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Bechtle eröffnet Niederlassung in Neu-Ulm
Neuer Standort

Bechtle eröffnet Niederlassung in Neu-Ulm

Die Niederlassung von Bechtle in Neu-Ulm, hier noch als Grafik dargestellt, ist fast bezugsfertig. Bild: Bechtle
Die Niederlassung von Bechtle in Neu-Ulm, hier noch als Grafik dargestellt, ist fast bezugsfertig. Bild: Bechtle

2023 angekündigt, ist es bald soweit: Das IT-Unternehmen eröffnet einen zweiten Standort in Bayerisch-Schwaben und verlagert drei Tochtergesellschaften in den Neu-Ulmer IT-Campus.

Die Bechtle AG verstärkt seine Präsenz in Bayerisch-Schwaben und eröffnet eine Niederlassung in Neu-Ulm. Dort will das IT-Unternehmen die Kompetenzen dreier Tochterunternehmen – Bechtle PLM aus Langenau, das IT-Systemhaus Ulm sowie Bechtle Additive Manufacturing GmbH – bündeln.

Der Neubau, zu dem auch ein begrüntes Parkhaus gehört, soll laut Informationen der AZ noch im September 2026 fertiggestellt werden. Bei dem verantwortlichen Bauunternehmen handelt es sich um das Günzburger Familienunternehmen Bendl.

Standortwahl soll strategisches Wachstum ermögliche

Die Bechtle-Niederlassung in Neu-Ulm werde eine Fläche von 5.000 Quadratmetern, verteilt auf sieben Stockwerke, haben und Arbeitsplätze für bis zu 300 Mitarbeitende bieten. 175 davon sollen dort direkt nach Bezug durch die drei Tochterunternehmen anfangen. Eine Antwort auf die Frage, in welchem Zeitraum Bechtle die übrigen Stellen besetzen will, lag bis zum Redaktionsschluss nicht vor. 

Bei diesem Punkt kommt auch die Standortauswahl zum Tragen, denn der IT-Campus biete zukunftssichere Entwicklungsmöglichkeiten. So befinde sich das neue Büro zum einen in der Nähe verschiedener anderer Niederlassungen, was deren Arbeit untereinander zugutekommen soll. Zum anderen ist die Hochschule Neu-Ulm fußläufig erreichbar, was auch hier Kooperationen zwischen erleichtern soll. Bechtle ziehe sogar in Erwägung, Teile des Gebäudes für Studierende der HNU zugänglich zu machen, wie aus der ursprünglichen Ankündigung des Bauvorhabens hervorgeht. 

E-Mobilität trifft auf ressourcenschonende Architektur

Teil des Neubaus ist ein ebenfalls siebenstöckiges Parkhaus, das sich direkt neben dem Bürogebäude befindet. Es besitze 240 Stellplätze sowie Ladesäulen für E-Autos und entspricht damit dem „Charge@Work“-Konzept von Bechtle. Dabei handelt es sich um einen Ansatz der konzernweiten Nachhaltigkeitsstrategie, der den Umstieg von E-Autos für Beschäftigte erleichtern soll. Der Strom der Ladeinfrastruktur stamme dabei ausschließlich aus regenerativen Quellen.

Sichtbar wird der ökologische Anspruch auch an der Architektur. So wurde die Fassade mit echtem Moos begrünt. Laut der Website des dafür zuständigen Herstellers Moosmoos handelt es sich mit mehr als 1.600 Quadratmetern Moosfläche um die größte Fassade dieser Art in Deutschland. Das Moos erfordere keinerlei zusätzlichen Bewässerungssaufwand, Niederschlag und Luftfeuchtigkeit sollen ausreichen. Zudem fungiere es als Lärmschutz und Feinstaubfilter und wirke sich damit positiv auf das Mikroklima rund um den Bürokomplex aus.