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Vom Schützenzentrum bis hin zur Allgäuer RadRunde LAG
Unterallgäu Aktiv GmbH

Vom Schützenzentrum bis hin zur Allgäuer RadRunde LAG

Die Lokalen Aktionsgruppen Kneipland® Unterallgäu haben sich viel vorgenommen für die aktuelle Förderperiode. Viele verschiedene Projekte stehen auf der Realisierungsliste. Die endgültige Freigabe der Fördergelder muss allerdings noch erfolgen.

Ob Kompetenz- und Begegnungszentrum der süddeutschen Schützen, „Allgäuer RadRunde“, Wandertrilogie Allgäu, naturnahe Freizeitnutzung der Wertach oder  „Allgäuer Krämle“: Mit insgesamt fünf Projekten mit einem Fördervolumen von fast 1,8 Millionen Euro hat sich das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Kneippland® Unterallgäu jetzt befasst. „Der Leader-Prozess im Unterallgäu nimmt weiter gehörig Fahrt auf“, betont LAG-Vorsitzender, Landrat Hans-Joachim Weirather. „Wir sind auf dem besten Weg, auch in der  aktuellen Förderperiode 2007-2013 eine der erfolgreichsten Leader-Regionen in Bayern zu werden.“

Kompetenz- und Begegnungszentrum in Illerbeuren

Auf dem Areal des Schwäbischen Bauernhofmuseums in Illerbeuren soll ein Kompetenz- und Begegnungszentrum der süddeutschen Schützen entstehen. Es soll die Bedeutung des Schützenwesens für die gesellschaftliche Entwicklung und den ländlichen Raum sowohl in Schwaben aber auch darüber hinaus in den Fokus rücken. Neben speziellen Angeboten zur Fort- und Weiterbildung speziell für Schützen soll beispielsweise auch Familien durch spannende Inszenierungen, Suchspiele und interaktive Ausstellungsmodule die kulturellen, historischen und aktuellen inhaltlichen Aspekte des Schützenwesens nähergebracht werden. „Mit diesem Kompetenz- und Begegnungszentrum wird im Unterallgäu auch ein attraktiver, touristischer Anziehungspunkt geschaffen, der das touristische „Indoor-Angebot“ im Landkreis wertvoll ergänzt“, so Landrat Weirather.

Allgäuer RadRunde mit E-Bike

Unter Trägerschaft der Allgäu GmbH soll eine Allgäuer RadRunde“ umgesetzt werden. Ziel des gemeinsamen Projektes ist die Konzeptionierung und Umsetzung eines Rad-Rundkurses im Allgäu mit besonderer Eignung für den Zukunftsmarkt E-Bike. Gleichzeitig sollen bestehende Radrouten berücksichtigt und Übernachtungsbetriebe und Gastronomie eingebunden werden.

Eine Verbindung die passt

Ebenfalls allgäuweit fortgeführt werden soll das Projekt „Wandertrilogie Allgäu“. Geplant ist hier, einen Premium-Wanderweg durch das gesamte Allgäu mit entsprechender Infrastruktur (z. B. Rastplätze) zu realisieren, der die drei geographischen Teilräume „Wald- und Wiesenlandschaft“, „Voralpenlandschaft“ und „Allgäuer Alpen“ verbindet.

Vom Ursprung der Wertach

Geplant ist auch eine naturnahe Freizeitnutzung der Wertach entlang eines Fernradweges vom Ursprung bis zur Mündung. Unter dem Arbeitstitel „Wertach erleben“ fanden bereits entsprechende Vorplanungen statt. Laut den Zertifizierungskriterien des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs e.V. (ADFC) bietet ein solcher Fernradweg große Potentiale und kann ein verbindendes Element zwischen einzelnen, geplanten Einrichtungen wie Lehrpfaden und Erlebnisspielplätzen an der Wertach sein. Dabei sollen die Aspekte des Natur- und Gewässerschutzes höchste Beachtung bekommen

Die Region hautnah erleben

Die Nachfrage nach authentischen, in der Region Allgäu erzeugten Produkten, ist von touristischer Seite groß und ständig steigend. Das Projekt „Allgäuer Krämle“ beinhaltet dabei die Vermarktung Allgäuer Produkte in Tourismusbetrieben wie z.B. Urlaub auf dem Bauernhof, Ferienwohnungen oder Kurhotels. Durch die Etablierung gemeinsamer Produktkriterien, den Aufbau eines Partner-Netzwerkes und der Einführung eines Vertriebssystems soll die zunehmende Nachfrage der Gäste befriedigt und gleichzeitig die Wertschöpfung für die Produzenten in der Region erhöht werden.

Fördergelder müssen noch freigegeben werden

Mit den in der Sitzung gefassten Beschlüssen sind die entsprechenden Fördergelder allerdings noch nicht endgültig freigegeben. Bei finanziell sehr umfangreichen Projekten ist eine Prüfung durch das zuständige Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Voraussetzung. Erst dann können die entsprechenden Förderanträge bei der Bewilligungsstelle am Landwirtschaftsamt in Kempten eingereicht werden. „Die insgesamt einstimmigen Beschlüsse des Gremiums senden allerdings ein sehr deutliches Signal nach München“, betont Michael Stoiber, Geschäftsführer der Unterallgäu Aktiv GmbH, die den Leader-Prozess im Unterallgäu koordiniert.

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