101 Köpfe, Folge 126

Thomas Hauser: Von Kunst und Kraftorten

Bei welchen Themen er sich gerne selbst beraten lässt und wieso er ein Facebook-Verweigerer ist, verrät Thomas Hauser, Geschäftsführender Gesellschafter der Thomas Hauser Management-Beratung, im 101 Köpfe-Interview.

Name: Thomas Hauser

Alter: 52

Position: Geschäftsführender Gesellschafter

Unternehmen: Thomas Hauser GmbH, Management-Beratung für Strategie, Marketing und Kommunikation

Hobbies: Familie, Kochen und gut Essen und Trinken, Skifahren, Bergwandern, Kunst & Kultur, Reisen


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Sie beraten Unternehmen in Sachen Strategie, Marketing und Kommunikation. Wo in Ihrem privaten Alltag verlassen Sie sich auf einen externen Berater?

Thomas Hauser: Grundsätzlich entscheide ich gerne im Team beziehungsweise aus dem Team heraus. Ausnahmen bilden Krisensituationen wie die aktuelle Corona-Pandemie. Da kommt es auf sehr schnelle Entscheidungen an. Ich bin also jemand, der sich auch selbst beraten lässt und schätze gute Sparringpartner und deren Impulse vor Entscheidungen sehr. Zum Beispiel den Banker, Steuerberater und eine Reihe von langjährigen Wegbegleitern mit viel Erfahrung, Spezialwissen und Kompetenz bei spezifischen Themen und Fragestellungen. Auch wenn wir etwa ein neues Urlaubsziel ansteuern wollen, ist der Rat von Freunden oft Gold wert. Privat beraten mich hin und wieder meine Frau und meine drei Kinder. Die Kinder haben eine so unverstellte Sicht auf manche Dinge. Das kann die Perspektive verändern und Entscheidungen noch klarer und besser machen. 

Sie haben bereits in Augsburg studiert. Was bedeutet Ihnen Ihre Heimat?

Ich bin in Augsburg geboren und fühle mich hier sehr wohl. Während meiner Zeit in der MAN-Gruppe war ich in der ganzen Welt unterwegs. Ich habe das sehr geschätzt und genossen, bin aber immer gerne wieder nach Augsburg zurückgekommen. Augsburg ist und war mein heimatlicher Hafen. Das hat natürlich auch mit der hohen Lebensqualität in Bayerisch-Schwaben zu tun. „Daheim“ fühle ich mich aber auch an einigen anderen wunderbaren „Kraftorten“, an die ich immer wieder reise, um Sonne, Inspiration und Energie zu tanken.

Sie sind Lehrbeauftragter für Marketing an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Lehrbeauftragter für Marketing & Kommunikation und Internationales Management an der Hochschule Augsburg. Wenn Sie nur einen Tipp auswählen könnten, die die Studierenden aus Ihren Vorlesungen mitnehmen sollen, welcher wäre das?

Die jungen Menschen sollten sich nicht verbiegen lassen, ihren Weg gehen, authentisch bleiben, ihre Meinung sagen und an sich selber glauben. Jeder Mensch hat unverwechselbare Stärken. Diese gilt es herauszukehren und zu entwickeln. Die jungen Menschen, also die Millenials und Generation Z, sollten neben der Entwicklung ihrer Karriere auch immer ihre Verantwortung für die Gesellschaft im Auge behalten.

Wann und wie können Sie vom Arbeitsalltag abschalten?

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Mir gelingt das Abschalten mit den Jahren immer besser. Gut abschalten kann ich in einer Runde mit guten Freunden, beim Sport, bei einem guten Buch, in einer Galerie und natürlich bei Ausflügen und im Urlaub mit der Familie. Hervorragend abschalten kann ich auch in der WWK-Arena. Da geht es nur darum, dass der FCA gewinnt. Zum Abschalten in stressigen Alltagssituationen helfen mir Atemübungen und Musik hören. Und kurz mal mit den Kindern telefonieren.

Zeitgenössische Kunst und mechanische Uhren gehören zu Ihren Hobbies.  Welches Werk hat Sie bisher am meisten inspiriert? Und woher kommt Ihre Liebe zu Uhren?

