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Auf welche Bereiche muss in den kommenden Jahren besonderes Augenmerk gelegt werden? Wie gelingt es, sich weiter zu verbessern? Mit diesen Fragen hat sich der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistags in seiner letzten Sitzung befasst. Tobias Koch von der Prognos AG aus Stuttgart stellte die Ergebnisse des „Zukunftsatlas 2010“ für den Landkreis Unterallgäu vor.
„Zukunftsatlas 2010“ bescheinigt dem Landkreis Unterallgäu positive Entwicklung
Dieser habe sich seit dem Jahr 2004 von Rang 194 auf Platz 128 im deutschlandweiten Vergleich kontinuierlich verbessert, sagte Koch. Seit 2004 bewertet Prognos alle drei Jahre die wirtschaftliche und demografische Zukunftsfähigkeit der 412 Landkreise und kreisfreien Städte in Deutschland. Als positive Faktoren für das Unterallgäu nannte der Prognos-Projektleiter u.a. die bestehende Vollbeschäftigung, die Kaufkraft der Unterallgäuer Haushalte, die moderate kommunale Verschuldung, die niedrige Kriminalitätsrate und die sehr gute Anbindung an das Autobahnnetz. Als Schwächen stellte er etwa die Wegzüge junger Erwachsener und einen unterdurchschnittlichen Anteil an Hochqualifizierten und an Beschäftigten in den Bereichen Forschung und Entwicklung heraus.
Unterallgäu geht stark aus der Krise hervor
Einige der Ergebnisse sorgten im Ausschuss und bei Landrat Hans-Joachim Weirather für Unverständnis und kritische Nachfragen. So werde etwa die Entwicklung der Arbeitslosenquote während der Wirtschaftskrise in der Studie äußerst negativ ausgelegt. In dieser Zeit ist sie prozentual sehr stark angestiegen – tatsächlich habe diese aber immer unter 4,0 Prozent gelegen. Der Landkreis habe auch in dieser Phase im Bundesvergleich einen Spitzenplatz eingenommen. Die hervorragenden Perspektiven des Landkreises stellte in der Sitzung auch der Stellvertretende Hauptgeschäftsführer der IHK Schwaben, Markus Anselment, heraus. Zudem sieht das Institut der deutschen Wirtschaft Köln den Landkreis Unterallgäu auf Platz 19 im Bundesvergleich. Es hatte im „Chancenindex Bayern“ untersucht, welche Regionen am stärksten aus der Wirtschaftskrise hervorgehen.
Blick in die Zukunft mit mehr Bildungsmöglichkeiten
In den kommenden Jahren gelte es, weitere Bildungs- und Fortbildungsmöglichkeiten zu schaffen und hochqualifizierte junge Erwachsene im Landkreis zu halten. Da waren sich die Mitglieder des Ausschusses einig. Mögliche Handlungsfelder sollen auch im Kreistag noch näher beleuchtet werden.
Neues Erscheinungsbild
Mit einem schlichten, modernen Erscheinungsbild präsentiert sich das Landratsamt Unterallgäu bald in der Öffentlichkeit. So stellten Udo Siegl und Engelbert Degenhart den Ausschussmitgliedern das neue Logo der Kreisbehörde vor. Neben dem Schriftzug „Landratsamt Unterallgäu“ enthält es eine Welle in den Farben blau, grün und gelb. Diese weist zum einen auf den Kneipp-Landkreis hin, zum anderen auf die geografische Lage im hügeligen Voralpenland. Im ersten Schritt werden nun die Briefköpfe der Behörde umgestaltet, nach und nach folgen sämtliche Publikationen. Das neue Erscheinungsbild ist ein Teil des Strategieentwicklungsprozesses im Landratsamt.
Diskussion über Kfz-Kennzeichen
Einen Überblick über den aktuellen Stand der Kennzeichen-Diskussion gab Landrat Weirather. Er betonte, dass man abwarten müsse, wie sich die Gesetzgebung entwickelt. Sollte künftig bei einem Umzug keine Ummeldung des Kfz-Kennzeichens mehr erforderlich sein – wie dies etwa in Hessen bereits der Fall sei – dann mache jede weitere Debatte keinen Sinn. Um die Haltung des Freistaats zu Kennzeichen-Änderungen zu erfahren, habe sich Weirather in einem Schreiben an den bayerischen Wirtschaftsminister Martin Zeil gewandt. Dieser hatte sich jüngst für die Wiedereinführung alter Kennzeichen wie „ILL“ und „KRU“ ausgesprochen. Eine Antwort stehe derzeit jedoch noch aus.