Kai Gondlach

„New Work“: Praxisbeispiele und Erfolgsfaktoren für die schöne, neue Arbeitswelt

Haben Sie sich schon mal mit „New Work“ beschäftigt? Was bedeutet der Wandel der Arbeitswelten für Sie als Unternehmer*in? Bringen wir ein wenig Licht ins Dunkel!
1. Bedeutung „New Work“ und Treiber

Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr, dass sich die Arbeitswelten im Umbruch befinden. Das ursprüngliche Konzept zu „New Work“ stammt gar aus den 1980er Jahren, als eine schwere wirtschaftliche Krise eine Industriestadt in Michigan (USA) traf. Der Philosoph Frithjof Bergmann machte sich damals schon Gedanken über eine neue Arbeitswelt. Im Grunde steht in der neuen Arbeitswelt das Individuum im Zentrum, anstatt nur als Mittel zum Zweck für den Arbeitgeber zu fungieren. Ebenso wichtig für das Gelingen der neuen Arbeitswelt ist eine hochgradig automatisierte Hightech-Produktion der wichtigsten Güter für den täglichen Lebensbedarf. Der deutsche Psychologe und Informatiker Markus Väth ergänzte schließlich im Jahr 2016 die politische Dimension, da schließlich die Rahmenbedingungen in Politik und Verwaltung diese neue Form der Ökonomie zulassen oder gar begünstigen muss. Die tiefere Theorie spare ich Ihnen aber an dieser Stelle.

Zum besseren Verständnis halte ich es dennoch für wichtig, die zentralen Treiber der Arbeitswelt kurz zu erwähnen:

Gesellschaft: Demografie und Individuum

Wie Sie wissen, befindet sich Deutschland – und viele weitere westlich-industrialisierte Nationen – dank der demografischen Entwicklung auf dem Weg in eine überalterte Gesellschaft. Die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit sind auf dem Weg in die Rente / Pension, die Geburtenjahrzehnte danach sind dank sinkender Geburtenraten sehr viel schwächer besetzt. Schon heute herrscht in den meisten Branchen Arbeits- und besonders Fachkräftemangel, das solidarische Sozialversicherungssystem kommt an seine Grenzen. Und (fast) ganz unbemerkt stieg in den vergangenen gut 20 Jahren der Stellenwert der individuellen Selbstbestimmung: die Gleichberechtigung unterschiedlicher Geschlechter, Gesinnungen und Kulturen trägt ebenso zu einer immer selbstbewussteren Arbeitnehmerschaft bei wie das durchschnittlich gestiegene Bildungsniveau. Kurzum: Ihre Arbeitnehmer stellen höhere Ansprüche an Arbeitsbedingungen, Lohn und Zusatzleistungen. Und das ist auch gut so.

Technologie: Digitalisierung und künstliche Intelligenz

Parallel entwickelte sich die Informationstechnologie in den letzten 80 Jahren exponentiell: Computerchips werden rasend schneller und günstiger; sie sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Inzwischen steckt auch in Ihrem Alltag jede Menge künstliche Intelligenz, beispielsweise wenn Sie mit einem Navigationsgerät unterwegs sind, auf Netflix, Amazon oder Youtube individualisierte Vorschläge erhalten oder sich das Sortiment im Supermarkt um die Ecke den Bedürfnissen der lokalen Käuferschaft und sogar Großwetterereignissen anpasst. Diese Entwicklung wird sich noch einige Jahre fortsetzen und dazu führen, dass auf der einen Seite der globale Güter- und Warentransport immer effizienter wird und auf der anderen Seite Ihr digitaler Assistent Ihre Bedürfnisse besser kennen wird als jeder Mensch – einschließlich Ihres Partners oder Ihrer Partnerin.

Kurz zusammengefasst…

… ist „New Work“ nicht bloß ein Konzept von Philosophen und Wirtschaftsweisen, sondern die konsequente nächste Stufe der ökonomischen Evolution. Vielmehr ist es Ausdruck der nächsten Stufe der menschlichen Evolution. Letztlich dienen Unternehmen der Erfüllung menschlicher Bedürfnisse, weshalb die aktuell vorherrschende Organisationsform mit starr-hierarchischen und formalisierten Prozessen beinahe verrückt anmutet. Stellen Sie sich Unternehmen als biologische Organismen vor, werden Sie schnell zu dem Ergebnis kommen, dass die Wirtschaftswelt neue Formen der Organisation braucht.

