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Stadt Memmingen
Stadt Memmingen

Stadt Memmingen

Insgesamt vier Fassadenpreise verlieh die Stadt Memmingen im Rahmen der Heimatstunde zum Abschluss des Fischertages 2011.

Zu den Preisträgern gehörte die „Hieber-Villa“ in der Buxacher Straße, die Westfassade des Hermansbaus, die Kinderlehrkirche und der Neubau des Gebäudes der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim.

Privates Engagement, das das Memminger Stadtbild verschönert

Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger dankte den Verantwortlichen des Fischertagsvereins für eine „gelungen Veranstaltung“. „Unsere Gäste aus Italien und Frankreich waren begeistert“, bilanzierte der Rathauschef. „Mit dem Fassadenpreis würdigt die Stadt privates Engagement, das Memminger Stadtbild zu verschönern“, sagte Dr. Holzinger zu Beginn der Preisverleihung. Insgesamt habe der Bausenat des Stadtrates in seiner Sitzung im Mai 2011 entschieden, in diesem Jahr vier Fassadenpreise zu vergeben.

Die Preisträger der vier Fassadenpreise 2011

  • Der erste Preisträger ist die Fritz Brey Verwaltungs-GmbH für die Renovierung der „Hieber-Villa“ in der Buxacher Str. 28. Begründung: Die sogenannte „Hieber-Villa“ ist ein barockisierender Mansarddachbau von 1908. Sie ist ein Musterbeispiel des vornehmen Villenbaus im guten Viertel aus dem Anfang des 20. Jahrhunderts. Heute ist sie Sitz der Fritz Brey Verwaltungs-GmbH und wurde im Jahr 2010 mustergültig renoviert. Dies schloss auch die Restaurierung der historischen Sonnenuhr durch den Restaurator Karlheinz Weinzierl ein. Damit ist die Villa nun wieder Blickfang und Bereicherung in der Buxacher Straße.
  • Ein weiterer Preis ging an Gabriele von Wachter für die Renovierung der Westfassade des Hermansbaus in der Zangmeisterstr. 8. Begründung: „Das prachtvolle Patrizierpalais des Benedikt Freiherr von Herman auf Wain wurde 1766 von einem unbekannten Architekten errichtet. Es handelt sich um eine vierflügelige Anlage mit Hauptfassade nach Süden, die bereits vor mehreren Jahren saniert wurde. Die Westfront wurde mit hohem Aufwand, auch statisch-konstruktiv, saniert und renoviert. Damit stellt sich das repräsentative Gebäude, in dem auch das Stadtmuseum untergebracht ist, wieder als Einheit in der Nachbarschaft der Martinskirche dar.
  • Die protestantische Pfarrhofpflege Memmingen, vertreten durch Dekan Kurt Kräß, bekam einen Preis für die Sanierung der Kinderlehrkirche am Martin-Luther-Platz 6. Begründung: Die ehemalige Klosterkirche St. Antonius (Bauauftrag 1378) war nach der Reformation ev.-luth. Predigtkirche und Sonntagsschule für die reichsstädtischen Kinder. Sie besitzt eine reiche malerische Ausstattung, überwiegend von Bernhard Strigel, die jedoch nur teilweise zugänglich ist. Dringend notwendige, umfangreiche Reparaturen im Dachstuhl gaben nun den Anlass für eine umfassende Gesamtsanierung und -renovierung. In diesem Zusammenhang konnten auch interessante neue Erkenntnisse zur Baugeschichte der Kinderlehrkirche, die erst allmählich aus mehreren, im Kern noch erkennbaren Gebäuden zusammenwuchs und zur Einheit wurde, gewonnen werden.
  • Der letzte Preis ging an die Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim für den Neubau der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim am St.-Josefs-Kirchplatz 6-8. Begründung: Der auf Grundlage eines Wettbewerbs erfolgte Neubau der Sparkasse Memmingen-Lindau-Mindelheim stellt einen gelungenen modernen Neubau als Kontrapunkt zur gegenüberliegenden St. Josefs - Kirche dar. Die in sich strenge Fassadengliederung bei gleichzeitiger sorgfältiger und abwechslungsreicher Detaillierung der Fenstersituation hat eine spannungsreiche und interessante Architektur zur Folge.

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