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Auf diesen Tag hatte die Stadtpolitik in Memmingen lange hingearbeitet: Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger konnte symbolisch mit dem Aushub für das neue Schulgebäude der städtischen Sebastian-Lotzer-Realschule beginnen. Für 17,7 Millionen Euro wird neben dem Neubau der Staatlichen Realschule ein neues Domizil für die bislang an der Buxacher Straße beheimatete städtische Realschule entstehen. Damit wird der Realschul-Campus auf dem ehemaligen Schlachthofgelände vollendet. Der neue Schulbau der Sebastian-Lotzer Realschule umfasst 16 Klassenräume sowie Fachräume. Die Sportanlagen sowie die Turnhallen werden gemeinsam genutzt und wurden bereits mit der Staatlichen Realschule zum April letzten Jahres fertig gestellt.
Zeitplan wird eng
„Wir freuen uns, dass es möglich ist, jetzt mit dem Bau zu beginnen“, so Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger beim Spatenstich. Der durch die Wirtschaftskrise bedingte starke Einnahme-Einbruch im städtischen Haushalt habe den Start der Großbau-Maßnahme der Sebastian-Lotzer Realschule verzögert. Der Rathauschef hofft, dass auch bei dieser Baumaßnahme der enge Zeitplan umgesetzt werden kann.
Einzigartig in Bayern
Mit Blick auf die benachbarte Staatliche Realschule zeigte sich der Oberbürgermeister überzeugt, dass der helle Entwurf einen Kontrast zur Staatlichen Realschule gäbe. „Der entstehende Realschul-Campus wird einzigartig in Bayern sein“, meinte Realschulrektor Harald Rehklau. Im Namen seiner Schule dankte er für den Neubau: „Die jetztige Planung ist nicht nur ein Funktionsbau, sondern etwas individuell Gestaltetes, das den Bezug zu Memmingen herstellt.“
Baufirma aus Memmingen
Mit der Planung für die dr Sebastian-Lotzer Realschule beauftragt wurden die Sieger aus dem Architekten-Wettbewerb, die Arbeitgemeinschaft der beiden Architekturbüros Herle + Herrle Architekten aus Neuburg/Donau und hahne + mauz architektur aus München. Architekt Clemens Herrle lobte die bislang gute Zusammenarbeit mit der Stadt und gab das Motto aus, das fortan auf der Baustelle regieren wird: „Pack mer’s an!“. So sah es auch Peter Groll von der beauftragen Baufirma Kutter in Memmingen. „Wir werden uns anstrengen, den Auftrag sachgerecht auszuführen“, versprach der Firmenchef.
Bürgermeister baggert
Gemeinsam mit Architekt Herrle, Oberbürgermeister Dr. Holzinger, Bürgermeisterin Margareta Böckh, Bürgermeister Helmut Börner, MdL Josef Miller, Stadtratsreferentin und Bezirksrätin Petra Beer und Realschulrektor Rehklau griff er symbolisch zum Spaten. Oberbürgermeister Dr. Holzinger stieg anschließend in den bereitgestellten Bagger, um mit dem Aushub zu beginnen. Denn: „Das günstige Angebot hat uns die Baufirma nur gemacht, weil ich einen Teil des Aushubs übernehme“, fügte er scherzend hinzu.
Über 4 Millionen vom Freistaat
Der Freistaat Bayern gewährt 4 151 000 Euro Zuschüsse zur Bausumme für die Sebastian-Lotzer Realschule. Landtagsabgeordneter und Staatsminster a. D. Josef Miller betonte, dass in den nächsten Jahren 100 Millionen Euro in Schulprojekte der Region fließen würden. „In keiner anderen Region wird mehr für den Schulbau investiert“, so Miller. Dies zeige den Stellenwert, den Bildung hier genieße.