2. 3 Praxisbeispiele „New Work“

„New Work“ kann viel bedeuten – und da dachten Sie in den letzten Jahren schon, dass es mit einem Transformations- oder Change-Prozess getan wäre. Doch leider gibt es in dieser neuen Revolution des Arbeitslebens kein Rezept von den einschlägigen Vordenkern und Beratungsfirmen, welches es zu befolgen gilt. Denn jedes Unternehmen ist ein individuelles Ökosystem, weshalb ich an dieser Stelle drei inspirierende Beispiele skizzieren möchte, die ich in der Praxis erlebt habe.

Demokratische Wahlen der Geschäftsführung

Ein mittelständisches Industrieunternehmen im Ruhrgebiet hat vor ein paar Jahren kurzerhand beschlossen, den Posten der Geschäftsführung von den Arbeitnehmern wählen zu lassen. Im Fokus stand dabei die Verteilung der Entscheidungsgewalt auf die vertrauensvollsten Personen im Unternehmen. Der Effekt: Die rund 80 Arbeitnehmer fühlten sich motivierter, haben sich auch unabhängig von dieser Wahl stärker eingebracht, die gesamte Unternehmenskultur hat von dieser Maßnahme langfristig profitiert.

Innovationsschübe durch Azubis

Langjährige Mitarbeiter müssen nicht immer die besten sein, wenn es um Produkt- oder Prozessinnovationen geht. Auszubildende hingegen kommen mit einer freien Denkweise und aktuellem Wissensstand ins Unternehmen. Ein guter Bekannter von mir hat daher für seine Azubis einen Ideenwettbewerb ins Leben gerufen und die kleine Gruppe mit einer überschaubaren Geldsumme ausgestattet. Nach drei Monaten hatten die jungen Lehrlinge mit einem 3D-Drucker bestehende nachgebaut und sogar neue Produkte entwickelt, die inzwischen in Kleinserie produziert und verkauft werden. Bedingung für den Erfolg war ein unternehmensweites Ideenmanagement und der Mut der Führungskräfte, diese Innovationen zuzulassen.

Telearbeit und Homeoffice auch für Mechaniker und Ärzte

Immer mehr Tätigkeiten können inzwischen unabhängig von einem festen Arbeitsplatz erledigt werden. Ein eigener Schreibtisch mit Bild und Blume gehört der „alten Denke“ an, Angestellte arbeiten immer öfter im Homeoffice oder sogar in anderen Teilen der Welt – und das nicht nur im Bereich der Wissensarbeit. Erste Industrieunternehmen sammeln Erfahrungen darin, ihre vernetzten Industrieroboter nur bei Bedarf von Mitarbeitern überwachen oder steuern zu lassen, die mitunter tausende Kilometer entfernt am Notebook sitzen. Auch im Gesundheitswesen findet dieser Trend Einzug, wo beispielsweise mittels Virtual Reality Mediziner ihre Sprechstunde im Wohnzimmer der Patienten realisieren.

5 Erfolgsfaktoren für New Work

Über New Work existieren ganze Bücher, doch in diesem Beitrag müssen wir uns etwas kurzhalten. Deshalb möchte ich Ihnen hier 5 Erfolgsfaktoren nennen, die basierend auf meiner Forschung eine wichtige Basis für ein modernes Arbeitsumfeld begünstigen:

1. Offene Haltung (mindset): Sie als Führungspersönlichkeit sollten sich von althergebrachten Organisations- und Management-Mustern lösen. Ändern Sie dabei nicht das Ziel, sondern die Vorgehensweise. Glauben Sie nicht jedem Trend (künstliche Intelligenz, Blockchain oder Nanopartikel), sondern schicken Sie Experten ins Rennen, den Mehrwert für Sie individuell zu ermitteln. Trauen Sie sich dann im Zweifel aber auch, den Status Quo anzugreifen, bevor es andere tun.

