Neue Transportwege

So geht ACM Aerospace mit Lieferengpässen um

Während der Corona Pandemie stellte ACM Aerospace einen Teil der Produktion aus textile Schutzausrüstung um. Mit welchen Lösungen das Unternehmen nun auf die aktuellen Lieferengpässe reagiert.

Wenn die angespannte Situation rund um Corona nicht schon eine ausreichend große Herausforderung für den Luftfahrt-Zulieferer ACM Aircraft aus Memmingen wäre. Nun erweist sich derzeit auch noch die Zulieferung von Rohstoffen aus China als zunehmend schwieriger.

Überschwemmungen und Stau

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Die sonst übliche Seefracht aus China weist derzeit massive Kapazitätsengpässe auf, die nebst der ohnehin schon langen Transportzeit zusätzliche Wartezeiten mit sich bringen. So disponierte die ACM kurzfristig auf Bahnfracht um, was sich dann aber als ebenso problembehaftet erwies. Einerseits wurde kürzlich der Bahnhof von Gouangzhou überflutet, andererseits wurde an der chinesisch-russischen Grenze Stau von über 30 Tagen vorhergesagt. „Diese enormen Wartezeiten auf unsere Rohstoffe hätte unsere Produktion praktisch zum Stillstand gebracht“, erklärt ACM-Geschäftsführer Roger Hohl. „Deshalb haben wir erstmals in unserer Firmengeschichte den Transport der Ware aus China nach Europa mit einem LKW in Betracht gezogen.“

Auf der neuen Seidenstraße

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Dieser Transportweg würde eine Verkürzung der derzeitigen Lieferzeit von zwei, drei Monaten per Schiff oder Bahn auf zwei Wochen per LKW bedeuten. Die Entscheidung war daraufhin schnell gefällt. Kurzerhand machte sich ein 40-Tönner auf der neuen Seidenstraße auf den Weg vom chinesischen Guangzhou nach Memmingen.

 Strecke wurde in nur zwei Wochen zurückgelegt

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Die 13.100 kilometerlange Route von China via Russland, Weißrussland und Polen nach Deutschland konnte in rekordverdächtiger Zeit zurückgelegt werden. „Die beiden Fahrer meisterten die Strecke natürlich unter Einhaltung der gesetzlich erlaubten Fahrzeiten in nur gerade 14 Tagen“, führt Roger Hohl aus. „Unsere Produktion kann so glücklicherweise weiterhin auf Volltouren laufen.“ Es bleibe also spannend, wie sich die Transportmöglichkeiten von China nach Europa in den nächsten Wochen und Monaten weiterentwickeln.

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