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Zimmerer-Innung macht Satzung schlanker
Zimmerer Innung

Zimmerer-Innung macht Satzung schlanker

Obermeister Hermann Rehklau (mitte) mit seinem Stallvertreter Jürgen Kolb (li) und Vorstandsmitglied Helmut Henle (re) Foto: prb
Obermeister Hermann Rehklau (mitte) mit seinem Stallvertreter Jürgen Kolb (li) und Vorstandsmitglied Helmut Henle (re) Foto: prb

Bei der Jahresversammlung der Zimmerer-Innung Memmingen-Mindelheim stand neben den Vorstandswahlen auch die Satzungsänderung auf dem Programm. Jetzt ist die Zimmerer-Innung „light“

Zwei wichtige Punkt standen auf der Tagesordnung bei der Jahresversammlung der Zimmerer-Innung Memmingen-Mindelheim: die Verabschiedung der neuen „Satzung light“ und die Vorstandswahl. In beiden Punkten waren sich die Zimmerer einig und so ging alles mit großer Harmonie über die Bühne.

Zimmerer nehmen schlanke Satzung an

Die Satzung sollte überarbeitete werden, modernisiert oder auch einfach verschlankt. Das wünschten sich die Zimmer. Die alte Satzung passte teilweise nicht mehr so ganz in die heutige Zeit, wie Obermeister Hermann Rehklau erläuterte. Die Satzung enthielt so einige Paragraphen, auf die man gut verzichten konnte. Diese aktualisierte und gestraffte „Satzung light“ wurde von den Mitgliedern einstimmig angenommen.

Kleinere Satzung, kleinerer Vorstand

Eine wichtige Änderung dabei war die Zusammensetzung des Vorstands. Auch dieser wurde, wie die Satzung selbst, verkleinert. Jetzt wird die Innung von einem Obermeister, dessen Stellvertreter und zwei weiteren Mitgliedern geführt. Einstimmig gewählt in das Vorstandsgremium wurden wieder Hermann Rehklau als Obermeister und Jürgen Kolb als Stellvertreter sowie die beiden Mitglieder Karl Epple und Helmut Henle.

Guter Nachwuchs fehlt den Zimmerern

Ein wichtiges Anliegen von Hermann Rehklau ist die Ausbildungssituation. Der Obermeister beklagte, dass es immer schwieriger wird, Azubis zu bekommen. Und bei den Auszubildenden werden die Leistungen immer schlechter, zeigte Rehklau anhand der letzten Prüfungsnoten den Mitgliedern auf. „Gute Mitarbeiter kommen ins Rentenalter und guter Nachwuchs fehlt“, beklagte der Obermeister. Die Jugendlichen würden eine Ausbildung in der Industrie dem Handwerk vorziehen. Es sei höchste Zeit, so Rehklau, sich Gedanken zu machen, wie sich das Handwerk attraktiver positionieren könne. Positiv wertete Rehklau die Tätigkeit der Arbeitsgemeinschaft der fünf Allgäuer Zimmerer-Innungen Memmingen-Mindelheim, Ostallgäu, Kempten, Oberallgäu und Lindau/Bodensee. Die Zimmerer-Innungen unterstützen auch das Holzforum-Allgäu. „Wir brauchen Öffentlichkeitsarbeit, um bei der Politik Gehör zu finden“, erklärte Hermann Rehklau.

Die Dachstuhl Besichtigung durfte nicht fehlen

Ergänzend zu den Informationen zu fachlichen und technischen Fragen, die der Obermeister den Mitgliedern gab, informierte Gottfried Voigt, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Memmingen-Mindelheim und der Innung über wichtige Entscheidungen, z. B. zum Arbeitsrecht, mit dem guten Rat, im Zweifelsfall die Innung oder Kreishandwerkerschaft zu kontaktieren. Dort sei man immer gerne mit Auskünften und gutem Rat behilflich. Eine Besichtigung des „historischen Dachstuhls“ im „Weinhaus zum goldenen Löwen“ mit fachkundiger Betreuung durch Heimatpfleger Günther Bayer rundete die Versammlung ab.