Kunst ist so vielfältig. Deshalb fällt mir die Antwort hier schwer. Ich mag gerne das Gegenständliche, Farbige und Positive in der Kunst. Und wenn Kunst etwas Besonderes, Markantes hat und einem ganz eigenen Stil, einer ganz eigenen Handschrift folgt. Dazu fallen mir Künstler ein wie Fernando Botero, Frida Kahlo, Paul Klee, Tamara de Lempicka oder die Mitglieder der Künstlergruppe „Blauer Reiter“. Ein einziges Werk, das mich inspiriert hat ist am Ehesten das musikalische und darüber hinaus reichende Gesamtkunstwerk des Schweizers Dieter Meier und seines Pop-Duos Yello. Ein Gesamtkunstwerkt ist für mich auch das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Ich liebe Handwerk, schöne Materialien, meisterliche Qualität, Ästhetik und unverwechselbaren Stil. Eine schöne Armbanduhr ist doch das einzige Schmuckstück des Mannes und man kann sie immer bei sich haben. Dazu erfüllt sie auch noch eine wichtige Funktion. Sie ist quasi ein täglicher Begleiter. An einer schönen Armbanduhr gefällt mir auch der Gedanke, sie an die nächste Generation weiterzugeben.

Apropos Zeit: Sie bekommen einen Tag geschenkt. Und an diesem Tag spielt Geld keine Rolle. Wie verbringen Sie ihn?

Mit meiner Familie in die für mich schönste Stadt der Welt, nach Rio de Janeiro. Bolzen am Ipanema- oder Copacabana-Strand, einen Drink an der Bar, auf dem Zuckerhut und beim Blick von der Christusstatue aus über die einzigartige Landschaft. Dann einen Abstecher ins Museum für zeitgenössische Kunst in Niterói, entworfen vom großartigen Architekten Oscar Niemeyer. Und abends noch ein typisch brasilianisches Dinner auf einer Terrasse am Atlantik.

Reisen gehört ebenfalls zu Ihren Interessen. Lieber ein Relax-Urlaub oder Action-Trip? 

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Ich würde sagen 70 zu 30. Eher relaxen, ein Glas Weißwein trinken und aufs Meer schauen, Kunst entdecken oder Motorboot-Fahren. Zwischendrin muss dann immer mal wieder Action sein. Sonst wird es langweilig. Im Winter ist Action in der Überzahl. Zum Beispiel beim Skifahren.

Checken Sie im Urlaub Ihre Mails oder darf jeder Job auch mal ruhen?

Abwesenheits-Meldungen gibt es bei mir nicht. Ich checke im Urlaub meine Mails mindestens jeden zweiten Tag. Mir sind Verbindlichkeit und Berechenbarkeit sehr wichtig. Bei mir und bei anderen. Dafür begrenze ich die Anzahl der Kommunikationskanäle und bin beispielsweise Facebook-Verweigerer. Da folge ich auch dem Motto „weniger ist mehr“.

Ganz spontan in 30 Sekunden: Drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben? Und warum genau die?

Ich würde gerne in der Corona-Phase drei Personengruppen nennen, die mich beeindrucken. Die Bäckerei-Verkäuferinnen und -Verkäufer, die mir sonntags morgen um sieben beim Brezenholen ein Lächeln schenken. Und dann die Pflegerinnen und Pfleger im Krankenhaus und in der Alten- und Behindertenhilfe. Schließlich Polizei und Feuerwehr. Alle drei machen das Leben in Deutschland gut und besonders lebenswert.

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Name: Thomas Hauser

Alter: 52

Position: Geschäftsführender Gesellschafter

Unternehmen: Thomas Hauser GmbH, Management-Beratung für Strategie, Marketing und Kommunikation

Hobbies: Familie, Kochen und gut Essen und Trinken, Skifahren, Bergwandern, Kunst & Kultur, Reisen


B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN: Sie beraten Unternehmen in Sachen Strategie, Marketing und Kommunikation. Wo in Ihrem privaten Alltag verlassen Sie sich auf einen externen Berater?

Thomas Hauser: Grundsätzlich entscheide ich gerne im Team beziehungsweise aus dem Team heraus. Ausnahmen bilden Krisensituationen wie die aktuelle Corona-Pandemie. Da kommt es auf sehr schnelle Entscheidungen an. Ich bin also jemand, der sich auch selbst beraten lässt und schätze gute Sparringpartner und deren Impulse vor Entscheidungen sehr. Zum Beispiel den Banker, Steuerberater und eine Reihe von langjährigen Wegbegleitern mit viel Erfahrung, Spezialwissen und Kompetenz bei spezifischen Themen und Fragestellungen. Auch wenn wir etwa ein neues Urlaubsziel ansteuern wollen, ist der Rat von Freunden oft Gold wert. Privat beraten mich hin und wieder meine Frau und meine drei Kinder. Die Kinder haben eine so unverstellte Sicht auf manche Dinge. Das kann die Perspektive verändern und Entscheidungen noch klarer und besser machen. 

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Ich bin in Augsburg geboren und fühle mich hier sehr wohl. Während meiner Zeit in der MAN-Gruppe war ich in der ganzen Welt unterwegs. Ich habe das sehr geschätzt und genossen, bin aber immer gerne wieder nach Augsburg zurückgekommen. Augsburg ist und war mein heimatlicher Hafen. Das hat natürlich auch mit der hohen Lebensqualität in Bayerisch-Schwaben zu tun. „Daheim“ fühle ich mich aber auch an einigen anderen wunderbaren „Kraftorten“, an die ich immer wieder reise, um Sonne, Inspiration und Energie zu tanken.

