Rechtsstreit beendet

Thailand zahlt 44,6 Millionen Euro an WALTER BAU

Symbolbild. Der Atriumpalast in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Das Königreich Thailand hat nach der letztinstanzlichen Entscheidung des Bundes-Gerichtshofes vom Dezember 2016 nun eine Zahlung von 44,6 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter Werner Schneider geleistet.

„Der Eingang des Geldes ist ein Schlussstrich unter einen Rechtsstreit, der sich über mehr als elf Jahre hingezogen hat. Ich bin froh, dass wir unseren Anspruch mit allem Nachdruck verfolgt haben und schließlich einen Erfolg verzeichnen konnten“, erklärt Wirtschaftsprüfer Werner Schneider von SGP Schneider Geiwitz, Insolvenzverwalter der WALTER BAU i.L. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes fiel im vergangenen Dezember. Die letztendliche Auszahlung wird allerdings erst nach dem Schlusstermin des Insolvenzverfahrens erfolgen.

Gläubiger und Mitarbeiter von WALTER BAU profitiert

Die gezahlte Summe kommt dabei der Insolvenzmasse und damit den Gläubigern der WALTER BAU-AG zugute. Auch die ehemaligen Mitarbeiter des Unternehmens sollen davon profitieren. „Unsere Beharrlichkeit hat sich letztendlich ausgezahlt. Wir mussten wirklich alle Register ziehen und jahrelange Prozesse führen, um einen rechtmäßigen Anspruch für die Insolvenz-Masse – und damit auch für die ehemaligen Mitarbeiter von WALTER BAU – realisieren zu können“, so Werner Schneider im Dezember.

So kam es zu dem Rechtsstreit

Rückblick: Ursprung der rechtlichen Auseinandersetzung war das Mautstraßen-Projekt „Dong Muang Tollway Project" in Bangkok, Thailand. Dieses wurde von der WALTER BAU AG ausgeführt. Der Auftraggeber Thailand kam dabei, laut dem Insolvenz-Verwalter, den Zahlungs-Verpflichtungen nicht nach. Im September 2005 wurde daraufhin ein internationales Schiedsverfahren eingeleitet. 

Insolvenz-Verwalter veranlasste Pfändung eines thailändischen Flugzeuges

Besonderes Aufsehen erregte im Verlauf des Rechtsstreits die Pfändung eines thailändischen Passagierflugzeuges in München im Juli 2011. Dies veranlasste Insolvenz-Verwalter Werner Schneider im Rahmen seiner Forderungen. Das Flugzeug wurde bis dahin regelmäßig vom damaligen Kronprinzen und designierten thailändischen König Maha Vajiralongkorn genutzt. Im August 2011 wurde das Flugzeug erst gegen Hinterlegung einer Sicherheit wieder freigegeben. 

Der Weg der WALTER BAU-AG 

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Die WALTER BAU-AG mit Sitz in Augsburg war Mitte der 1990er Jahre eines der größten Baukonzerne in Deutschland. Das Unternehmen gehörte dabei zu den fünf größten Baukonzernen in Europa. Im Februar 2005 beantragte der Vorstand von WALTER BAU dennoch die Insolvenz. Ursachen hierfür waren Kürzungen der Bürgerschaftslinie mehrere Banken sowie das Aufbrauchen der liquiden Mittel.

Mehr über SGP Schneider Geiwitz

SGP Schneider Geiwitz unterstützt seit mehr als 40 Jahren Unternehmen in der Wirtschaftsprüfung, Stuer- und Rechtsberatung, Corporate Finance sowie Immobilienberatung. Den Hauptsitz hat SGP Schneider Geiwitz in Neu-Ulm. Die Wirtschaftskanzlei beschäftigt dort und an 17 weiteren Standorten rund 280 Mitarbeiter. 

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Thailand zahlt 44,6 Millionen Euro an WALTER BAU

Symbolbild. Der Atriumpalast in Augsburg. Foto: B4B WIRTSCHAFTSLEBEN SCHWABEN
Das Königreich Thailand hat nach der letztinstanzlichen Entscheidung des Bundes-Gerichtshofes vom Dezember 2016 nun eine Zahlung von 44,6 Millionen Euro an den Insolvenzverwalter Werner Schneider geleistet.

„Der Eingang des Geldes ist ein Schlussstrich unter einen Rechtsstreit, der sich über mehr als elf Jahre hingezogen hat. Ich bin froh, dass wir unseren Anspruch mit allem Nachdruck verfolgt haben und schließlich einen Erfolg verzeichnen konnten“, erklärt Wirtschaftsprüfer Werner Schneider von SGP Schneider Geiwitz, Insolvenzverwalter der WALTER BAU i.L. Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes fiel im vergangenen Dezember. Die letztendliche Auszahlung wird allerdings erst nach dem Schlusstermin des Insolvenzverfahrens erfolgen.

Gläubiger und Mitarbeiter von WALTER BAU profitiert

Die gezahlte Summe kommt dabei der Insolvenzmasse und damit den Gläubigern der WALTER BAU-AG zugute. Auch die ehemaligen Mitarbeiter des Unternehmens sollen davon profitieren. „Unsere Beharrlichkeit hat sich letztendlich ausgezahlt. Wir mussten wirklich alle Register ziehen und jahrelange Prozesse führen, um einen rechtmäßigen Anspruch für die Insolvenz-Masse – und damit auch für die ehemaligen Mitarbeiter von WALTER BAU – realisieren zu können“, so Werner Schneider im Dezember.

So kam es zu dem Rechtsstreit

Rückblick: Ursprung der rechtlichen Auseinandersetzung war das Mautstraßen-Projekt „Dong Muang Tollway Project" in Bangkok, Thailand. Dieses wurde von der WALTER BAU AG ausgeführt. Der Auftraggeber Thailand kam dabei, laut dem Insolvenz-Verwalter, den Zahlungs-Verpflichtungen nicht nach. Im September 2005 wurde daraufhin ein internationales Schiedsverfahren eingeleitet. 

Insolvenz-Verwalter veranlasste Pfändung eines thailändischen Flugzeuges

Besonderes Aufsehen erregte im Verlauf des Rechtsstreits die Pfändung eines thailändischen Passagierflugzeuges in München im Juli 2011. Dies veranlasste Insolvenz-Verwalter Werner Schneider im Rahmen seiner Forderungen. Das Flugzeug wurde bis dahin regelmäßig vom damaligen Kronprinzen und designierten thailändischen König Maha Vajiralongkorn genutzt. Im August 2011 wurde das Flugzeug erst gegen Hinterlegung einer Sicherheit wieder freigegeben. 

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