2. Hierarchiearme, fluide Aufbaustruktur: Ganz ohne Hierarchien geht es nicht, doch diese sollten je nach Zweck neu ausgehandelt werden. Lange Betriebszugehörigkeit rechtfertigt keine top-down-Entscheiderposition, wenn andere Mitarbeiter einen höheren Beitrag (Wissen und Können) zum Projekt beisteuern. Jüngste Studien beweisen zudem, dass eine agile Unternehmensstruktur zu höheren Innovationsgraden führt.

3. Kooperation statt Wettbewerb: Mit der digitalen Globalisierung stehen Ihnen und Ihren Wettbewerbern zahlreiche neue Möglichkeiten für Absatzmärkte zur Verfügung. Innovation wiederum muss nicht mehr nur isoliert in der eigenen Entwicklungsabteilung passieren. Tauschen Sie sich auch mit Wettbewerbern aus, festigen aber gleichzeitig Ihren einzigartigen Mehrwert – auch oder besonders in der Kommunikation.

4. Subjektivierung: Geben Sie jedem einzelnen Mitarbeiter einen individuellen Sinn durch seine oder ihre Tätigkeit. Der reine Fokus auf gute Umsatzzahlen motiviert heute die wenigsten Menschen dazu, gerne zur Arbeit zu gehen. Unterstützen Sie jeden einzelnen bei der persönlichen Entwicklung.

5. Freiheit: Erlauben Sie Freiräume für persönliche Projekte, Stellenwechsel innerhalb des Unternehmens oder Personaltausch mit befreundeten Unternehmen. Profitieren Sie dadurch von der höheren Motivation und dem wachsenden Erfahrungsschatz der einzelnen Mitarbeiter.

Letzter Tipp: Sparen Sie sich Ratgeber, die einen umsetzbaren Maßnahmenplan versprechen. Der mag existieren, passt aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht auf IHR Unternehmen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf dem Weg in die schöne, neue Arbeitswelt!

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Kai Gondlach

„New Work“: Praxisbeispiele und Erfolgsfaktoren für die schöne, neue Arbeitswelt

Haben Sie sich schon mal mit „New Work“ beschäftigt? Was bedeutet der Wandel der Arbeitswelten für Sie als Unternehmer*in? Bringen wir ein wenig Licht ins Dunkel!
1. Bedeutung „New Work“ und Treiber

Inzwischen ist es kein Geheimnis mehr, dass sich die Arbeitswelten im Umbruch befinden. Das ursprüngliche Konzept zu „New Work“ stammt gar aus den 1980er Jahren, als eine schwere wirtschaftliche Krise eine Industriestadt in Michigan (USA) traf. Der Philosoph Frithjof Bergmann machte sich damals schon Gedanken über eine neue Arbeitswelt. Im Grunde steht in der neuen Arbeitswelt das Individuum im Zentrum, anstatt nur als Mittel zum Zweck für den Arbeitgeber zu fungieren. Ebenso wichtig für das Gelingen der neuen Arbeitswelt ist eine hochgradig automatisierte Hightech-Produktion der wichtigsten Güter für den täglichen Lebensbedarf. Der deutsche Psychologe und Informatiker Markus Väth ergänzte schließlich im Jahr 2016 die politische Dimension, da schließlich die Rahmenbedingungen in Politik und Verwaltung diese neue Form der Ökonomie zulassen oder gar begünstigen muss. Die tiefere Theorie spare ich Ihnen aber an dieser Stelle.