Sie sind Lehrbeauftragter für Marketing an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg und Lehrbeauftragter für Marketing & Kommunikation und Internationales Management an der Hochschule Augsburg. Wenn Sie nur einen Tipp auswählen könnten, die die Studierenden aus Ihren Vorlesungen mitnehmen sollen, welcher wäre das?

Die jungen Menschen sollten sich nicht verbiegen lassen, ihren Weg gehen, authentisch bleiben, ihre Meinung sagen und an sich selber glauben. Jeder Mensch hat unverwechselbare Stärken. Diese gilt es herauszukehren und zu entwickeln. Die jungen Menschen, also die Millenials und Generation Z, sollten neben der Entwicklung ihrer Karriere auch immer ihre Verantwortung für die Gesellschaft im Auge behalten.

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Zeitgenössische Kunst und mechanische Uhren gehören zu Ihren Hobbies.  Welches Werk hat Sie bisher am meisten inspiriert? Und woher kommt Ihre Liebe zu Uhren?

Kunst ist so vielfältig. Deshalb fällt mir die Antwort hier schwer. Ich mag gerne das Gegenständliche, Farbige und Positive in der Kunst. Und wenn Kunst etwas Besonderes, Markantes hat und einem ganz eigenen Stil, einer ganz eigenen Handschrift folgt. Dazu fallen mir Künstler ein wie Fernando Botero, Frida Kahlo, Paul Klee, Tamara de Lempicka oder die Mitglieder der Künstlergruppe „Blauer Reiter“. Ein einziges Werk, das mich inspiriert hat ist am Ehesten das musikalische und darüber hinaus reichende Gesamtkunstwerk des Schweizers Dieter Meier und seines Pop-Duos Yello. Ein Gesamtkunstwerkt ist für mich auch das Guggenheim-Museum in Bilbao.

Ich liebe Handwerk, schöne Materialien, meisterliche Qualität, Ästhetik und unverwechselbaren Stil. Eine schöne Armbanduhr ist doch das einzige Schmuckstück des Mannes und man kann sie immer bei sich haben. Dazu erfüllt sie auch noch eine wichtige Funktion. Sie ist quasi ein täglicher Begleiter. An einer schönen Armbanduhr gefällt mir auch der Gedanke, sie an die nächste Generation weiterzugeben.

Apropos Zeit: Sie bekommen einen Tag geschenkt. Und an diesem Tag spielt Geld keine Rolle. Wie verbringen Sie ihn?

Mit meiner Familie in die für mich schönste Stadt der Welt, nach Rio de Janeiro. Bolzen am Ipanema- oder Copacabana-Strand, einen Drink an der Bar, auf dem Zuckerhut und beim Blick von der Christusstatue aus über die einzigartige Landschaft. Dann einen Abstecher ins Museum für zeitgenössische Kunst in Niterói, entworfen vom großartigen Architekten Oscar Niemeyer. Und abends noch ein typisch brasilianisches Dinner auf einer Terrasse am Atlantik.

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Ich würde sagen 70 zu 30. Eher relaxen, ein Glas Weißwein trinken und aufs Meer schauen, Kunst entdecken oder Motorboot-Fahren. Zwischendrin muss dann immer mal wieder Action sein. Sonst wird es langweilig. Im Winter ist Action in der Überzahl. Zum Beispiel beim Skifahren.

Checken Sie im Urlaub Ihre Mails oder darf jeder Job auch mal ruhen?

Abwesenheits-Meldungen gibt es bei mir nicht. Ich checke im Urlaub meine Mails mindestens jeden zweiten Tag. Mir sind Verbindlichkeit und Berechenbarkeit sehr wichtig. Bei mir und bei anderen. Dafür begrenze ich die Anzahl der Kommunikationskanäle und bin beispielsweise Facebook-Verweigerer. Da folge ich auch dem Motto „weniger ist mehr“.

Ganz spontan in 30 Sekunden: Drei tolle Persönlichkeiten aus Bayerisch-Schwaben? Und warum genau die?

Ich würde gerne in der Corona-Phase drei Personengruppen nennen, die mich beeindrucken. Die Bäckerei-Verkäuferinnen und -Verkäufer, die mir sonntags morgen um sieben beim Brezenholen ein Lächeln schenken. Und dann die Pflegerinnen und Pfleger im Krankenhaus und in der Alten- und Behindertenhilfe. Schließlich Polizei und Feuerwehr. Alle drei machen das Leben in Deutschland gut und besonders lebenswert.

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