. 

Damit Neues Platz im Leben bekommen kann, müssen wir Altes aussortieren. 

Um Extra-Aufwand zu vermeiden, empfehle ich, für jeden neuen Ordner, den Sie anlegen, gleichzeitig einen alten zu entsorgen. Für jedes neu gekaufte Kleidungsstück, sofort ein altes zu verabschieden. 

Am Jahresende nehme ich mir die Zeit, 10 Prozent meiner Adressen zu löschen. Je mehr Adressen wir haben, desto unübersichtlicher wird die Geschichte, denn unsere Aufmerksamkeitsspanne ist begrenzt. Ich möchte den neuen Kontakten ab 2019 Platz einräumen. 

Wer fliegt raus? Lose Kontakte, über die ich auch nicht mehr weiß als Xing oder Linked IN. Menschen, zu denen ich seit über 5 Jahren keinen persönlichen Kontakt mehr habe. „Eintagsfliegen“, die gerne beteuern, man müsse sich unbedingt treffen und dabei bleibt es dann. „Keine Zeit“ heißt „keine Priorität“. Schenken Sie Menschen keine Priorität, für die Sie nur eine Option sind. 

Ein mir lieb gewonnenes Ritual am Jahresende: ich schaue durch meine Schränke und sortiere Kleidung, Decken o.ä. heraus. Zusammen mit Süßigkeiten und einer kleinen Geldspende geht das Paket in eine soziale Einrichtung.   

3.  Beziehungen pflegen 

Früher waren Weihnachtsaktionen nicht mein liebstes. Als Marketingchefin hieß es jährlich:  Standard-Weihnachtskarten drucken lassen, Dreimonatsplaner, Timer und Werbegeschenke an viele hundert Kunden versenden. Dazu das jährliche Chaos, wer unterschreibt bei welchen Kunden. Wahrhaftige Wertschätzung ist bei Massenaussendungen Mangelware. Wirklich froh war ich erst, wenn alle Pakete versandt waren. 

Heute hat sich das verändert. Beliebige, lieblose Weihnachtskarten sind mit mir nicht zu machen. Es ist in Ordnung, den Kartentext zu drucken, doch gönnen Sie jedem Empfänger zumindest eine persönliche Zeile, die nur für ihn gilt. 

Und ja, ich versende auch liebend gerne Weihnachtsgeschenke. Ich habe es da leicht, denn seit zehn Jahren verfasse ich einen Coachingkalender mit schönen Fotos und erlesenen Zitaten. Der kommt gut an und hält mich jede Woche, ein ganzes Jahr lang mit meinen Kunden und Geschäftspartnern in Verbindung.  Vergewissern Sie sich, dass Beschenkte Ihr Geschenk auch annehmen dürfen. In einigen Firmen gelten strenge Compliance Regeln. 

Doch geht es oft weniger um das Geschenk an sich, als um die Geste und die Worte, die Sie für Ihren Geschäftspartner finden. Wer sich Mühe gibt, auch nur einen Satz zu finden, der persönlich gemeint und voll aus dem Herzen kommt, wird immer belohnt. 

Achten Sie darauf, dass Sie entweder zu den ersten oder zu den letzten Schenkern gehören. Versenden Sie doch Ihre Dankespost schon zu Nikolaus oder erst nach dem 6. Januar. 

Woran können Sie erkennen, dass Ihr Geschenk ankommt? An die Antwort, die Sie erhalten.

Viel Freude bei Ihrem persönlichen Jahresabschluss wünscht Ihnen Monika Scheddin

 P.S. Wer keine Weihnachtsgeschenke verschicken will, kann alternativ eine kleine Happy-New-Year-Party ausrichten. 

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