Zum besseren Verständnis halte ich es dennoch für wichtig, die zentralen Treiber der Arbeitswelt kurz zu erwähnen:

Gesellschaft: Demografie und Individuum

Wie Sie wissen, befindet sich Deutschland – und viele weitere westlich-industrialisierte Nationen – dank der demografischen Entwicklung auf dem Weg in eine überalterte Gesellschaft. Die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegszeit sind auf dem Weg in die Rente / Pension, die Geburtenjahrzehnte danach sind dank sinkender Geburtenraten sehr viel schwächer besetzt. Schon heute herrscht in den meisten Branchen Arbeits- und besonders Fachkräftemangel, das solidarische Sozialversicherungssystem kommt an seine Grenzen. Und (fast) ganz unbemerkt stieg in den vergangenen gut 20 Jahren der Stellenwert der individuellen Selbstbestimmung: die Gleichberechtigung unterschiedlicher Geschlechter, Gesinnungen und Kulturen trägt ebenso zu einer immer selbstbewussteren Arbeitnehmerschaft bei wie das durchschnittlich gestiegene Bildungsniveau. Kurzum: Ihre Arbeitnehmer stellen höhere Ansprüche an Arbeitsbedingungen, Lohn und Zusatzleistungen. Und das ist auch gut so.

Technologie: Digitalisierung und künstliche Intelligenz

Parallel entwickelte sich die Informationstechnologie in den letzten 80 Jahren exponentiell: Computerchips werden rasend schneller und günstiger; sie sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Inzwischen steckt auch in Ihrem Alltag jede Menge künstliche Intelligenz, beispielsweise wenn Sie mit einem Navigationsgerät unterwegs sind, auf Netflix, Amazon oder Youtube individualisierte Vorschläge erhalten oder sich das Sortiment im Supermarkt um die Ecke den Bedürfnissen der lokalen Käuferschaft und sogar Großwetterereignissen anpasst. Diese Entwicklung wird sich noch einige Jahre fortsetzen und dazu führen, dass auf der einen Seite der globale Güter- und Warentransport immer effizienter wird und auf der anderen Seite Ihr digitaler Assistent Ihre Bedürfnisse besser kennen wird als jeder Mensch – einschließlich Ihres Partners oder Ihrer Partnerin.

Kurz zusammengefasst…

… ist „New Work“ nicht bloß ein Konzept von Philosophen und Wirtschaftsweisen, sondern die konsequente nächste Stufe der ökonomischen Evolution. Vielmehr ist es Ausdruck der nächsten Stufe der menschlichen Evolution. Letztlich dienen Unternehmen der Erfüllung menschlicher Bedürfnisse, weshalb die aktuell vorherrschende Organisationsform mit starr-hierarchischen und formalisierten Prozessen beinahe verrückt anmutet. Stellen Sie sich Unternehmen als biologische Organismen vor, werden Sie schnell zu dem Ergebnis kommen, dass die Wirtschaftswelt neue Formen der Organisation braucht.

2. 3 Praxisbeispiele „New Work“

„New Work“ kann viel bedeuten – und da dachten Sie in den letzten Jahren schon, dass es mit einem Transformations- oder Change-Prozess getan wäre. Doch leider gibt es in dieser neuen Revolution des Arbeitslebens kein Rezept von den einschlägigen Vordenkern und Beratungsfirmen, welches es zu befolgen gilt. Denn jedes Unternehmen ist ein individuelles Ökosystem, weshalb ich an dieser Stelle drei inspirierende Beispiele skizzieren möchte, die ich in der Praxis erlebt habe.

Demokratische Wahlen der Geschäftsführung

Ein mittelständisches Industrieunternehmen im Ruhrgebiet hat vor ein paar Jahren kurzerhand beschlossen, den Posten der Geschäftsführung von den Arbeitnehmern wählen zu lassen. Im Fokus stand dabei die Verteilung der Entscheidungsgewalt auf die vertrauensvollsten Personen im Unternehmen. Der Effekt: Die rund 80 Arbeitnehmer fühlten sich motivierter, haben sich auch unabhängig von dieser Wahl stärker eingebracht, die gesamte Unternehmenskultur hat von dieser Maßnahme langfristig profitiert.

Innovationsschübe durch Azubis

Langjährige Mitarbeiter müssen nicht immer die besten sein, wenn es um Produkt- oder Prozessinnovationen geht. Auszubildende hingegen kommen mit einer freien Denkweise und aktuellem Wissensstand ins Unternehmen. Ein guter Bekannter von mir hat daher für seine Azubis einen Ideenwettbewerb ins Leben gerufen und die kleine Gruppe mit einer überschaubaren Geldsumme ausgestattet. Nach drei Monaten hatten die jungen Lehrlinge mit einem 3D-Drucker bestehende nachgebaut und sogar neue Produkte entwickelt, die inzwischen in Kleinserie produziert und verkauft werden. Bedingung für den Erfolg war ein unternehmensweites Ideenmanagement und der Mut der Führungskräfte, diese Innovationen zuzulassen.

Telearbeit und Homeoffice auch für Mechaniker und Ärzte

Immer mehr Tätigkeiten können inzwischen unabhängig von einem festen Arbeitsplatz erledigt werden. Ein eigener Schreibtisch mit Bild und Blume gehört der „alten Denke“ an, Angestellte arbeiten immer öfter im Homeoffice oder sogar in anderen Teilen der Welt – und das nicht nur im Bereich der Wissensarbeit. Erste Industrieunternehmen sammeln Erfahrungen darin, ihre vernetzten Industrieroboter nur bei Bedarf von Mitarbeitern überwachen oder steuern zu lassen, die mitunter tausende Kilometer entfernt am Notebook sitzen. Auch im Gesundheitswesen findet dieser Trend Einzug, wo beispielsweise mittels Virtual Reality Mediziner ihre Sprechstunde im Wohnzimmer der Patienten realisieren.

5 Erfolgsfaktoren für New Work

Über New Work existieren ganze Bücher, doch in diesem Beitrag müssen wir uns etwas kurzhalten. Deshalb möchte ich Ihnen hier 5 Erfolgsfaktoren nennen, die basierend auf meiner Forschung eine wichtige Basis für ein modernes Arbeitsumfeld begünstigen:

1. Offene Haltung (mindset): Sie als Führungspersönlichkeit sollten sich von althergebrachten Organisations- und Management-Mustern lösen. Ändern Sie dabei nicht das Ziel, sondern die Vorgehensweise. Glauben Sie nicht jedem Trend (künstliche Intelligenz, Blockchain oder Nanopartikel), sondern schicken Sie Experten ins Rennen, den Mehrwert für Sie individuell zu ermitteln. Trauen Sie sich dann im Zweifel aber auch, den Status Quo anzugreifen, bevor es andere tun.

2. Hierarchiearme, fluide Aufbaustruktur: Ganz ohne Hierarchien geht es nicht, doch diese sollten je nach Zweck neu ausgehandelt werden. Lange Betriebszugehörigkeit rechtfertigt keine top-down-Entscheiderposition, wenn andere Mitarbeiter einen höheren Beitrag (Wissen und Können) zum Projekt beisteuern. Jüngste Studien beweisen zudem, dass eine agile Unternehmensstruktur zu höheren Innovationsgraden führt.

3. Kooperation statt Wettbewerb: Mit der digitalen Globalisierung stehen Ihnen und Ihren Wettbewerbern zahlreiche neue Möglichkeiten für Absatzmärkte zur Verfügung. Innovation wiederum muss nicht mehr nur isoliert in der eigenen Entwicklungsabteilung passieren. Tauschen Sie sich auch mit Wettbewerbern aus, festigen aber gleichzeitig Ihren einzigartigen Mehrwert – auch oder besonders in der Kommunikation.

4. Subjektivierung: Geben Sie jedem einzelnen Mitarbeiter einen individuellen Sinn durch seine oder ihre Tätigkeit. Der reine Fokus auf gute Umsatzzahlen motiviert heute die wenigsten Menschen dazu, gerne zur Arbeit zu gehen. Unterstützen Sie jeden einzelnen bei der persönlichen Entwicklung.

5. Freiheit: Erlauben Sie Freiräume für persönliche Projekte, Stellenwechsel innerhalb des Unternehmens oder Personaltausch mit befreundeten Unternehmen. Profitieren Sie dadurch von der höheren Motivation und dem wachsenden Erfahrungsschatz der einzelnen Mitarbeiter.

Letzter Tipp: Sparen Sie sich Ratgeber, die einen umsetzbaren Maßnahmenplan versprechen. Der mag existieren, passt aber mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht auf IHR Unternehmen. Ich wünsche Ihnen viel Erfolg auf dem Weg in die schöne, neue Arbeitswelt!

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